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Hl. Die Brachycephalen.
Sie sind 15 an Zahl (Maasse auf Tab. IX, Nr. 12—26)
Es zeigen
äöinen Längenbreitenindex von 80:5—80'9
„ 814—81'9
„ 82'3—82'9
„ 883—839
„ 841—84 7 .
Die wichtigsten Maasse -
Minimum Maximum Mittel
Länge .. . . . 169 192 179 (exel. Nr. 17 u. 18)
Breite . . . . 1389 160 148 („ »„ 1718)
Höhe. . . . . 12 140 129 („ » 17,18)
Horizontalumfang 491 560 522 („ »„ 17, 18)
L.:B. 2.0... 805 847 881( „ „ 17,18)
LH. 20.0. . 695 76:1 721 ( » » 17,18)
B.:H. . „818 2929 87T4A( — „ 1718)
Alle schmales Obergesicht und leptoprosop, 2 mesorrhin,
4 leptorrhin, 2 chamaekonch, 4 mesokonch, 2 hypsikonch;
bei den übrigen nicht feststellbar.
IV. Die Hyperbrachycephalen.
Nur 2 Schädel (Nr. 27 und 28, Tab. IX) mit einem L.:B.
von 862 und 963; vom ersteren (Nr. 27) konnte die Höhe
nicht gemessen werden. Sie haben ein schmales Obergesicht
und sind leptoprosop. Nr. 27 zeigt Leptorrhinie, und ist, wie
auch Nr. 28, hypsikonch, welcher aber Platyrrhinie aufweist.
Die wichtigsten Maasse:
Minimum
Länge .0.0.007U
Breite . . ..
Höhe. . . .
Horizontalumfang |
L.:B. 20.00.
1
B.:H.
Mittel
‚2
3 (exel. Nr. 27)
1n
9:2
755 ( 2 27)
789 ; 4 27)
10. Finkenberg.
An die Untersuchung der Cranien im Zillerthale
reihe ich die der untersuchten Schädel von Finkenberg,
einem Orte des Tuxerthales, welches ein westlicher Ast
des Zillerthales ist. Im selben Thale wurden bei einer
früheren Gelegenheit die Cranien des Ossuariums des
Ortes Lanersbach untersucht (Mitthlgn. d. Anthrop.
Gesellsch. in Wien, XIV. Bd., S. 101).
Die Gesammtzahl der in Finkenberg vorfindlichen
Cranien beträgt 26, deren Maasse auf Tab. X. Nr. 1
bis 26 verzeichnet sind.
Nach den Längenbreitenindices sind alle 4 Typen
vertreten, aber eigentlich ist nur ein Haupttypus, und
zwar ein dolichoider, vorhanden, dessen Indices die
Grenze bei 70:3 und 81:5 finden und dementsprechend
die Form der Schädel sich verhält; die mit den höheren
Indices versehenen sind gering kürzer“ und gering
breiter als die, die die niederen Indices fragen, von
welch letzteren sich besonders einer durch seine Länge
(192) bei schwacher Breite (135) so auffallend (L. : B. 70:3)
verhält, dass er directe als Dolichocephalus anzusehen
st, während der andere mit seinem Index 747 einfach
lie Reihe der Mesocephalen eröffnet, da der erste den
index 755 trägt.
2 Schädel (Nr. 25 und 26) mit in der Reihe isolirt
lastehenden Indices 85:5 und 889 sind, glaube ich,
zufällige Beigaben des Beinhauses, da auch die Form
Jerselben eine von den übrigen Cranien abweichende
‚st. Während alle übrigen Schädel sich durch das spitze
Jeciput oder die schöne, volle Wölbung auszeichnen,
and meist als relativ schmale und lange Schädel erscheinen,
sind diese, von oben gesehen, stumpf eiförmig,
las Occiput steil abfallend, nicht gewölbt, nicht proninent
und breit.
Binen Längenbreitenindex von
70:3 hat 1Schädel
147 Lo
(5'5— 77T haben”
171—778 „ 6
(8:3—789 „ 4
190—797 „ R&
30:0—80°8 „ 3
u2—815 „ 4 ,
855 hat 1
88:9 ©
Man ersieht, wie die gleichmässig ansteigende Reihe
Jer Indices bei 81°5 plötzlich einen Sprung auf 85:5
ınd von da sofort auf 889 macht und wie diese
Schädel mit den hohen Indices nur vereinzelt vor-<ommen,.
Will man die dolichoiden Formen der Cranien entsprechend
dem Besitze von brachycephalen Indices directe
als Brachycephale hinstellen, so muss man aber sagen,
Jass der Grad der Brachycephalie in Finkenberg nicht
bedeutend genannt werden kann, da sich der brachyzephale
Index nicht über 815 zu schwingen vermag.
Alle Cranien sind leptoprosop und haben ein schmales
IYbergesicht. L.:H. schwankt zwischen 62:0 und 73:6,
3.:H. zwischen 81:4 und 96:6.
Es sind meist grosse, geräumige Cranien mit stark
entwickelten Arcus superciliares.
l. Die Dolichocephalen.
Während solche in Lanersbach nicht zur Beobachtung
kamen, finden sich hier 2 vor.
Die Maasse:!
Minimum Maximum Mittel
Länge . 192 194 193
Breite . . 135 145 140
Höhe. . . . . 119 140 129
Horizontalumfas g 526 556 541
Bo 20.0. 70°3 747 72'5
7 62:0 722 67'1
B.:H. 88:2 : 96:6 92:4
Wie schon erwähnt, ist eigentlich nur der eine (Nr. 1),
ler hypsikonch und mesorrhin ist, ein durch seine Länge
ınd Schmalheit ausgezeichneter Schädel, während Nr. 2 sich
ıchon den Mesocephalen anschliesst, vielmehr als erster jener
Zeihe erscheint. Der Sprung von 70:3 (Nr. 1) zu 747 (Nr. 2)
st bedeutend grösser, als der vom letzteren zu Nr. 3 mit 75°5.