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Irei von Bäumen und Sträuchern gewesen ist. Es
konnten bisher auf dem Warischberge nur sieben Tumuli
öder deren Stellen constatirt werden, von denen
‚ünf geöffnet wurden,
III. Die prähistorischen Schanzwerke auf dem
Häuslerberge (Redoutenberg).
Parallel dem Rücken des Burgstalles, diesem
gegen Ost vorgelagert und von ihm durch den
Tatschigraben getrennt, zieht von Süd gegen Nord
der lange, schmale Rücken des 363 m hohen Häuslerberges
steil abfallend zum Krebsen- oder Wandorferbache
hin, woselbst er mit dem nördlich auf der
anderen Seite des Baches gegenüberliegenden „Mühlberge“
ein Defileg von circa 100m Breite bildet
“Siehe Fig. 190, S. 167.) Im Süden schliesst sich der
Häuslerberg mit mässiger Steigung an die Kammhöhe
der Oedenburger Gebirge vom Brennberg, Burgstall
bis zum Warischberge an und ist seiner ganzen Ausdehnung
nach von der nordöstlichen Vorschanze des
Burgstalles zu überblicken. Auf dem Rücken des
Häuslerberges befinden sich zwei Befestigungen; ein
im Fünfeck geschlossenes Schanzwerk in der Mitte
des Höhenrückens und zwei parallel laufende, den
Rücken durchquerende Schanzen mit vorliegenden
Gräben nahe bei dem gegen Wandorf im Norden
steil abfallenden Bergabhange.
Die Entfernung des Doppelwalles von der Hauptschanze
beträgt circa 700 m. Die Doppelwälle sind
aur 48—50 m lang.
Der Aussichtswarte des Burgstalles gegenüber, in
gerader Linie gegen Ost, jenseits des Tatschigrabens,
befindet sich das fünfeckige Schanzwerk des Häuslerberges;
die Längenseiten des Fünfeckes sind nicht
gleich, sie ‘sind nämlich 7, 8, 13, 12 und 95 m
lang. Der vorliegende Graben, welcher an deı
Sohle 2 m breit ist, liegt 3:8 m unter der Krone.
Dieses kleine Schanzwerk‘ heisst im Volksmunde
das „Blockhaus“; für dessen Zeitbestimmung
liegt jedoch gegenwärtig keinerlei Anhaltspunkt vor.
Anders verhält es sich mit dem nördlich gelegenen
Doppelwalle, von welchem der erste innere Wall an
der Krone eine Breite von 7m und eine Höhe von
3 m hat, wobei der vorliegende Graben 8 m breit
ist, während der äussere Wall bei einer Höhe von
5m eine Kronenbreite von 9 m besitzt, der vorliegende
Graben aber 9 m an Breite hat, so dass der
äussere Wall den inneren bedeutend überragt.
Die Doppelwälle schliessen in flachem Bogen den
nördlichen Theil des gegen Wandorf abfallenden
Zergrückens von dem gegen Süden aufsteigenden,
angen Hauptrücken ab. Beide Wälle sind aus Erde
ıufgeführt und lassen sich bei dem inneren derselben
3Brandspuren feststellen, Innerhalb dieses derartig von
lem Rücken isolirten Raumes sind acht Wohnzruben
vorhanden, welche noch einer genaueren
Jurchforschung harren,
Nahe gegen den westlichen Abhang zu wurde von
lem nach einwärts zurückgebogenen Ende des Walles
in Graben gezogen, der gleich auf Spatentiefe zahl-'eiche
Stücke von verschlackten Felsstücken darbot;
m weiteren Verlaufe der Arbeiten wurden Thonscherben
angetroffen, demzufolge hier eine grössere
Vohngrube erschlossen wurde, aus welcher
1ebst zahlreichen Fragmenten von > Thongefässen
zwei Spangen (?) aus Bronze, oben mit
3Zlutemail verziert, ferner zwei durchlochte
"honscherben, ein Spinnwirtel, Bruchstücke von
hönernen „Mond-Idolen“ und ein durchlochter Stein
szehoben wurden, Aus den Thonscherben konnte bisıer
nur eine henkellose Schüssel mit ausgebogenem,
vulstigem Rande aus rohem, grauem Thon hersestellt
werden, während dies bei einer Urne von
zrösseren Dimensionen mit aufgestülptem, wulstigem
Rande nur zur Hälfte gelang.
Diese Thongefässe tragen entschieden den
Sharakter der La Tene-Periode an sich, und sind
leren Scherben vollkommen identisch mit den aus
len oberen KErdschichten der Wohngruben auf dem
Zurgstall vorgefundenen, demzufolge man letztere
len Artefacten aus derselben prähistorischen Periode
zuzählen kann.
Specieller Theil.
Fundbericht über die Ausgrabungen des
Jahres 1890.
IL. Burgstall.
A, Tunmult.
Die Grabungsarbeiten im Jahre 1890 wurden
n der von dem Schanzwerke entferntesten, an die
‚ogenannte „Neuwiese“ grenzenden Hügelgruppe
jegonnen, welche aus 5 Tumuli besteht, deren zwei,
Ir. 2 und 5, bereits im Jahre 1887 erschlossen
wurden.
Zunächst in Angriff genommen wurde *)
1) Die aufgedeckten Tumuli sind in der Folge nicht
1ach der Zeit der Aufdeckung, sondern arithmetisch nach
len ihnen in der Karte beigelegten Nummern geordnet.