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wurde ihresgleichen weder vorher noch nachher gebaut;
es gibt viele Berichte über ihre Grösse und Schönheit,
ınd dieses war ihre Gestalt:
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Labyrinth als Stadtplan von Konstantinopel (nach el-Kazwini1)
Heute ist nichts mehr von dieser Gestalt geblieben
wiewohl sie noch eine herrliche Stadt ist.“
Dieser kurze Bericht, für den el-KazwinI leider
keinen Gewährsmann namhaft macht, tritt der Frage
1ach dem Ursprunge der Labyrinthe zwar nicht näher,
scheint aber dennoch dadurch beachtenswerth, dass er
das Labyrinth als Stadtplan nachweist. Ob diese Auffassung
bereits in den vermuthlich byzantinischen
Quellen, welche dem arabischen Geographen vorlagen,
zum Ausdruck gekommen war oder von letzterem erst
irrthümlicher Weise angenommen wurde, kann ich in
Folge gänzlicher Unkenntniss der bezüglichen Literatur
aicht entscheiden,
4. Herr Dr. Otto Müller stellt uns nachstehende
auszugsweise Uebersetzung aus dem in ungarischer
Sprache geschriebenen
„Archaeologiai Ertesitö“
(„Archäologischer Anzeiger“),
Band VIII (neue Folge), Budapest, Jahrg. 1888, zur
Verfügung *).
— 1) Es sind hiebei nur jene Artikel berücksichtigt, welche
den von der Anthropologischen Gesellschaft gepflegten Diseiplinen
entsprechen. Die Uebersetzung ist m der Weise
eingerichtet, dass sie, bei dem Vergleiche der bezogenen
Abbildungen des „ÄArchaeologiai Ertesitö“ betreffenden Bandes
vollständig den Inhalt des in ungarischer Sprache geschriebenen
Originaltextes den deutschen Lesern zur Kenntniss
bringt. — Wir hoffen, demnächst eine auszugsweise Uebersetzung
des Bandes IX (neue Folge), Jahrgang 1889, des
„Archaeologiai Ertesitö“ und im nächsten Jahre den Inhalt
der Jahrgänge 1890 und 1891 zu bringen und dann regel:
möässig von den Berichten des „Archaeologiai Ertesitö“ fortlaufende
auszugsweise Uebersetzungen in’s Deutsche unseren
Lesern mittheilen zu können. Anm. der Redaction.
1. Bericht des SıGMUND REINER, S. 10—25, mit
6 Tafeln Abbildungen:
Der Bronzefund von Ispänlak in Sieben-Jürgen,
im Unter-Weissenburger Comitate, östlich
von Nagy-Enyed (Strassburg) am Marosflusse, südöstlich
von Maros-Ujvär 1*/, Stunden entfernt.
Die Gegend ist mit zahlreichen Hügeln bedeckt.
Einer davon heisst in rumänischer Sprache „La Dedeu“.
j cm unter der Oberfläche stiess man beim Ackern im
August 1887 auf eine 59 cm tiefe Grube, deren oberer
Jurchmesser 110 cm war; sie enthielt einen 10 bis
[2 Metercentner schweren Haufen von theils gebrauchten,
rheils ungebrauchten, theils zerbrochenen patinirten
3ronzegegenständen,
Schon im Jahre 1881 wurden, etwa 1000 Schritte
‚on „La Dedeu“ entfernt, auf einem Felde, benannt
„Podae“, in einer Urne zahlreiche wohlerhaltene Bronzeyegenstände
gefunden, von denen eine Hälfte in den
Besitz des Siebenbürger Museums- Vereines zu Klausengurg,
die andere Hälfte in die Sammlung des Nagy-Enyeder
(Strassburger) evangelischen Bethlen-Collegiums
zelangte.
Auch von den neuen Funden auf „La Dedeu“ sind
‚usgesuchte Stücke in die Sammlung des Nagy-Enyeder
Jollegiums gekommen, während der Rest, soferne es
nöglich war, ihn von den Ortsbauern zu erwerben, in
icn Besitz des SıGMunD REINER überging,
Von Waffen, Schwertern, Dolchen, Lanzen- und Pfeilspitzen
sind nur Bruchstücke in der Sammlung REINER.
Auf der Tafel des Originalberichtes, S. 12, sind 44
solcher Bruchstücke abgebildet. Von Streitkeilen mit
Schaftlappen und Schaftröhren (Palstäben und Celtes)
yesitzt die Sammlung REINER 20 wohlerhaltene und
‚53 Bruchstücke; typische Formen davon sind auf
Tafel S. 15, sub Nr, 15—46 abgebildet,
Eine grosse Zahl von abgenützten und gebrochenen
Messerklingen befindet sich ebenfalls in der Sammlung.
Die Tafel S. 17 bringt einige Abbildungen,
Bronzene Sicheln sind durch 237 theils wohlarhaltene,
theils gebrauchte Stücke vertreten. Die Tafeln
S, 19 und 22 zeigen verschiedene Formen derselben,
Bronzene Reifen besitzt die Sammlung REINER:
[4 Stücke gut erhalten mit Verzierung und 5 deryleichen
Bruchstücke. Ohne Verzierung ganze 4 Stücke
ınd ebenfalls 5 Bruchstücke.
Bronzene Armbänder gibt es 15 wohlerhaltene
Stücke und sehr viele Bruchstücke. Die Tafel S. 23
zeigt verschiedene Muster,
Auf Tafel S. 23, Nr. 7 und 10, sind Stücke von
»ronzenen Gürtelbändern abgebildet, doch wäre es
nöglich, dass diese Stücke nur Beschläge waren,
Entschieden Bruchstücke von Beschlägen sind auf
Tafel S. 17, sub Nr. 12—17 abgebildet. — Gürteljeschläge
in kleinen Stücken, auch Z mit Schliessenınden,
sind viele vorhanden,
Bronzenadeln, Drähte, Spiralen und Bronzefäden
zum Binden, Schnüren oder Heften von Gegenständen,
sowie bronzene Nägel ergänzen das Inventar.
Von Fibeln, Fingerringen und Perlen war merkzürdigerweise
keine Spur bei diesem Funde. Scheiben-