a
EZ
an den rundbauchigen Gefässen; reifen- und mäanderähnliche
Ornamente, welche theils durch nebeneinander
eingedrückte Punkte oder Kreise, theils durch kleine,
nebeneinander aufgesetzte, runde, hohlköpfige Bronzenägel
gebildet sind, an verschiedenen hochhenkeligen
und auch an mehreren konischen Gefässen; endlich
rundumlaufende Reifchen, deren Zwischenfelder abwechselnd
roth und schwarz gefärbte Bänder bilden,
an mehreren rothen, konischen Gefässen,
Es lassen sich unter den hier angeführten Gefässen
nach den Gesichtspunkten der Technik und Ornamentik
zwei Gruppen bilden. Zur ersten, in welcher sowohl das
Material als auch die Ausführung roher und die Verzierung
einfacher ist, wären die breiten, flachen Schalen
und die diekbauchigen Gefässe, zur zweiten die feiner
gearbeiteten hochhenkeligen und die konischen Gefässe
mit ihren vorgeschritteneren Formen und Verzierungen
zu rechnen. Es liegt nahe, letztere für jünger anzusehen,
aber ihre Vertheilung auf dem Grabfelde gibt
hiefür keine weiteren Anhaltspunkte. Bis jetzt lässt
sich nur ersehen, dass die der zweiten Gruppe zugewiesenen
Gefässe vorwiegend in den grösseren und
reicheren Gräbern anzutreffen sind.
Als Besonderheit ist noch eine 164 cm breite,
7‘5 cm hohe griechische Schale (Kylix) mit sehr niederem
Fuss und schief nach auswärts gerichtetem Randtheil
zu erwähnen, welche in einer grossen Urne (Grab
Nr. 1068) gefunden wurde und offenbar ein aus einer
zriechischen Colonie importirtes Stück ist.
Ausser den Thongefässen besitzen wir noch 2 kleine
Holzschälchen von der Form der Thonschälchen mit
hohem Henkel und 14 Bronzegefässe. Unter diesen sind
12 einhenkelige Situlen (10 Stück ganz glatt, 2 mit
schmalen, durch dünne Reifchen abgegrenzten Zonen
auf der oberen Hälfte der Mantelfläche), 1 glatte cylin-Irische
Ciste und 1 „Ciste mit Reifen“,
Die beigegebenen Schmuckgegenstände sind
aus Bronze. Die wichtigste Rolle unter ihnen spielen
die langen, geraden Gewandnadeln und die Fibeln.
Unter den ersteren ist die von dem Grabfelde von
Hallstatt bekannte Formenreihe, von Nadeln mit einem
zum einfachen Oehr aufgerollten Kopfende bis zu solchen
mit vielknotigem Kopfe, vollständig vertreten. Auch
Vorstecker aus Bronze oder Bein zum Schutze der
Spitze kommen vor. Die Länge varlirt zwischen 10 cm
ınd 36 cm.
Von den Fibelformen sind hervorzuheben:
Die Doppelspiralfibel (Hallstätter Fibel, Brillenfibel),
in der Regel ohne der 8förmigen Schlinge zwischen
den beiden Spiralen.
Die halbkreisförmige Fibel (Bogenfibel) mit glattem
Bügel. Der breite Fuss theils unmittelbar, theils mittelst
ziner einfachen Schlinge an den Bügel anschliessend,
Die Bogenfibel mit geknotetem Bügel, wie die vorige
häufig; die Knoten manchmal kugelförmig, meist aber
scheibenförmig und auch bis zu kleinen Rippen verschmälert.
Mehr als die Hälfte dieser Fibeln — und
zerade immer nur Fibeln dieser Form — ist mit Anhängseln
behängt. Gewöhnlich sind mehrere glatte
der gekerbte Fingerringe, 1 bis 4 kugelige Anhängsel
Zu]
ron circa ]!/, cm Durchmesser und eine kleine, zum
ıuszupfen des Barthaares geeignete Pincette von 5 bis
7 cm Länge beisammen.
Eine Fibel mit sichelförmig verbreitertem Bügel,
ın dessen Peripherie mittelst kurzer Kettchen kleine
lreiseitige Klapperbleche befestigt waren,
Die Schlangenfibel kommt in beträchtlicher Anzahl
‚or, und zwar immer in der typischen Form mit langem
*uss, ohne Nadelspirale. Der Bügel ist theils schmuckos,
ohne irgend einer Verzierung an den Knickungs-‚tellen,
theils mit Hörnchen und angenieteten Rosetten
seschmückt,
Fibeln mit verdicktem, einfach gekrümmtem Bügel
ınd langem Fusse. Bei einigen derselben ist der Bügel
nit Bernstein überkleidet. Bei kleineren Exemplaren
'ieser Formenreihe ist der Bügel oft wenig verdickt
ınd nur oben und unten gekrümmt, so dass sein Mittelheil
parallel und nahe neben der Nadel herabläuft.
Die grösseren Exemplare dieser Reihe gehen unmittelbar
n die
Kahnfibel über, von welcher wir Stücke bis zu
'8°5 cm Länge besitzen.
In geringer Zahl kommen Paukenfibelchen und verschiedene
Nebenformen der Kahnfibel vor.
Fibeln mit bandförmigem, mässig gekrümmtem Bügel,
angem, mit einer Kugel abgeschlossenem Fusse und
;hne Nadelspirale. An der Uebergangsstelle des Bügels
n die Nadel ist ein kreisrundes Scheibchen angebracht.
Certosafibeln in grosser Anzahl, Zunächst. solche
‚on der typischen Form, mit dickerem und auch mit
zanz flachem Bügel; dann grössere, bis zu einer Länge
‚on 16 cm gedeihende Formen, wie sie in St. Michael
jei Adelsberg in Krain häufig sind, mit ziemlich dickem
Zügel, welcher unter der aus zwei Windungen besteıenden
Nadelspirale einen ziemlich grossen, kugeligen,
neridional gekerbten Knopf trägt; endlich Certosaırmbrust-Fibeln,
zweigliederig, mit langem Spiralen-‘heil
und unterer Sehne, in den betreffenden Gräbern
stets paarweise vorhanden.
Diese Fibeln umfassen also so ziemlich die ganze
Tormenreihe der Hallstätter Periode. Es ist jedoch bei
hnen bisher ebensowenig wie bei den Thongefässen
zelungen, nach irgend einer Richtung hin eine räum-‘iche
Sonderung oder Gruppirung der einzelnen Formen
nach verschiedenen Abtheilungen des Grabfeldes herauszufinden.
Von anderen Schmucksachen sind zu erwähnen:
Einfache Fingerringe vom Typus unserer Eheringe,
mit einer Breite von 0°3 bis 1°2 cm, theils glatt, theils
yerippt oder mit Zickzackfurchen verziert.
Runde, geknotete Halsreifen mit ziemlich weit von
ainander abstehenden, zu Oehren aufgerollten Enden.
Sehr selten finden sich — im Gegensatze zu den
xrainischen Fundorten — Arm- und Ohrreifen und
Jürtelbleche, Ebenso kommen Perlen, und zwar sowohl
xlas- als auch Bernsteinperlen, nur vereinzelt als
yrosse Seltenheiten vor.
Ein einziges der bisher geöffneten Gräber enthielt
Waffen. Es war das mit Nr, 45 bezeichnete Grab.
3s hatte keine Deckplatte. In einer Tiefe von 40 cm