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der ganzen Hallstätter Periode mit einer in den
prähistorischen Geräthformen auch sonst zu beobachtenden
Stabilität von dem knüttelförmigen Schaftende
gebildet — ein Umstand, der durch die Kostbarkeit
des Metalls hervorgerufen wurde und noch
den Vortheil des leichtern Transportes der doch
vielfach auf Handelswegen verbreiteten Bronzebeile
mit sich brachte, Dies ist der Grund, warum wir
horizontal durchbohrte Metallbeile, bei welchen die
Klinge nicht nur den Schnitt auszuführen, sondern
— durch ihre Wucht — auch den Hieb zu verstärken
hatte, erst in verhältnissmässig später Zeit antreffen,
Auch ist die bekannte La Töne-Axt, welche diese
Formenreihe eröffnet (Abbildungen s. bei OsBORNE,
Taf. XVI, 6, XVII, 1 und an den von ihm S. 57
Anm. citirten Stellen), relativ klein und stimmt
hierin mit unserem Typus, der nur noch schlanker
and zarter ist, überein. Warum sie deshalb mehr
als Werkzeug, denn als Waffe anzusehen sein soll,
wie ÖssornE meint, ist nicht recht klar. Zur Function
der letzteren war sie doch in jener Zeit eher geeignet,
als zur Aufgabe des ersteren, und für die verwandten
Stücke von Nassenfuss und St. Michael hat wohl
auch das Vorkommen derselben in Gräbern neben
anderen Waffen ein Wort mitzureden. Das Umgekehrte
möchten wir für die Beile von Idria bei Baca
im Küstenlande schliessen, sowohl aus dem Vorkommen
neben anderen Werkzeugen, als aus formellen
Gründen. Diese letzteren Beile sind an Gestalt
den unserigen ähnlich, nur viel plumper, grösser und
schwerer; sie sind zudem mit Hammerflächen auf
dem Rücken ausgestattet. Ein bei Untersemon an
der Rjeka in Innerkrain gefundenes Stück unterscheidet
sich nur durch die schienenförmige Bildung
des Rückens von den Beilen aus St. Michael. Das
jetztere Detail tritt bekanntlich bei ungarischen
Bronzebeilen, sowie später bei frühgermanischen
Zisenäxten häufiger auf, Die aus griechischen und
atrurischen Bildwerken bekannten Streitäxte haben
durchaus ganz andere Formen. (Nahe kommt dem
La Töne-Beil nur die Darstellung auf einem Cäretaner
Wandgemälde bei Noel des Vergers, Etrurie NIT, 2, 3.)
Ueber Herkunft und Verwandtschaft unseres Typus
ein Urtheil zu wagen, wäre somit verfrüht, ‘doch
dürfte sich vielleicht bei weiteren Funden ein Zusammenhang
mit den in der Bronzezeit Ungarns
gegebenen Analogien herausstellen.
e) Messer (3 Stück). Das erste (11cm lang, Spitze
abgebrochen, Taf. IV, Fig. 7) zeigt die charakteristische, nach
abwärts gekrümmte Form bei mehr oder minder schmaler
Xlinge, welche in krainischen Grabfeldern ungemein häufig
'orkommt, das zweite (14 cm lang, Taf. IV, Fig, 8) die sel-‚enere
Gestalt einer breiten, geraden Klinge mit geflammter
Spitze; das dritte ist stark beschädiet und dem zweiten
ihnlich.
JS) Fibeln (Fragmente von 9 Stücken Hm., von 2 Stücken
Ng.), Obwohl sämmtlich charakteristische La Töne-Typen,
zeigen sie untereinander starke Abweichungen. Fig. 15
‚Taf. V) zeigt einen verhältnissmässig kurzen, hochgeschwunzenen
Bügel (der Kopf und das Ende des Schlussstückes
'ammt der Nadel fehlen), Fig. 16 (ibid.) einen ungemein
lachen, langgestreckten Bügel mit einem fast bis zum Kopfe
;urückkehrenden Schlussstück, der Nadelhalter und ein Theil
ler Spirale sammt der Nadel fehlen, Fig. 17 einen kreis-Örmig
geschwungenen Bügel mit ähnlich gebildetem Schluss-;tück
(die beiden Enden und die Nadel fehlen; auffallend
st an den beiden letzteren Stücken die starke kolbige Verlickung
des Bügels unmittelbar vor dem Uebergang zur
)pirale). An Fig. 10 (Taf. IV, Wg.) ist die Stärke und Lage
les Schlussknopfes, an Fig. 18 (Taf. V, Wg.) die dreifache
Spiralwindung an jeder Seite des Bügelendes bemerkenswerth.
\ndere Fragmente stammen von den Kopftheilen ähnlicher
“ibeln und zeigen entweder je eine grössere oder eine Anzahl
kleinerer (wulstförmiger) Spiralwindungen beiderseits des
Fig. 592,
»beren Bügelendes, Im Ganzen sind es dieselben specifischceltischen
Formen eiserner Fibeln, welche in Krain bisher
1amentlich aus den Gräbern von Nassenfuss zahlreicher
ewonnen wurden,
9) Halsringe (mehrere Bruchstücke). Zweierlei Formen:
lie eine (Taf. VI, Fig. 24) bestand aus einfachem, 3 mm
lickem Eisendraht, welcher an den Enden flach zugeschlagen
ınd nach auswärts eingerollt war, die andere (Taf. V, Fig. 20)
‚us einem ebensolchen Draht, welcher doppelt genommen,
im Ende zu einer kreisrunden Schlinge zusammengebogen
.nd dann zopfförmig geflochten wurde. Die Endschlinge ist
’reitgeschlagen und ebenso wie die obersten Drahtwindungen
lurch Kerben verziert. Auf diese, wie auf keine andere Art
ron Halsringen, passt der Name „torques“, welchen die
Römer dem von keltischen Kriegern getragenen Halsschmuck
zegeben haben. Erhalten sind ausser dem abgebildeten noch
nige längere, aber stark verrostete Bruchstücke.
h) Grosse (Ketten-?) Ringe, kreisrund (4 Stück von
3‘5—4'2 cm Durchmesser, 1 kleineres von 2:7 cm Durchmesser.)
i) Scheibenförmiger Ring (s. die obensteh. Fig. 52
in %/,), Durchmesser 62 cm, des Mittelloches 1‘5 cm, rückwärts
lach, vorn durch einen um das Mittelloch laufenden 5 mm
ıohen Wulst profilirt. Bestimmung fraglich.
k) Fragmente diverser Gegenstände: 1. von einer
ünfzinkigen flachen Gabel, 2. vom Beschlag einer Dolch- oder
Schwertscheide (dünner Eisenblechstreifen, zu einem ovalen