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Full Text : Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 10=20.1890 u.Index 11/20.1881/90(1890)

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Warzenfortsätze klein. Vorderansicht:. ‚Gesicht
reit, Nasenbeine klein, breit, flach; apertura lang,
schmal, ihr unterer Rand verwischt, die spina nur
angedeutet. — Aus einer Felsenspalte (Waikaraka).
Nr. 443. Mann, beiläufig 40 Jahre alt; dicker
Schädel mit groben, sehr armzackigen Nähten.
Jbere Ansicht: Oval, Stirne schmal, Schläfen
wenig gewölbt, Hinterhaupt wenig sichtbar. Hinterhauptsansicht:
 Hoch-fünfeckig , Hinterhauptsschuppe
 fünfeckig, mässig gewölbt, mit undeutlicher
tuberos ext., aber 3 sehr deutlichen, parallelen
Muskelleisten. Untere Ansicht: Hinterhaupt
fachbogig, Receptaculum lang, flach; for. 0cc. sehr
klein, rhombisch; Condyli sehr klein, wenig hoch
und wenig convex; proc, pteryg. sehr breit; Gaumen
lach, Zähne an den Höckern abgeschliffen. Seitenansicht:
 Hoch, orthognath; Stirne etwas geneigt,
sehr hoch; Scheitel hinten rasch abfallend; Warzenfortsätze
 dick und kurz. Vorderansicht: Gesicht
schmal, Jochbeine angedrückt, Stirne glatt; Nasen-‚ücken
 scharf; apertura lang, schmal, ihr unterer
Rand verstrichen, die spina nas. aber deutlich. —
\us der Höhle Margotoroto.
Der Rauminhalt ihres Schädels (durch Ausfüllen
 mit Erbsen unter Controle des Ranxe’schen
Modellschädels bestimmt) beträgt im Mittel von 13
ur 1405 em®, freilich mit bedeutenden Schwankungen
(1220 bis 1630 em”) und gibt es darunter 3 mit 1220
vis 1290 cm®, ebensoviele mit 1350 bis 1390 cm’,
3 mit 1400 bis 1460 cm*® und 2 mit 1610 und
1630 cm*. Demnach ist der Maori-Schädel keineswegs
sehr geräumig, was auch B. Davıs bei 7 (1441 cm”),
lie er freilich etwas grösser findet, bestätigt; ihre
Schädelhöhle ist bedeutend kleiner als bei den
Marquesanern (16 & 1526 cm? B. Davıs) und Kanakas
64 5 1535 cm* B. Davıs) und steht selbst jener der
Neuhebriden-Insulaner (95 1427 cm* B. Davıs) noch
etwas nach,
Der horizontale Umfang misst durchschnittlich
509 mm (497 mm Min., 525 mm Max. an den Schädeln
mit den Extremen des Rauminhaltes), ähnlich, wie
bei B. Davıs (910 mm), jenem der Neuhebrideninsulaner
 (508 mm), gleichfalls weniger als bei den
zwei andern genannten Völkern (Kanakas 518 mm,
Marquesaner 520 mm) und ist überhaupt ein geunger.,

Die grösste Länge — 183 mm im Mittel bei
Schwankungen von 179 bis 192 mm — ist eine
;echt ansehnliche, welche die von B. Davıs bei seinen
Maoris (177 mm), sowie bei den Marquesas- (180 mm)

Neuhebriden-Insulanern und Kanakas (177 mm) ge-‘undene
 übertrifft,
Dafür besitzen sie die sehr geringe grösste Breite
‚on 136 mm (Max. 142 mm, Min. 129 mm), bei
3. Davıs 134 mm, womit sie nur die Neuhebriden-'nsulaner
 (129 mm) übertreffen, dagegen den Marqueıanern
 (139 mm) und besonders den Kanakas (142 mm)
\achstehen.
Ihr Breitenindex (743) reiht unsere Maoris den
Jolichocephalen ein, freilich an deren oberster Grenze
tehend, während B. Davıs für seine 7 Maori-Männer
len mesocephalen Index von 757, wiewohl in nächster
Jähe des unserigen, findet.
Mustern wir unsere 16 Schädel rücksichtlich des
Breitenindex, so ergibt sich eine auffällige Ueber-‚instimmung,
 indem der schmälste Schädel einen
‚olchen von 712, der breiteste von 776 besitzt, also
{er Unterschied zwischen den extremsten Formen
los 6‘4°/, ausmacht und alle diese Schädel entweder
n die Reihe der Dolicho- oder Mesocephali (je 8)
'allen. Dies spricht zweifelsohne für die Rassenr‚einheit
 des Untersuchungsmateriales,
Vergleichen wir sie mit den 3 oben erwähnten
Jölkern, so zeigt sich der Maori-Schädel schmäler
ıls jener der mesocephalen Marquesaner (772), breiter
ıls jener der dolichocephalen Neuhebriden-Insulaner
728), beiden jedoch, besonders den letzteren viel
näher stehend, als den brachycephalen Kanakas (802).
Uebergehen wir zur Schädelhöhe („ganze
Iöhe“ 139mm im Mittel, 130 mm im Min. und
52 mm im Max.), so fällt vor Allem deren bedeuende
 Grösse und Ueberwiegen über die Breite auf,
‚ine Eigenthümlichkeit, auch bei B. Davıs (142 mm),
welche sie mit den Neuhebridiern (137 mm) und Kanazas
 (144 mm) theilen, während beide Maasse bei den
Marquesanern vollständig gleich sind. Auch im Einzelnen
 ist die Mehrzahl dieser Maori-Schädel (9)
1öher als breit, 4 sind ebenso hoch wie breit, nur
3 niedriger.
Daher ist ihr Höhenindex (759) grösser als der
3reitenindex und wenn auch kleiner als bei den
zenannten Völkern (Maoris 802, Marquesaner 772,
NVeuhebridier 774 und Kanakas 813), doch ein hypsi-‚ephaler,
 freilich an der untersten Grenze der Hypsizephalie.

Im Einzelnen schwankt der Höhenindex von 718
vis 791 (um 7:3°/,), also etwas mehr als der Breitenindex.
 und gibt es darunter 12 Hypsi- und blos
} Orthocenhalı.
            
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