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Nach der vorbeschriebenen Anordnung halte ich
auch den Kürbischhanselkogel für eine Familienzrabstätte,
über welcher jedoch aus irgend einer
Ursache der grosse Hügel aufgethürmt wurde, bevor
sie zu einer völligen Ausnützung gelangte, und
worin besonders der Vorbau ganz unbelegt geblieben
ist.
Nachdem die Brandschichte f nur schwach und
klein ist, einzelne Scherben aus derselben ferner zu
den Scherben der Brandschichte d passten, glaube
‚ch dieselbe für zugehörig zu der Brandschichte d
arklären zu können, und wären demnach in dem
zanzen Hügel nur 3 Personen beigesetzt worden.
Auch dürfte ich kaum irren, wenn ich mit Bezug
auf die vorgefundenen Beigaben. in den Brandschichten
d und g die Reste von Frauen-, in der
Brandschichte e jedoch die Reste einer männlichen
Leiche vermuthe.
Das vorzeitige Auflassen dieser Grabstätte ist
auch die Ursache gewesen, dass die Ausbeute des
Hügels relativ so mager ausgefallen ist.
Vord- und Ostmauer waren ganz geschlossen, wäh-'end
sich in der Westmauer eine thürähnliche Oeffaung
von 150 cm Breite und in der Südmauer eine
solche von 200 cm Breite ausgespart zeigte.
In dem auf solche Art abgeschlossenen Mittel-'aume
war an die Ostmauer ein Steinsatz g aus
Jachgeschieben angebaut, welche eine Länge von
70 cm, eine Breite von 130 cm und eine Höhe von
’0 cm besass. Ein zweiter, kleinerer Steinsatz h von
zleicher Höhe, 100 cm breit, 80 cm lang und gegen
lie Mitte zu abgerundet abfallend, wurde an der
VNordmauer angetroffen.
Gemeinde Goldes, Kürbischbauer-Acker und
Kürbischbauer- Wiese.
Etwa 13 m nordöstlich von dem Nordgiebel des
vulgo Kürbischbauerhauses stand auf der Hauswiese
ein Tumulus von 172 m D, welchen der Vater des
jetzigen Besitzers fast vollständig abtrug, wobei
er einige Thongefässe gefunden haben soll. Ein
zweiter grösserer Hügel befindet sich 60 m südlich
von diesem Wohngebäude in einem ehemaligen
Weingarten, welchen jedoch der jetzige Kürbischbauer
in Folge der vielen, nach einander folgenden
Missjahre im Herbste 1881 in einen Acker umwandelte,
dabei die Hügelkuppe abtrug und auf einzelne
Steine stiess. Dies veranlasste mich, den Hügel
zu untersuchen, bevor derselbe ganz zerstört wurde.
Tumulus Nr. 1. D=— 28 m, H= 16m.
Grundriss Fig. 55, Durchschnitte Fig. 56 und 57.
Bei kaum 50 cm Tiefe traf man unter der Hügelkuppe
ein rechteckiges, roh aus grossen Bachgeschieben
und Kalksteinen aufgeführtes und nur in Erde
gelegtes Mauerwerk, ce, d, e, f, an, dessen äussere
Seiten von N. gegen S. 480 cm, von O. gegen W.
470 cm Länge besassen. Die Höhe der Mauern betrug
durchschnittlich 120 cm, deren Stärke 40 bis
D0 cm und waren alle Ecken an der Aussenseite
durch schief angelegte, grössere Steine gestützt. Die
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Fir, 55. Maassstab 1: 250.
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A
. 950
Fig. 57.
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I)
An den Steinsatz g anschliessend kamen in
zleicher Breite von 130 cm, auf 100 cm gegen Westen
‚nhaltend, am Boden viele flache Stücke von Sau-;aler
Thonschiefer £ vor, unter deren jedem sich
Scherben von Thonschalen fanden, welche keine Spur
nes erlittenen Brandes wahrnehmen liessen, wie
lies bei vielen Gefässscherben der Brandschichte der
Tall war.
Ein Steinwurf & von 40 bis 50 cm Höhe, aus
? bis 3 Lagen grosser Bachgeschiebe bestehend, nahm
erner den ganzen südlichen Theil des Mittelraumes,
owie die thürähnliche Oeffnung in der Südmauer ein
ınd zog sich von da in einer Breite von 110 em und
uf eine Länge von 180 cm bis zu dem südlichen
’orbaue a b hin.