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Gesellschaft der Herren Vicedirector Anoır LINDNER
und E. VoLLGruBER durch zwei Tage vier in der
Mitte gelegene Hügel dieser Gruppe.
Nr. I. Ein vollständig erhaltener elliptischer
Jügel der fünften Reihe vom Bache, mit fünf dreissigjährigen
Kiefern bewachsen. H== 1m, U==205m,
D in 0—W = 7m, in N—-S==6m, Derselbe bestand
aus Lehm mit wenigen, eingestreuten Steinen,
Am Naturboden lag gegen Osten der Leichenbrand
mit wenig Kohle und mit nur vier Stücken kleinerer
Scherben, darunter ein einfaches unverziertes Randfragment
und ein dazugehöriges Bodenfragment aus
nit Kohlenstaub vermengtem sandigen Lehm, aussen
‘öthlich-gelb bestrichen. Keine Beigaben.
Nr. II. Ein wenige Schritte vom vorigen nordwestlich
entfernter, nahezu runder Hügel derselben
Reihe; in der Mitte ein wenig verletzt. H= 1:4 m,
U=26m, D in SO—-NW =8 m, in N0—SW = 75m.
[nnen mit einem Steinkern aus gröberem Gestein,
darunter viel Quarzit; am Rande des Steinkernes
auf dem Naturboden der Leichenbrand mit etwas
Kohle; auf einem Steine die grüne Spur eines Bronzezinges.
Sonst kein Fund.
Nr. III. Ein bei achtzig Schritte vom vorigen
nordwestlich entfernter runder, vollkommen erhaltener
Hügel derselben Reihe; mit fünf Kiefern bewachsen;
Gipfel rund. H= 12m, U= 252m, D in 0—W
= 8 m, in N—S 8 m. Derselbe bestand aus sandigem
Lehm, der Leichenbrand mit Knochenspuren lag in
ler Mitte am Naturboden. Ein Fragment einer kleinen
Urne mit auswärtsgebogenem Rande besteht aus
mit Kohlenstaub geschwärztem, sandigem, schwachygebranntem
Lehm; unter dem Halse verlaufen zwei
aingeritzte Linien und darunter ein aus drei Strichen
bestehendes Wellenornament; ein wahrscheinlich
dazugehöriges Bodenfragment ist 0:6 cm dick, Kin
Wandfragment von einem grösseren Gefässe ist 1 cm
lick, aus grobem, dunklem Lehm, innen und aussen
schwarz (nicht graphitisch). Sonst keine Beigaben.
Nr. IV. Ein bei vierzig Schritte vom vorigen
südwestlich gelegener elliptischer, vollkommen eraaltener
Hügel mit unversehrtem Gipfel in der
3. Reihe ; mit sechs Kiefern bewachsen. H= 09m, U
=25 m, Din SO-NW = "7:2 m, in N0—-SW=6:7m,
Derselbe bestand aus sandigem Lehm; in der Mitte,
3twa 0:45 m tief, zeigten sich die Spuren eines
Leichenbrandes und am Naturboden, nahe am südöstlichen
Rande, ein zweiter Leichenbrand. Keine
Scherben, keine Beigaben.
Auf Grundlage der vorstehenden Untersuchungen
ässt sich noch keineswegs ein endgiltiges Urtheil
iber diese ausgedehnte Nekropole fällen und dieselbe
nuss noch weiter durchforscht werden, wenn die
Tittel hiezu, bei wenig Aussicht auf ergiebige
‘unde, vorhanden sein werden. Doch glaube ich jetzt
'chon behaupten zu können, dass diese Nekropole,
ait Rücksicht auf das kleine Urnenfragment mit
Vellenornament, mit jenen aus Lomec und Bor bei
üb8)ie in Beziehung steht und gleichalterig ist mit
len Hügelgruppen von Plavnice bei Steinkirchen,
rom Silberberge bei Netolice, vom Neuthiergarten
»ei Frauenberg und von Klobäsna bei Weself, und
;twa dem 7, Jahrhundert n. Chr. angehört. In
lieser Zeit nimmt man in Böhmen als Nachwirkung
Fig. 154. Steigbügel von Tieboc. !/, nat. Gr.
ler sogenannten Völkerwanderung im Allgemeinen
zwar keine neuen Ansiedler, aber eine Verarmung der
ılten erbgesessenen, ackerbautreibenden Bevölkerung
wahr, welche wohl niemals von ihrer Scholle als
ain ganzes Volk gewandert ist.
2‘) Funde bei Neuhof (Novohrady), Umgebung
„von Laun.
Im Jahre 1878 wurde die alte Neuhofer Capelle
1eu fundamentirt, bei welcher Gelegenheit man im
ınstigen Burgwall die nachstehenden Funde machte:
nen elliptischen Bronzering, ein rundes Bronzeolechstück,
einen gläsernen Fingerring, einen Pferdezaum
aus KEisen, eine eiserne Axt. zwei eiserne