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Full Text : Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 6=16.1886

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richte“ aus der Launer Gegend beschrieb. Nur. besitzen
 wir hier detaillirtere Angaben über Zahl und
Vertheilung derselben, und gelangen so zu einer
wenigstens beiläufigen Vorstellung einer ganzen neolithischen
 Ansiedlung oder eines Dorfes,
Der beigedruckte Situationsplan (s. Textfigur 7)
zeigt die Vertheilung der Hüttenreste, wobei die Lage
Jer grösseren genau aufgenommen erscheint, während
die kleineren nur beiläufig eingezeichnet sind. Die
Zahl der grösseren Stellen ist 6, die der kleineren
beiläufig 25; wie viel ihrer bei der Anlage des Meierhofes
 zerstört wurden, ist nicht bekannt; sicherlich
Jürften sich dieselben nach dieser Richtung hingezogen
 haben, wie der erwähnte Fund im Meierhofe
beweist (s. Plan Nr. 6). Es sind also im Ganzen

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sender Platz (4), wo besonders halbangebrannte Lehm-‚tücke
 bis zu einer Tiefe von 60 cm vorkamen; bei
‚5m Entfernung von hier liegt in südöstlicher Richung
 ein rundlicher Platz von 8—9 m im Durchnesser
 (5), in dessen nördlichem Theile besonders
nel Thierknochen, im südlichen Theile dagegen
Menschenknochen vorkamen. Die anderen kleineren
lunklen Stellen von 20—0:5 m? liegen in der Mitte
erstreut und dürften sich einstens bis zu jener Stelle (6)
m Hofe des Meierhofes erstreckt haben, auf welcher
m Jahre 1873 ein alter, bauchiger Topf gefunden
vurde mit einer Oeffnung von circa 8 cm im Durchnesser
 und einem ebenso grossen Boden, der jedoch
zwischen den Händen zerfiel (also schwach gebrannt
war). Die grösseren dieser Reste einstiger Wohn-—



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Fig. 7.
Plan der neolithischen Ansiedlung. Krp bei Repin.
Reste von circa 30 Hütten vorhanden; es dürften stätten, vielleicht die tieferen, sind mehr erhalten;
ihrer aber vielleicht 40 gewesen sein. Jie kleineren oder vielleicht seichteren wurden durch
Im Norden befindet sich ein grösserer Ring (1), len Pflug und wahrscheinlich auch durch Regen-58
 m N—58 und 53 m 0—W im Durchmesser. Das In- wasser abgetragen, so dass nur mehr kleine Flecken
nere desselben besteht aus gelbem Lehm; der Kreisring orhanden sind. Die schwarze Erde ist gegen die
selbst besitzt eine Breite von 50—120 cm und ist ?änder des Feldes abgeschwemmt worden. An allen
mit dunkler Erde ausgefüllt, in welcher am nörd- liesen Stellen würde man bei Tiefgrabungen Reste
lichen Umfange das grosse Steinbeil gefunden wurde. on Gefässen, Steinartefacten, Knochen etc. vorfinden.
Von diesem Ringe in südwestlicher Richtung bei edenfalls scheinen auch die Hütten eine verschie-76m
 entfernt befindet sich eine grössere dunkle _lene Grösse besessen zu haben. Der grosse, nördlich
Stelle (2) von circa 25m®, wo sehr viele Gefäss- zelegene Kreisring aber dürfte wahrscheinlich zu
scherben herausgeackert wurden; weiter eine etwas Dultus- oder zu andern gemeinschaftlichen Zwecken
kleinere Stelle (3), wo ebenfalls viele solcher Reste zedient haben und war wohl ringsherum eingezäunt.
vorkamen; südöstlich von hier und bei 857m von Da die Lehmstücke deutlich Abdrücke von rundem
Nr. 2 entfernt, lag ein eckiger, bei 5—6 m? umfas- Iolz und einer kleinzertheilten pflanzlichen Substanz
            
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