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Tumulus Nr. 43. D= 8m, H= 1m.
Unter der vom Centrum gegen SW. gelegenen
Partie des Tumulus ist die Oberfläche des ursprüngjichen
Bodens in einer Länge von 3m und einer
Breite von 2:5 m mit einer ca. 2 cm starken Lehmschichte
belegt, welche roth gebrannt ist, über
welcher aber weder Kohlen noch Topfscherben gefunden
werden. 1m nördlich vom Centrum findet
sich eine Brandgrube, welche etwa 60 cm breit ist
and in eine Tiefe von 1:25 m unter den Gipfel
%inabreicht. Sie war mit etwas Kohle und einer
zrossen, schwarzen Urne ausgefüllt. Diese war
wieder mit einer dünnen, 50 cm langen, 45 cm
breiten Kalkplatte bedeckt, welche sich jetzt
45 cm über dem Boden der Grube (in einer Tiefe
von 80 cm) vorfindet. Leider ist die Urne stark
zersetzt und gänzlich zerdrückt. Ihr Inhalt besteht
aus einer grossen Menge von Kohlen mit einigen
Brandknochen und folgenden Beigaben: Mehrere
in Trümmer gegangene Gefässe (siehe unten),
4 thönerne Spinnwirtel (einer ellipsoidisch,
37 mm br., Taf. VII, Fig. 13, zwei biconisch,
27 mm br., cf. Taf. VII, Fig. 14, einer birnförmig,
39 mm br., cf. Taf. VII, Fig. 16), Fragmente einer
grossen, geknoteten Bogenfibel und andere vom
Feuer arg deformirte Bronze- und Eisen-‚estehen.
Von der Brandgrube gegen S. bis über
Jas Centrum des Tumulus hinaus findet sich auf
dem gewachsenen Boden (95 cm unter dem Gipfel)
eine dünne Brandschichte, über welcher zerstreute
Thonscherben gefunden werden.
z) Die Urne konnte nicht restaurirt werden. Sie war sehr
gut geglättet, schwarz und stimmte in der Form mit den
bisher beschriebenen überein. Der flache Boden ist schmal
(16:6 cm br.), der Bauch breit gewölbt (D = ca. 60 cm),
auf seiner oberen Hälfte mit breiten Graphit-Zickzacklinien
bemalt, der Hals hoch, conisch, an seiner Ansatzstelle
mit 4 dreiseitigen, nach aufwärts gerichteten Warzen verziert,
welche von je 4 Vförmigen, parallelen, seichten
Turchen umgeben sind,
Die in der Urne enthaltenen Gefässe waren:
ö) 1 Schale mit niedrigem, hohlem Fuss und geradem
Mundsaum (Taf. IX, Fig. 4), aus ziemlich grobsandigem
Thon, sehr schön geglättet, schwarz glänzend. Der Bauch
ist mit 4 nach aufwärts gerichteten, nasenförmigen Ansätzen
verziert, von welchen einer etwas grösser und quer
durchbohrt ist, und welche von je 4 Vförmig gestellten,
4 mm breiten, seichten Strichen umgeben sind.
H= 101, D= 176, ht = 3, f= 9, m= 15:5.
:) die Hälfte einer tiefen Schüssel mit eingebogenem Rand
und flachem Boden, dickwandig, sehr schlecht gebrannt,
schwarz.
H= 85, D= 193, b= 68.
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Die in der Brandschichte zerstreuten Scherben rühren
her von:
einer bauchigen Urne, welche roth gebrannt und auf der
Oberseite des Bauches mit Graphitstrichen verziert war.
Tumulus Nr. 45. D — 4:8 m, H= 08 m.
Die Brandschichte liegt 70 cm unter dem Gipfel,
st ca. 3 cm mächtig und 15 m breit. In ihrer
Aitte erscheint eine um 25 cm vertiefte, 60 cm breite,
‚unde Brandgrube, deren Boden mit einer Kohlenschichte
von ca. 4 cm Mächtigkeit bedeckt ist. In
Jjer Brandschichte sowie in der Grube sind einzelne
saleinirte Knochenfragmente und Topfscherben zer-;treut.
Letztere rühren von einer grossen, bauchigen,
schwarzen Urne her, welche an der Ansatzstelle
les Halses mit kleinen Warzen verziert war.
Tumulus Nr. 47. D= 68 m, H= 0:8 m.
Unter der Mitte findet sich in einer Tiefe von
50 cm eine schwache, ca. 70 cm breite Brandschichte
nit einigen kleinen Topfscherben.
Tumulus Nr. 48. D = 64 m, H= 0:6 m,
Grundriss Fig. 44.
Dieser Tumulus enthält an drei Stellen Brandschichten.
Die unterste derselben (w, w) befindet sich
anter dem südlichen Theile des Tumulus in einer
Grube, 60 cm unter dem Niveau des gewachsenen
Bodens (1:4 m unter dem Gipfel des Tumulus). Sie
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Fig. 44. Maassstab 1: 200.
st beiläufig 1'5 m breit und 2:5 m lang und ent-Jält
diverse Topfscherben, welche zum Theil den-‚elben
Gefässen, wie die Scherben der höheren
3randschichten angehören, und verhältnismässig wenig
Zohlen. Die Erde unter ihr ist roth gebrannt. Die
zweite Brandschichte (w, w) befindet sich im Niveau
Jes gewachsenen Bodens, ist reich an Kohlen und
Topfscherben, 3—6 cm mächtig, etwa 2°3 m lang
ınd 1—1'5 m breit. Auf ihr stehen die besser eraaltenen
Beigaben. Eine dritte, fast nur aus Kohlen
vestehende Schichte findet sich 1:2 m südlich vom
Dentrum, etwa 20cm über dem Niveau des ge-