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Toromyslie KySic Dejsin& Ejpovie ÜCernä myt
(Palstab) (Armband) (Trense) ea (Armband)
Kupfer . . 92‘22% 91:48%, 89:52°% 90:75%, 87:63%o
Zinn . . 2. 715% 488% 879° 819% 11:38°%
Blei 2.0.00 — 2:29 v— — —
Eisen. . . 0:08% 0:02% 084% 002% 006%
Nickel. . . 019% 0‘88% Spuren 045% 088%
Es ist bezeichnend, dass bei allen diesen Stücken
jede Spur von Zink fehlt. _
Die Grabhügel der „Cernä myt“ bei Bukovec
scheinen eine sehr interessante Ausbeute zu versprechen.
Hoffentlich wird die Durchforschung derselben heuer
30 energisch und umsichtig fortgesetzt werden, wie sie
im Vorjahre begonnen wurde.
4, Herr Vietor Houdek berichtet über die Thätigzeit
des . |
Vaterländischen Museal-Vereines in Olmütz,
sowie über den Inhalt des VI. Jahrganges (1889) des
Casopis viasteneckeho muzejniho spolku v Olomouci.
Zeitschrift des vaterländischen Museal-Vereines‘ in Olmütz.)
Redacteur V, Hovpeg,
Einer freundlichen Einladung des Herrn Redacteurs
dieser Mittheilungen folgend, gebe ich hier einen kurzen
Bericht über den Inhalt des VI. Jahrganges (1889)
der Olmützer Museal-Zeitschrift sammt einigen Notizen
über die Thätigkeit des vaterländischen Museal-Vereines
in Olmütz im letztverflossenen Jahre. Es wolle dies als
sin Nachtrag und eine Vervollständigung jener Partie
des Jahresberichtes der Wiener Anthropologischen Gesellschaft
pro 1889 betrachtet werden, welche über die
Forschungsarbeiten in Mähren berichtet. ;
Vor allen übrigen anthropologischen Abhandlungen
dieses Jahrganges sei angeführt der Aufsatz des
Dr. HEeInrıcn WAnKeL: „Nakel und Pfiikaz in Mähren“
mit zahlreichen Abbildungen, Die Theilnehmer an dem
Wiener Anthropologischen Congresse im Jahre 1889
hatten Gelegenheit, die wichtigsten Fundstücke aus
liesen beiden Nachbargemeinden in der prähistorischen
Ausstellung zu sehen. Es sind dies vor Allem 8 kleine
Bronzeschüsseln, von denen einige mit einem Bronzenetze
— einzig in dieser Art — versehen sind. Sie
wurden in einer grossen bronzenen Ciste liegend aus
lem Grunde eines ehemaligen Teiches bei Nakel gehoben;
viele in diesem Moore steckende Pfähle lassen
larüber keinen Zweifel zu, dass wir es hier mit einem
mährischen Pfahlbaue zu thun haben. Ein in der Nähe
yefundener, schön geformter, eiserner Beilhammer scheint
als Zierwaffe gedient zu haben. In den Lehmgruben
zwischen Nakel und Pfikaz wurde ein weitläufiges
Brandgräberfeld aufgedeckt. Mehrere daselbst gefundene,
mit Spiralen, schraffirten Dreiecken, Buckeln u. s. w.
zierlich ornamentirte, ohne Drehscheibe angefertigte
Jrnen sind seinerzeit mit der WANKEL’schen Sammlung
n das k. k. Hofmuseum in Wien gelangt. Gegen Prikaz
zu breitet sich wieder ein Skeletgräberfeld aus, woselbst
3ronzeschmuck, Beinnadeln, Glas- und Beinperlen und
ein aus 7 an beiden Enden durchlöcherten Eberhauern
vestehender Halsschmuck gefunden wurde, Unter den
nier gefundenen Schädeln weist einer eine Resection
am Hinterhaupte auf.
Nicht minder interessant ist der II. Artikel des
ı)AROSLAVY PALLIARDI: „Ueber die vorhistorischen Denknäler
von Znaim“ mit einer Farbendrucktafel (der
. Artikel erschien im Jahrgange: 1888 dieser Zeitchrift),
in welchem die bei dem Baue des Zwangsırbeits-
und Armenhauses in Znaim im Jahre 1888
r‚emachten Funde beschrieben werden. Unter den sämmtich
aus freier Hand verfertigten Topfscherben fällt
ine Menge. gelb, roth, weiss und schwarz bemalter
Thonscherben besonders auf, wie sie in solcher Zahl
ınd mit so zierlichen vielfarbigen Ornamenten in
Mähren bisher nicht gefunden wurden, Diese Ansiedung
dürfte der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends
r, Chr. angehören. — Derselbe Verfasser spricht in
nem anderen Aufsatze die Ansicht aus, dass die anzeblichen
„Kopfkratzer“ viel wahrscheinlicher zum Einitzen
der Ornamente auf den Thongefässen gedient
ıaben, Eine Serie solcher Werkzeuge von Hradisko bei
<Fepic ist dabei abgebildet,
Conservator KLEMENT CErmÄK versucht in einem
\ufsatze: „Ueber die Charakteristik der einzelnen .präıstorischen
Epochen in Böhmen und Mähren“ die
yrähistorischen Alterthümer bestimmten Zeitperioden
‚uzuweisen. — Der Redacteur berichtete über den Anhropologischen
Congress in Wien 1889, wobei namentich
die Mähren betreffenden Vorträge des Dr. M. KriZ
iber seine Forschungen in den mährischen Höhlen und
les Prof, K, J, MASgaA über die Gleichzeitigkeit des
Menschen mit den diluvialen Thieren berücksichtigt
vurden. — Prof. J. KıvAya, welcher im Auftrage des
)lmützer Museal-Vereines im August 1889 in Pfedmost
lie Ausgrabungen leitete, stellt auf Grund seiner geoogischen
Wahrnehmungen eine neue, von den bisherigen
"heorien abweichende Hypothese in Betreff der Lagerung
ıer diluvialen Reste daselbst auf. — Der Redacteur
»erichtete (mit Illustration) über die Auffindung eines
3ronzeschmuckes mit zwei eisernen La Tene-Fibeln in
nem Brandgrabe bei Nämö6St (Bezirk Olmütz). —
N. AuGustTIN theilt mit, dass vor Jahren in dem Schutte
les Kellers eines Hauses in Konic ein grosses, mit
inem Loche im Boden versehenes Gefäss unter Umtänden
gefunden wurde, die darauf schliessen lassen,
ass dieses Gefäss als Brunnenverkleidung gedient
‚atte. — J. Ku6özrA beschreibt einige neue Burgwälle
m Bezirke Ung.-Brod (mit 1 Planskizze). — FuLor.
XOoUDELKA berichtete über seine prähistorischen Funde
n Raussnitz. — M. BrEJcHA spricht die durch mehrere
3elege begründete Vermuthung aus, dass viele alte
Zartersäulen die Stätte ehemaliger prähistorischer oder
rühhistorischer Friedhöfe bezeichnen. — Aus Anlass
jer Eröffnung des k. k. naturhistorischen Hofmuseums
n Wien brachte die Zeitschrift eine kurze Beschreiung
desselben (mit Ansicht), sowie der prähistorischen
Sammlungen,
Bei dieser Gelegenheit sei es auch gestattet, den
lahresbericht der Anthropologischen Gesellschaft über
Jie im Jahre 1889 vom Olmützer Museal-Vereine unter-10mmenen
prähistorischen Forschungsarbeiten noch mit