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darunter 19 herzförmige Gürtelbeschläge, 4 Armbänder
und 4 Gewandnadeln mit rundem Kopfe, zahlreiche
durchlöcherte flache Gewandknöpfe, endlich viele kleine
Bronzeringelcechen. Von prähistorischen Thongefässen
sind mehrere schöne Exemplare vorhanden, leider nicht
beschrieben,
b) Das Museum der südungarischen historischen
und archäologischen Gesellschaft zu Temesvär war
erst in Aufstellung begriffen, besitzt jedoch mehrere
prähistorische Fundgegenstände.
Die Privatsammlung des Temeser Obergespans
SIGMUND OrMmös besitzt einen Kupfer-Csäkäny (Beil)
mit überkreuz stehenden Schneiden, 1 Kupferbeil,
1 Bronzeschwert und mehrere Bronzespiralen.
c) Das Museum der Hunyader Comitats-Alterthums-
und Geschichts-Gesellschaft zu Deva ist
reich an Steingeräthen und Thongefässen, doch bietet
die römische Sammlung das meiste Interessante,
d) Das Bruckenthal-Museum zu Hermannstadt
(Nagy-Szeben) enthält Funde aus den Pfahlbauten
des Laibacher Moores, zahlreiche durchlöcherte
and polirte Steinbeile, worunter jene von Poicesti und
Gross-Tergid (siehe Abbild, Nr. 1, S. 245) bemerkenswerth
sind, dann die berühmten Rohrbacher Funde,
bestehend aus einem polirten Steinbeile, einigen Bronze-Armbändern,
mehreren silbernen trichterförmigen
Schmuckgegenständen (Anhängsel), Glas- und Bernsteinstücken,
welche mit den anderen Gegenständen
zusammen gefunden wurden. Das Ornament eines Bronze-Armbandes
wird in Abbild. Nr. 2, S. 245, gebracht.
Von Kupfer sind 3 Beile und 2 Csäkänye vorhanden.
Aus der Bronzezeit sind die Funde von Sinfalva,
von Alzen und insbesondere jene von KErzs6betfalva
(Hammersdorf) einer Bronze-Giessstätte hervorzuheben);
ferner die 3 Bronzeschwerter von
Bodendorf, von denen zwei Abbildungen, Nr. 3 und 4,
S. 245, gegeben sind.
Zahlreiche Bronze-Pfeilspitzen, von denen 27 an
einem Orte (wo?) gefunden wurden, mehrere Bronze-Streitäxte
und viele Thongefässe ergänzen diese Sammlung.
;
e) Die Sammlung des Nagy-Enyeder (Strassburger)
evangelischen Bethlen-Collegiums ist
besonders reich und interessant an prähistorischen
Fundgegenständen. Sie sind nach Fundorten geordnet;
namentlich angeführt werden jene von Paczalka, Marosdecs,
Kis-Solymos, Petersdorf, Besenyö, Särvär, Magyarlapid,
Tordos, Enyed, Remete, Käkova, Csombord,
Vajasd, Kapud, Czenege und Csäklya; ausserdem wurden
die Ispänlaker Funde schon oben sub 1 nach SIGMUND
ÄRINER ausführlich beschrieben.
Unter den verschiedenen Steingegenständen fallen
die knopfartigen Streithämmer (Buzogäny) mit vier Ausbauchungen,
mitten durchbohrt, von kreuzförmiger
Gestalt, auf, von denen S. 339, Nr. 2, eine Abbildung
gegeben wird. — Ornamentirte Knochenstücke gibt es
viele,
!) L. Rerssunseraer, Der neueste archäologische Fund bei
Hammersdorf, Archiv d, Vereins für siebenbürg. Landeskunde,
neue Folge, X, Bd,, pag. 8—37.
Weitere Funde sind von Czege, Csekelak, Csäkö6,
Tompahäz und Mezöszilväs.
Abbildungen von besonders erwähnenswerthen Gegen-;tänden
werden S, 339 gebracht, und zwar:
Nr. 1. Ein Bronze-Armband, an der Oberfläche mit
schraubenartig gewundenen Drähten von Ispänlak;
Nr. 2. Obiger steinerne kreuzförmige Streithammer
von Csäklya;
Nr. 3. Eine Bronzefibel mit löffelartigem Federtheil
von Csäklya;
Nr. 4, 5 und 6. Bronzeschwerter von Mezöszilväs;
Nr. 7. Eine Bronze-Celt,
Eine grosse Zahl von Thongefässen und Thonscherben
ist besonders der Berücksichtigung empfohlen.
ff) Das Siebenbürger Museum zu Klausen-»urg
(Kolozsvär) ist gleichfalls reichhaltig an Gegenständen
aus prähistorischer Zeit. Die Funde von Möcs,
zaura, Kudu und Gyula werden besonders erwähnt.
g) Das Museum des Biharer Comitats-Alterthums-Vereines
zu Grosswardein (Nagy-Värad) bietet viel
3emerkenswerthes,
Aus der älteren Steinzeit nicht polirte Steinbeile,
„anzenspitzen, Steinsplitter, Nuclei; aus der jüngeren
jteinzeit polirte Steinbeile und durchbohrte Aexte,
ine grosse Steinkugel mit Bohrloch; zwei Kupferbeile
ınd eine Bronze-Streitaxt, zahlreiche bronzene Bruchstücke
von Sicheln und Streitbeilen, auch einige ganze,
Xin Bronzeschwert, bronzene Armbänder und zwei grössere
3ronzefunde von Robogäny (im Biharer Comitat) und
on der Nähe Grosswardeins werden besonders erwähnt.
Von den vielen Thongefässen. ist ein Topf mit
Tenkel und verschiedentlichen geometrischen Strichyrnamenten
bandartig um den Oberrand herum verziert,
auf S, 339, Nr, 8, abgebildet,
11. Bronzefunde von Borzsova und Hete
im Beregher Comitate (Nordostungarn), am Flusse Bor-3ova,
beschreibt THEoDor LEHOCcZKY, S. 256—257,
Nahe, wo die Borsova in die Theiss mündet, sind
lie Orte Tarpa, Hete, Guläes und Borzsova (oder
3orsa). Bei allen diesen Orten hat man schon öfter
"honurnen und -Töpfe, Bronzegegenstände und angebich
auch Goldreifen gefunden. Im Jahre 1886 wurden
‚wei grössere Bronzefunde gemacht:
Der eine bei Hete, beiläufig 20 Stücke, von denen
ine Lanzenspitze, 5 grössere Bronzereifen, 2 Arm-»änder
indie Sammlung des LEH6czKY nach Munkäcs
samen, die übrigen Stücke dürfte der Grundbesitzer
STEFAN HorvATtTH in Hete noch besitzen,
Der zweite Fund bei Borzsova (Borsa), von dem
‚;benfalls LEnöczkEyY einige Stücke erwarb, und zwar:
ı, Meissel, 4 ganze, 4 Bruchstücke; II. 3 Sicheln;
IL. Messer, 2 ganze und 11 Bruchstücke; IV. 2 Lanzenspitzen;
V. Beschläge und Klammern 5 Stücke;
VI. Schmucksachen: ein Bruchstück eines Armbandes,
3 Bronzereifenstücke, 1 Reif ganz, 2 Nadeln, 1 Knopf,
| Anhängsel; VII. Verschiedenes: 1 Bronzenagel,
| Bruchstück eines Streitbeiles, 1 Bruchstück eines
‚;weischneidigen Schwertes, 2 griffelartige Stäbchen,
) Gussstücke.