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rakte des Stromes und der Nebenflüsse verhindern
jedoch jeden Verkehr und die Canoes werden nur
zu Ueberfuhrzwecken benützt.
Die Hausthiere der Bakongo sind Hunde, Katzen,
Ziegen, Schweine, Hühner, seltener Tauben und Schafe.
Die Hunde gehören der gewöhnlichen centralafrikanischen
Art mit windhundartigem Habitus an, kurzhaarigem,
glattem Fell, steifen Ohren und sind meist
von gelbbrauner, weiss gescheckter, seltener schwarzer
Farbe. Sie werden von ihren Herren nicht ernährt,
sind daher meist von skeletartiger Magerkeit und
nähren sich fast ausschliesslich von menschlichen
Excrementen. Es sind ekelhafte, heulende Geschöpfe.
Den männlichen Hunden pflegt man euterartige Holzklappen
anzubinden. Katzen sind selten. Die Ziegen
Die Haupteulturpflanzen sind Maniok, Grundqüsse
und Oelpalmen; ausserdem werden auch viel
Bohnen, Bananen und süsse Kartoffeln, seltener Mais,
Tams, Taro, Zuckerrohr, Tabak, Hanf und Kola anyxebaut.
Maniok wird meist durch Einpflanzen der
Vurzelstöcke oder einzelner Stecklinge angebaut.
\m Congo gedeiht meist die bittere Varietät dieser
öflanze. Obwohl es in Lehrbüchern der Botanik heisst,
lass Maniok im rohen Zustande giftig sei, essen ihn
lie Eingeborenen, und habe ich selbst mit meinen
‚euten gar oft die weissen, milchigen Wurzelstöcke
anbeschadet roh gegessen. Der Maniok wird manchnal
zum Genusse einfach abgekocht, hauptsächlich
jedoch zur sogenannten Kikwanga oder kurzweg
Kwanga verarbeitet. Um dieses Hauptnahrungsmittel
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Fig. 19. Hütte der östlichen Bakongo und der westlichen Bateke.
sind kurzhörnig, glatthaarig, schwarz und weiss
geblässt, kurzbeinig und von untersetzter Gestalt. Sie
sehen meist wohlgenährt aus und werden des Fleisches
halber gehalten. Die Milch wird nicht benützt. Schweine
brifft man in vielen Dörfern; sie sind langbeinig, mit
langen Rüsseln, von schwarzer Farbe und recht wohlschmeckend.
Die kleinen mageren Hühner sind überall
reichlich; dagegen sah ich Tauben nur in der Gegend
von Isangila.
Manche Bakongostämme 'essen mit Vorliebe dicke
weisse Maden, die in den faulenden Blattdächern
leben, sowie weisse Ameisen und Termiten. Auch
Frösche und Spitzmäuse, an Stäbchen gebraten,
werden nicht verschmäht. Dagegen empfinden alle
Bakongo vor Cannibalismus einen heftigen Abscheu.
zu gewinnen, wird der reife Wurzelstock geschält
ınd längere Zeit im Wasser aufgeweicht. Zu diesem
Zwecke werden öfters kleine Einzäunungen in den
Zächen angebracht. Hierauf wird der Wurzelstock
n der Sonne getrocknet und zerfällt zu einer schneeweissen,
mehligen, faulig riechenden Masse. Diese
wird mit Wasser geknetet, abgekocht, in Würste
der Laibe geformt und in Bananenblätter eingeschlagen.
Die Kwanga ist dann eine zähe, graue
Masse, deren Geruch zwar nicht sehr angenehm ist,
lie jedoch entsprechend behandelt, selbst für den
Europäer geniessbar wird. In Palmöl gebratene
Xwangaschnitten sind sogar ein sehr gutes Gericht,
Die Grundnüsse (Arachis hypogaea), welche auch
n sterilen Gegenden gedeihen, werden geröstet oder