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1 Thonflasche mit Henkel (Taf. I, Fig. 4), roth, mit
mässig gewölbtem Bauch und kurzem Hals.
H = 139, D= 107, b = 54.
1 Dreifussschale mit Deckel, (Taf. II, Fig, 42), grau.
Die Schale ist flach gewölbt, mit 3 eingeschnittenen Stufen
umzogen und hat einen verengten Rand.
X = 85, D= 176.
Der niedrig-kegelförmige Deckel trägt am Gipfel einen
flachen Knopf, um welchen mit einem Punktirrädel fünf
Umgänge einer punktirten Linie eingezeichnet sind. Der
Rand greift über jenen der Schale. ohne einen eigentlichen
Falz zu bilden.
D= 181, H= 6
Scherben einer Dreifussschale, Frh, ähnlich mit Fig. 49,
Taf, II; dünnwandig.
Gemeinde Pistorf. Distelhofwald.
Auf einem nach Osten abfallenden Gehänge in
dem herrschaftlichen Distelhofwalde wurde gelegentlich
einer im Frühsommer 1882 vorgenommenen
Waldrodung durch die Arbeiter eine ziemlich erhaltene,
32 cm lange, spitz zulaufende eiserne
Schwertklinge, welche mit der Spitze nach aufwärts
stand, ferner etwa 150 Schritte davon entfernt ein
oreites Hufeisen und in einem nahen Holzwege durch
len Wirth GseLLMmAnnN das schwärzliche Ausgussstück
3aines Thonkruges, so wie die schneckenförmige
Verzierung eines röthlichen Thongefässes vorgefunden,
welche Gegenstände Rapımsky erhielt und dem Grazer
Joanneum übergab.
Eine Besichtigung der Localität ergab, dass
Jaselbst noch drei, durch Abschwemmung stark abzeflachte
Tumuli erkennbar sind, deren Zahl früher
wahrscheinlich eine grössere war, und dass sich an
der Fundstelle des Eisenschwertes auch ein Tumulus
befunden haben dürfte, weil daselbst eine kleine,
rundliche Brandstelle von 40 und 60 cm D. aufgedeckt
und einige Bruchstücke einer kleinen Thonarne
vorgefunden wurden.
RapımsKy liess die drei Tumuli, leider jedoch
nıt ungünstigem Erfolge. durchgraben.
Tumulus Nr. 1. D=— 13:8 m, H= 115m.
Dieser Hügel zeigte keine Brandschichte, sondern
aur in seiner ganzen Masse verstreute Holzkohlenstückchen,
ähnlich den beschriebenen Tumulis in
Untergreith. In einer Tiefe von 30 cm unter der
Kuppe kamen verstreut einzelne Scherben von
mindestens 4 Thongefässen römischer Form, darunter
ein röthliches auf der Scheibe gedreht, sonst jedoch
gar nichts Anderes vor.
Tumulus Nr. 2 und Nr. 3.
Beide Hügel waren noch mehr abgeflacht als
ler vorhergehende, so dass ihre Durchmesser und
Höhen nicht mehr gemessen werden konnten. Wie
Nr. 1 enthielten sie viele in der Masse der Anschüttung
vertheilte Kohlenstückchen und fanden
sich in Nr. 2 etwa 15 cm tief mehrere kleine
Scherben von 3 verschiedenen Thongefässen und in
Vr. 3 gleich seicht zwei schwärzliche Thonscherben
öhne weitere Beigaben vor.
Nachdem keine Spuren auf eine frühere Oeffnung
ıindeuteten, dürften diese drei Tumuli nicht für
Zrabhügel zu halten sein.
Gemeinde St. Andrä. Hannsjörgelwald.
Oestlich von der Pfarrkirche St. Andrä finden
;ich in dem Walde des vgo. HanssörcGen theils auf
ler ebenen Hochfläche, theils an einem gegen NO.
‚erichteten Abhange 66 Tumuli vor, von welchen
ıöchstens 30 noch intact sind. Vier derselben wurden
lurch RapımsKr untersucht.
Tumulus Nr. 1. D= 90 m, H= 18 em.
In der Nordhälfte des Hügels wurde eine rechtckige
Kammer aus schön zugearbeiteten Gneiss-»latten
angetroffen, deren Deckplatte 90 cm tief
nter der Kuppe lag, und deren längere von SO.
;egen NW. gerichtete Seitenplatten Falze für die
)uerplatten besassen, was bisher noch bei keiner
>Jattenkammer beobachtet wurde.
Die äusseren Dimensionen der Kammer waren:
= 110, Br. = 100, H == 92, die inneren, lichten dazegen
L = 95, Br. = 87 und H = 79, wobei die
Stärke der Seitenplatten 6—-8 cm, jene der Deck-»latte
8 cm und endlich jene der Bodenplatte 5 cm
jetrug.
Nach dem Abhube der Deckplatte zeigte sich die
Xammer mit feinsandiger Erde angefüllt, welche in
50 cm Tiefe einzelne Knochensplitter ohne Kohlen
anthielt. Unmittelbar auf der Bodenplatte lag ferner
ine 10 cm starke Leichenbrandschichte mit vielen
<nochensplittern, in welchen eine schief gedrückte
Jreifussschale ohne Deckel vorkam.
H= 8, D= ca 14, f= 85, hf=3.
Ferner wurden aus dieser Brandschichte die
Scherben eines schwach gebrannten grauen Henkelzruges
und einer grauen Schale gehoben.
An die südwestliche Seitenplatte schloss sich
ıuswendig im Horizonte der Bodenplatte eine 8 cm