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des k. k. Hofmuseums in Wien, Herrn Joser Szom-3ATHY,
hievon verständigte und zur Besichtigung der
Ausgrabungen einlud, Derselbe kam dieser KEinadung
bereitwilligst nach und wohnte der am 17.
und 18. August stattgehabten Aufdeckung des
Tumulus Nr. 129 bei.
Das Erscheinen dieses Fachmannes war für die
weiteren Ausgrabungen von entscheidender Bedeutung;
denn auf seine gewichtigen Worte hin beschloss die
Commune, der Stadt Oedenburg für die weiteren Ausgrabungen
jährlich 200 fl. beizusteuern, mit welcher
Summe der Grund zu systematischen Forschungen
gelegt wurde.
Die Grabungen wurden daher im Jahre 1888
fortgesetzt, und im Jahre 1890 entschloss sich die
Wiener anthröpologische Gesellschaft, über erneuerte
Anregung ihres Mitgliedes Dr. Orro MünLer und
nach eingeholter Zustimmung der Direction des
Budapester Nationalmuseums, an den Ausgrabungen
theilzunehmen, Mit der Leitung dieser Arbeiten betraute
die Anthropologische Gesellschaft Herrn Doctor
Morız Hoxrnes, und nach dem Eintreffen desselben
wurden unter unserer gemeinsamen Aufsicht auf
Kosten derselben 17 Tumuli geöffnet, sowie Grabungen
am Walle des Burgstalles, ferner die Erschliessung
ainer Wohnstätte und zweier Hügelgräber auf dem
Warischberge vorgenommen,
Während dieser Zeit wurde durch Herrn BeLA
Sxorr, Realschulprofessor in Oedenburg, der auf Taf. IV
im verkleinerten Maassstabe reproducirte Situationsplan
des Burgstalles nach der Natur aufgenommen, Auf
demselben sieht man, dass der Tumulus Nr. 1 auf der
Neuwiese von dem ersten äusseren Walle 950 m entfernt
ist, was einer Viertel-Wegstunde gleichkommt.
In der Gruppirung der Hügelgräber zeigt sich kein
System; in den Plan sind 149 Tumuli aufgenommen
worden, doch ist deren Zahl bedeutend grösser; denn
196, oberflächlich oft kaum erkennbare Grabstellen,
Tumuli, wurden im Walde bisher gezählt, und die
Zahl jener, deren Oberflächenspur verwischt oder
verdeckt ist, muss der weiteren Durchforschung des
Terrains vorbehalten bleiben.
Bei Tumulus Nr. 104 des Planes (Taf. IV) erzeicht
der Waldweg, welcher von der Neuwiese zum
Walle führt, die sogenannte Teufelsbrücke, wo
sich die Vorschanze, ein Doppelwall, erhebt. Der demselben
vorliegende Graben hat am Grunde eine Breite
von 8 m, ist gegenwärtig noch 1:2 m tief und läuft
nördlich in den steilen Diebmannsgraben aus, wo auch
die 220 m langen Vorschanzen ihr Ende erreichen.
Die Höhe der ersten Vorschanze beträgt vom Boden
les Grabens aufwärts 4 m, die Länge ihrer äusseren
Böschung 8 m, die Kronenbreite 2:4 m und ihre
nnere Höhe 1:4 m. Dieselbe ist von Erde und
zwischenliegenden Geröllsteinen, wie sie der gewachsene
Boden dort birgt, aufgeworfen worden.
Der Graben vor der zweiten inneren Vorschanze hat
ım Grunde eine Breite von 3m; seine ursprüngliche
Tiefe ist jedoch heute kaum mehr zu constatiren,
ja sowohl durch Erdabrutschungen von den beiden
Schanzen, sowie durch Humusbildungen die Spuren
seiner einstigen Tiefe verwischt sind. Die äussere
Töhe der inneren Vorschanze beträgt heute noch
3 m, während die innere Böschung nur 0:6 m Höhe
ıufweist; die Kronenbreite der Schanze beträgt 2 m.
‚etztere ist ebenfalls aus Erde aufgeworfen, doch
st dieselbe stark mit Steinen durchsetzt. (Taf, IV,
ziehe oben Querschnitt a.)
Rechts vom Wege macht ein natürlicher Abhang,
ron aussen betrachtet, ebenfalls den Eindruck eines
Walles, dem auch ein Graben vorliegt; letzterer ist
ıber gleichfalls natürlichen Ursprunges und heisst
m Volksmunde „Teufelsgraben“. Jedenfalls be-<undet
die Anlage dieser Vorschanzen den entwickelten
3inn für die Ausnützung des Terrains zum Zwecke
ler Vertheidigung. Dadurch schufen sich die Anziedler
ein festes Thor, welches in der Breite von
>m offen war, innerhalb dessen sich der Weg, einem
Jefileg nicht unähnlich, zwischen den Bodenınschwellungen
durchwindet und zum Hauptwalle
zelangt. Die Entfernung zwischen den äusseren
Schanzen und dem inneren Hauptwalle beträgt durchschnittlich
36 m.
Dieser Hauptwall umgibt den ganzen Berggipfel in
ler Länge von rund 2000 m und schliesst ein Areal
zon nahezu 38 Katastraljoch oder 22 Hektaren ein.
Jerselbe passt sich überall den Bodenverhältnissen
ın und umfasst eine längliche Fläche von unregelnässiger
Form, deren grösste Länge von Südost
1ach Nordwest rund 900 m, die grösste Breite aber
ron Ost nach West rund 350 m beträgt.
Der Wall selbst ist nicht überall gleich; bald ist
ar höher und steiler, bald wieder niedriger, auch an
jer Krone ist er schmäler oder breiter, je nachdem
58 die örtlichen Verhältnisse verlangten, So ist z. B.
‚eine äussere Böschung vom westlichen Eingange
1ordwärts bis über den Durchschnitt @ hinaus durchvegs
sehr steil und die Länge der Böschung misst bis
‚53 m. Die Höhe der Schanze beträgt aussen 6 bis
5 m, die innere Höhe 1'5—1:7 m, die Kronenbreite