Hauses überging. Er ist aus irgend einer blätterigen
Masse hergestellt (Papier oder Leinwand) und sehr
realistisch mit vielen blutigen Striemen. Der Ein-Iruck
ist sehr unbehaglich.
C, a@ Alter Kachelofen, unten quadratisch, oben
ünregelmässiges Elfeck. Adler und Tulpen auf den
\cker- und Wirthschaftsgeräthen gefüllt: Heugabeln,
Mostpresse, Fässer u. s. w. Wir sahen einen „Schnee-:oaf“,
Die Schneereifen werden an die Füsse geyunden,
um im Schnee nicht einzusinken,
Von der oberen Laube führt eine Holzstiege in’s
„_Hinterdo“. Auch hier Wirthschaftsgeräthe. Wir
Fig. 138. Ein Feuerross.
Kacheln, Die Fenster mit Läden zum Zuschieben.
Das Gemach ist jetzt die „Arbeitskammer“ mit allen
Vorrichtungen zu Holzarbeiten.
D heisst die „Pfoffnkomma“, Es soll einmal
ein geistlicher Herr hier einquartiert gewesen sein.
Fig. 140. Ein hölzernes Schloss,
sahen Seile, die der Bauer selbst bereitet „aus Honif
ınd Küaschwonz“. Seitwärts ist das „Unterdach“
»ffen und mit einer Brüstung versehen, „der Gwondsong“.
Bei dieser Oeffnung lässt sich ein Balken
Fig. 139. Obergeschoss des Hauses Fischerndorf Nr. 23.
Das Schloss der Thür (Fig. 140) ist das typische
Holzschloss mit hölzerner Feder; von aussen wird
as mit eisernem Schlüssel geöffnet.
E enthält eine Menge Glasbilder. Den Schrank a
hat der Grossvater des Besitzers gemacht. Auf der
Thür, durch welche man eintritt, steht: „Johann
und Therese Kain 1870. db Schublade, in der der
Besitzer seine Documente verwahrt.
F, daselbst Stellage mit verschiedenen Utensilien.
Die ebenerdige Laube hat unter einer Fallthür
sinen Kellerraum, den der Besitzer „Erdäpfelgruabn“
nannte. Die Laube im ersten Stock ist mit allerlei
mit Rollen hinausdrehen, eine Art Krahn. Er gehört
zum „Bretta auffiwindn“. Eine Spitzhacke fand sich
hier vor, welche der Bauer „Berhomma“ nannte.
Bewohner: Heinrich Kain, 64 Jahre alt, Marıa
Kain, 58 Jahre alt.
Die Leute sind kinderlos. Ein Knecht und drei
Mägde bilden das Gesinde.
Nebengebäude: Vor dem Haus 1 Sechtlofen,
1 Brunnen, 1 „Holzhüttn“ mit angebautem Back-»fen,
1 Schweinstall. Sehr hübsch ist der alte „Stodl“,
An der linken Wand der Tenne ist eine Inschrift
‘vgl. Fig. 141).