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zine Gemeinschaft mit den Chinesen zeigt. Wir müssen
and dürfen deshalb dieselbe als reinen, ursprünglichen
Typus ansprechen, der sich etwa folgendermassen charakterisirt:
Kleine, gedrungene, kräftige Gestalt von
unter 1600 mm Mittelgrösse, lange Arme, sehr kurze
Beine, sehr langer und breiter, mesocephaler Schädel
von sehr grossem Umfang mit hoher Stirn, ein prognathes
Gesicht, das 10°/, breiter als lang ist, mit
grossem Mund und ungemein kurzer, flacher und breiter
Nase mit grossen runden, meist nach vorwärts stehenden
Nasenöffnungen und breiter Nasenwurzel.
II. Die Malayen der Ostküste von Sumatra und die
von den Küsten Malaccas documentiren eine weit grössere
Verwandtschaft zu den Indiern als zu ihren Stammvätern
aus Menangkabau, sind also offenbar durch und
Jurch mit indischem Blut gemischt.
III. Die javanischen Völker stehen dem Urtypus der
Sumatraner viel näher als die eben erwähnten Malayen,
zeigen sich also weniger mit indischem, dagegen stärker
mit chinesischem Blut gemischt, und zwar die Javanen
mehr wie die Sundanesen,
Der Vortragende macht zum Schlusse die Bemerkung,
dass er ein grösseres Werk vorbereitet, in dem
die Messungen, auf welche diese Schlussfolgerungen
basiren, zur Publication gelangen sollen.
4. Herr Dr. Franz Boas in New-York ühersendet
3inige Bemerkungen über
Das Fadenspiel.
In der Besprechung von Dr. O. Fıyscm’s „Ethnologischen
Erfahrungen und Belegstücken aus der Südsee“
(pag. 214 dieser Mittheilungen) führt RıcHArnp
ANDREE einige Angaben über die Verbreitung des Fadenspieles
an und erwähnt, dass das Vorkommen bei den
Eskimos ganz isolirt und das Spiel vielleicht durch
Europäer eingeführt sei.
Diese Ansicht dürfte nicht zutreffend sein, da das
Spiel allen östlichen Eskimostämmen bekannt ist. Die
Figuren sind ausserordentlich mannigfaltig, doch, wie
es scheint, hat jede derselben nur einen beschränkten
Verbreitungskreis. So waren den Eskimos im Cumberland-Sunde
die von Klutschak (als Eskimo unter den
Eskimos, pag. 136) gegebenen Figuren unverständlich,
Beim Herstellen der Figuren ist nur eine Person thätig.
Das Spiel wird ajarorpok genannt; nach Petitot
‘Vocabulaire Francais-Esquimau, pag. 40) ist es am
Mackenzie bekannt und aller Wahrscheinlichkeit nach
wird es an der ganzen Küste des arktischen Amerika
gespielt.
Diese Ansicht wird besonders durch den Umstand
unterstützt, dass Fadenspiele auch an der ganzen Nordwestküste
Amerikas bekannt sind und auf gleiche Weise
wie bei den Eskimos nur von einer Person zur Zeit
gespielt werden. Die Tlingit, Tsimschian, Kwakiutl
spielen es, und der südlichste Punkt, an welchem dasselbe
mir begegnet, ist Comox auf Vancouver’s Island.
Die Art und Weise, in welcher das Spiel dort getrieben
wird, ist recht interessant. Während die Figur gemacht
wird, singt der Spieler einen zugehörigen Sang, welcher
yeschreibt, was die Figur darstellt. Manche dieser
‘iguren sind beweglich. So haben die Eskimos eine
Figur, welche zwei weidende Rennthiere in der Bewegung
larstellt, die Tsimschian haben den tanzenden Schananen,
die Comox (Catloltq) das Mink, das am Meeresıfer
entlang läuft. Das Spiel ist auch den selischen
Stämmen am oberen Fraser River und am Thompson
Aiver bekannt.
5. Herr Professor Dr. L. Karl Moser in Triest
jerichtet über einen
Grabfund bei Comen (Küstenland).
Es handelt sich um ein Skeletgrab, das mit zwei
zrossen Steinplatten zugedeckt und mit rohen Steinolöcken
umstellt war. Unter dem Kopf der Leiche fand
sich ein 13 cm langer Eisennagel.
6. Herr J. Krahuletz in Eggenburg berichtet in
ainem ausführlichen Schreiben über verschiedene
Urgeschichtliche” Funde und Fundplätze in Niederösterreich
welches wir im Folgenden auszugsweise mittheilen,
1. Gräber bei Stoizendorf nächst Eggenburg.,
Bei der Neupflanzung eines Weingartens am Fusse
les Stoizenberges wurden ca. 05 m tief 5—6 Skelette
zefunden, welche nebst Thongefässen und den bekannten
konischen Webstuhlgewichten, angeblich ohne Steinum-"riedungen,
doch auf Unterlagen von gebranntem Lehm,
jeigesetzt waren. Die Knochen wurden auf dem Ortsfriedhofe
wieder beerdigt, die Beigaben gingen verloren;
ıur ein Steinbeilfragment konnte Herr KrAnULETZ retten,
ir vermuthet jedoch an dieser Stelle ein grösseres
Gräberfeld, da auf den umliegenden Grundstücken zahlreiche
Wohngruben mit Thierknochen, Thonscherben,
\sche und Kohle vorkommen.
2, Aschengruben in der Nähe von Eggenburg.
Diese kommen sehr zahlreich vor und enthalten
neist Reste von den Mahlzeiten und vom Hausrathe
ler prähistorischen Bewohner. Mehrere derselben bei
>ulkau und Zogelsdorf erweitern sich konisch nach
ıbwärts von 1 m bis zu 1'80 m und sind 3 m tief, an
len Wänden gut geglättet und gebrannt. Sonst ist die
Tiefe. meist 1—2 m, wo nicht schon früher der Granit
ınsteht. Den Grund bildet eine gebrannte Lehmschicht;
3s sind also wohl Herdgruben. In einer jener erstarwähnten
Gruben soll einmal ein Skelet gefunden
worden sein. Zerstreute Steinwerkzeuge finden sich
ı1amentlich auf einer ausgedehnten sumpfigen Wiesenläche,
im Volksmunde der „See“ genannt, wo nach
Terrn KrAnULETz’ Vermuthung vielleicht ein Pfahlbau
jestanden haben könnte. Sonst sind in den meisten,
jisher nur durch Einzelfunde bekannt gewordenen Ortschaften
der Umgebung von Eggenburg nunmehr Wohn-»lätze
mit Feuerstellen ete. nachgewiesen. Die Nachlese
zon diesen Plätzen bewahrt Herr KRAHULETZ in seiner