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der ursprünglichen Anlage haben ebensowenig die
Skelet-Begräbnisse was zu thun, welche hie und da
gefunden wurden ; auch diese sind späteren Ursprungs.
(ndessen liessen sich doch auch Spuren von älteren
3räben constatiren, wo der alte Lössboden mit der
Ackerkrume abgegraben war; so an der mit einem
Sternchen bezeichneten Stelle auf v. HocHSTETTER’S
Längendurchschnitt Fig. 171, wo derselbe auch an der
Oberfläche Spuren eines solchen zu constatiren geglaubt
hat. Ob der auf seiner Zeichnung dicht südlich
vom Wirthshaus von Kuczorgö angegebene
Graben auch alt ist, muss ich bezweifeln; vermuthlich
ist dieser mit dem im südlichsten Theile der
Zeichnung gleichzustellen: es werden wohl eben
Jdiese zwei die eben erwähnten, muthmasslich aus
späterer Zeit herrührenden sein. Unter der nördlichen
Anhöhe sieht man auf v. HocHsreTTEer’s Durchschnitt,
wie der Lössboden mit der alten Ackerkrume auf
siner Strecke abgegraben ist; etwas Aehnliehes kann
man auch unter der südlichen Anhöhe sehen. Es
wird wohl dies sein, was berücksichtigt wurde, wenn
PıGorıNı in seinem Berichte sagt, dass man hier die
Hütten nicht in einem Bassin, sondern in zwei
»arallelen länglichen Gräben, also in zwei kleinen
Bassins angelegt habe, wo die Anhäufung der
Sulturreste so stark gewesen ist, dass man drei und
vielleicht noch mehrere Ansiedlungen, jede mit ihren
Pfahlreihen, nach und über einander, constatiren kann,
so dass eben an diesen Stellen jene Anhöhen gedildet
wurden.
Die Culturschichte, die, wie gesagt, in diesen
Anhöhen am mächtigsten ist — bis zu 4 Meter tief —
arstreckt sich noch bedeutend weiter; im untersten
Theile unter den Anhöhen wird sie dann am ältesten
3ein. Pıcorısnr glaubte zu bemerken, dass man
zwischen einem unteren Theile derselben, der durch
‚angsamere, allmälige Aufschüttung gebildet war, und
3äınem oberen Theile unterscheiden konnte, wo die
Brandspuren so stark waren, dass man eine absichtliche
Verbrennung der Wohnungen annehmen müsste,
um darüber auf neuen Pfählen eine höhere Etage
nit neuem Gerüst und neuen Hütten anzulegen;
wahrscheinlich meint er dann, dass man mehrere
solche Schichten mit unterem und oberem Theile
veobachten kann, eine für jede Etage während der
Dauer der Ansiedlung.
Vıircnow’s Beschreibung lautet etwas anders:
„Die Zusammensetzung (der Culturschichte) wechselt
begreiflicherweise in kurzen Entfernungen sehr
veträchtlich. Sowohl die Einschlüsse sind an den
änzelnen Stellen sehr mannigfaltig, als auch die Zutände
der Erdmassen. Insbesondere wechseln stark
‚ebrannte Thonmassen und Aschenschichten mit mehr
‚atürlichen Lagen, in denen jedoch Kohlen und zahleiche
Fundstücke: von menschlicher Arbeit enthalten
ind. An manchen Stellen bildeten Schalen von
Jnionen zusammenhängende Schichten, an anderen
viederum Fischschuppen und Gräten; an noch an-'eren
liegen förmliche Herde von gebranntem Gereide;
an einer Stelle zählte ich in kurzen Entferıungen
drei Brandherde von Thon über einander,
‘edenfalls kann ich nicht sagen, dass irgend eine
lurchgreifende Verschiedenheit tieferer und oberer
"‚agen erkennbar war. Ueberall dieselben Einschlüsse;
lie Thonscherben, obwohl unter einander sehr ver-‚schieden,
fanden sich bis in die grösste Tiefe von
zleicher Beschaffenheit, namentlich fehlten auch die
’eineren, geglätteten, schwarzen Stücke am Grunde
ılcht. Weder die Thierknochen noch die sonstigen
Tundstücke schienen in der Höhe andere zu sein,
ıls in der Tiefe.“ Er betont dann noch besonders
lie Einheit der Bevölkerung während der ganzen
Jauer der Besiedlung.
Unter den Artefacten sind die Reste von Thon-‚efässen
die am meisten hervortretenden. Mit unseren
’afeln ist zu vergleichen die Pl. VI in HAmpgeı’s
ıntiquitges prehistoriques sammt den vortreffichen
Holzschnitten in Vırcnow’s Bericht. Das Gefäss
‚c. VI, Fig. 3, mit zwei Hälsen ist eigenthümlich ;
‚benso sind zu bemerken die beinahe vollständigen
Zuckelurnen Fig. 8—9, die schon von Vırcnow mit
lem bekannten Lausitzer Typus verglichen wurden.
. VI, Fig. 2 zeigt eine ansa lunata, ganz wie
ınsere Fig. 35 auf Taf. IV; unsere vollständigen
Jeinen Henkelgefässe finden sich bei HamrzL wieder.
Tervorzuheben sind, was Vırcnow betont, die Einrücke
auf dem Untertheil einiger ganz roher Geässe,
als ob sie in einer Umhüllung von Stroh
‚der Binsen geformt worden wären. Bemerkenswerth
st auch die Decoration an unseren Fig. 25—26
Taf. II) [vgl. Vixonow’s Fig. 5] durch dicht nebeninanderstehende
Eindrücke eines Stäbchens, so dass
lie Oberfläche ein fischschuppenartiges Aussehen becommt.
Alle Thonwaare ist aus freier Hand gemacht.
Jie verschiedenen Arten von Scherben fanden sich
‚JJeichartig in allen Tiefen, wie Vıronow bemerkt;
ım Unterschiede zwischen den verschiedenen Tiefen
zu constatiren, würden wohl bedeutendere Auszrabungen,
als solche bisher vorgenommen wurden,
arforderlich sein. Von Thonsachen sind ferner zu be-