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Ansätze (von. 5 cm Breite und 2:5 cm Höhe) angebracht
sind. In ihr finden sich die Bruchstücke
ainer grossen geknoteten, bronzenen Bogenfibel
“Taf. VI, Fig. 1), deren Bügel zwischen den sparsam
vertheilten Knoten fein gekerbt war, einzelne kleinere
Bronzeblechfragmente und ein grosser birnförmiger
Spinnwirtel von 5°2 cm Breite.
Um den 175 cm breiten Boden der Urne herum
zieht sich in einem Umkreise von etwa 45 cm Halbmesser
eine 10 cm mächtige Kohlenschichte, in
welcher vereinzelte Scherben kleinerer Gefässe vorkommen.
Tumulus Nr. 36. D — 75 m, H= 08 m.
In der Mitte findet sich in einer Tiefe von 80 cm
eine 90 cm lange, 60 cm breite Kalkplatte, unter
welcher eine 60 cm breite, 10 cm mächtige, mulden-(örmige
Brandschichte mit Thonscherben lagert.
Unter den letzteren finden sich:
x) Einige Scherben einer grossen schwarzen Urne,
b) 1 grosse Schüssel aus grobsandigem Thon, auch aus
freier Hand gearbeitet, aber doch in einer etwas vollkommeneren
Ausführung und schärfer gebrannt, als die übrigen
Gefässe dieser Gruppe. Der Untertheil mit dem Bauche
bildete eine flache Wölbung, an welche sich der 4 cm
oreit nach aussen ausladende Randtheil mit einem kleinen
Absatze anschloss.
2 flache Schalen mit eingebogenem Rande, von welchen
eine mit einem quer durchbohrten AÄAnsatze versehen ist.
Tumulus Nr. 47. D = 55m, H— 06m.
Unter dem Gipfel findet sich in einer Tiefe von
56 cm eine 75 cm lange, 40 cm breite, 10 cm dicke
Kalkplatte und unter derselben eine 50 cm breite,
15 cm mächtige Brandschichte, in welcher eine kleine
knopfige, verkrümmte Bronzenadel (Taf. VI, Fig. 13)
und Thonscherben vorkommen,
Unter letzteren finden sich:
x) der Untertheil einer breitbauchigen Urne, roth gebrannt,
mit 18 cm breitem, flachem Boden.
h) 2 flache Schalen mit eingebogenem Rande und doppelt
durchbohrtem Ansatze. (Taf. X, Fig. 12.)
dbı) H= 53, D== 16; 6,) H = 58, D = 155.
Tumulus Nr, 58. D— 66 m, H= 0:6 m.
Auf dem gewachsenen Boden findet sich eine
530 cm breite, 1 bis 3 cm mächtige Brandschichte
mit einer kleinen Anzahl von Scherben.
Diese repräsentiren:
z) 1 grosse bauchige Urne mit hohem Halse, schwarz. Der
flache Boden war 174 cm breit, der Halsansatz ist mit
kleinen Warzen verziert, der Rand wenig nach aussen
umgebogen.
h) 1 Topf aus sehr grobem Thon, mit sehlankem Bauche.
Goldes, Tschoneggerfranzl-Weingarten.
Knapp südlich vom Wohnhause des vgo. Tschon-;ggerfranzl
erhebt sich mitten in dessen Weingarten
in rebenbepflanzter Hügel (Nr. 2), der grösste Tumuus
der Purgstaller Nekropole und der Sulmthäler
iberhaupt, welchen RapımsKy im Herbste 1882, durch
las herrschende Regenwetter vielfach aufgehalten.
ıröffnete,
Oestlich davon stand nach Angabe des Besitzers
ıin zweiter kleinerer Tumulus (Nr, 1) von 19 m D.,
welchen sein Vater schon vor langen Jahren abolanirte,
und an dessen Stelle der jetzige Besitzer
ei den Weingartenarbeiten wiederholt viele Steine,
3randreste und einmal zwei grössere Bronzefibeln
and, welche jedoch leider verlegt wurden.
Ganz nahe südwestlich von dem grossen Hügel
wurde vor dem Giebel des vgo. Öfenmacherhauses
ne kleine Erderhöhung im Winter 1882 auf 1883
»lanirt, wobei sich viele Steine, Brandreste, ein
;pinnwirtel, Scherben einer grauen Urne mit Buckeln
ınd Längsfurchen am Bauche, einer feineren, flachen
jchale und eines ordinären Gefässes, sowie 19 Bruch-‚tücke
kleinerer, glatter Ringe und grösserer, quer
zerippter Armringe von Bronze vorfanden. Aeltere
Jmwohner wussten sich auch zu erinnern, dass daselbst
ein Tumulus von beiläufig 13 m D. stand,
N Welchen der gegenwärtig abgetragene Schweinstall
les vgo. Öfenmacher hineingebaut war und wodurch
lie Tumulizahl dieser Gruppe von 2 auf 3 steigt.
Tumulus Nr. 2. D— 40m, H= 370 m.
Grundriss Fig. 49, Durchschnitte Fig. 50 und 51.
Zur möglichsten Schonung des Weingartens
wurde der Hügel von dem südöstlich vorbeiführenden
Wege aus mittelst eines 3:8 m breiten Einschnittes
ın Angriff genommen und als Deponirungsplatz für
Jas Grabungsmateriale ein Theil des angrenzenden
\ckers gepachtet.
Mit 7 m des Einschnittes stiess man auf eine
Brandschichte, welche eine mit der Peripherie
les Tumulus ziemlich concentrisch verlaufende Bezrenzung
beobachten liess und in einer wechselnden
Mächtigkeit zuerst ansteigend, dann aber fallend
iber die ganze Fläche des Einschnittes bis zu dem
nittleren Mauerwerke anhielt. Sie war im Anfange
3 cm, beim Punkte a nur 3 cm, südlich vom Punkte
) wieder 25 cm stark und nahm von da an stetig
ıb, so dass sie in der Nähe des mittleren Mauerverkes
nur mehr 2 cm Stärke besass.