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stizio. Es findet nun thatsächlich ein (aus Strick gefertigter)
Knoten, ebenfalls gruppo, auch nodo di Salomone
geheissen (Fig. 20), auf See Verwendung, um
z, B. den bei Unwetter beschädigten Mast wieder festzubinden.
Dabei werden die vier auswärts stehenden
Üesen nach unten gespannt, wodurch die innere Oeffnung,
der eigentliche Knoten, sich fest zuzieht. Bei der
Anfertigung knüpft man die freien Enden des Salomonsknoten
mit ihren aufgelösten Fasern (der Aehnlichkeit
wegen piede di pollo genannt) zu einem Knoten zusammen
und bewirkt dadurch den Schluss des Ganzen,
Dieser Knoten soll nach Volksansicht dem gezeichneten
(Fig. 19) entsprechen, was, wie ersichtlich, nur in Bezug
auf die Kreuzform zutrifft. Ob Aberglauben sich
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Fig. 20. Der Salomonsknoten (Strick).
an diesen oder ähnliche Knoten anschliesst, habe ich
nicht erfahren, wäre aber denkbar.
Grimm (Mythologie) berichtet verschiedentlich von
Zauberknoten zur Erzeugung von Wind, so nach
BARTHOLOMÄUS ÄNGLICUS von 1360 aus Vinland; ferner
aus Lappland, Schleswig-Holstein u. A. Aufgefallen ist
mir schon früher, dass zusammengelegte Taue oder
Leinen, wie man auf Schiffen sieht, oft Verschlingungen
bilden, die mir nicht unähnlich erscheinen wollten
len verschlungenen Zeichnungen auf frühmittelalterlichen,
nordischen und arabischen Zierstücken? — Ob
auch der gordische Knoten etwas Aehnliches war? Sein
Name lebte früher, wahrscheinlich noch jetzt, in Deutschland
fort, z. B. am Rhein, als Bezeichnung „gordischer
Knoten“ für einen gewissen, mit Schlingen gezogenen,
nicht auflösbaren Knoten, angewendet bei Handarbeiten,
z. B. Häkeln, Filetarbeit, Strümpfestricken. Vielleicht
‚ässt auch das Wort: bestricken noch Vermuthungen zu.
3. Herr Prof, Karl J. Maska in Neutitschein übersendet
einen Bericht über
Ein viertes Jadeitbeil in Mähren.
Als ich im Sommer v. J. anlässlich einer Studienreise
in die an vorgeschichtlichen Funden so reiche
Umgebung von Gaya auch den mir befreundeten
Dr. MArtın KriZ in Steinitz aufsuchte, um mich
vezüglich gewisser Höhlenfunde in seiner reichhaltigen
ınd für die älteste Phase der mährischen Vorgeschichte
ıngemein wichtigen Sammlung zu orientiren, bemerkte
ch bei näherer Durchmusterung der postdiluvialen
)bjecte auf einer Tabelle mit geschliffenen Steinwerkzeugen
ein Flachbeil von jener charakteristischen,
schlanken, gegen das rückwärtige Ende sich stark ver-‚üngenden
Form, durch welche Jadeitbeile in der Regel
zekennzeichnet sind und sich von sonstigen Beilen aus
ınderen Substanzen schon äusserlich unterscheiden.
Zine genauere Besichtigung dieses Beiles an Ort und
Stelle liess zwar manche Bedenken offen, bestätigte
ndessen, soweit dies auf Grund nur oberflächlicher
Jntersuchung überhaupt möglich ist, die beim ersten
\nblick ausgesprochene Vermuthung, dass wir es wahrscheinlich
abermals mit einem Jadeitbeile mährischer
Provenienz zu thun haben,
Ich erbat mir dieses Beil behufs genauer Feststellung
des Materials von Dr. KiiZ, und dieser kam
Fig. 21 und 22. Das Jadeitbeil von Lösch in Mähren.
Nat. Grösse,
21. Vorderansicht. 22. Seitenansicht.
neinem Ansuchen nicht nur sofort bereitwilligst nach,
‚sondern schenkte mir später in grossmüthiger Weise
las Object selbst, so dass ich in die angenehme Lage
zam, dasselbe meiner Sammlung in Neutitschein ein-‚uverleiben.
Bezüglich der Fundverhältnisse des Beiles
heilte mir Dr. KriZ mit, dass dasselbe aus Lösch
»jei Brünn stammt, woselbst es auf einem Felde des
Aiedes Kopaniny ausgeackert wurde. Ich erlaube mir
ıoch den beachtenswerthen Umstand hervorzuheben,
lass diese Fundstelle, nördlich von dem genannten
Jarktflecken gelegen, sich in unmittelbarer Nachbarschaft
der Wallburg Stare zämky befindet, von
welcher schon aus früheren Zeiten, namentlich aber in
Folge wiederholter Grabungen in neuester Zeit, zahl-’eiche
prähistorische Funde, darunter auch römische
Münzen, bekannt sind.