Die Schädel der zweiten Gruppe sind also auch
nach den Zahlen kürzer und breiter und gegen das
Erwarten etwas niederer als die Mesocephalen; die
Eingänge der Orbitae der Mesocephalen weiter, als
Jie der Brachycephalen.
III. Die Hyperbrachycephalen.
Die Maasse der 4 hyperbrachycephalen Schädel
ind auf Tab. III, Nr. 14—17 verzeichnet.
Die Form derselben anlangend, so sind es kurze,
‚reite Schädel mit weit abstehenden Tubera parietalia ;
.n der Ansicht von oben sind sie stumpfoval, phanerozyg,
ın der Ansicht von hinten sehr breit und fast vierockig.
Der Hinterhauptscontour würde bei allen (bei
„weien ist es der Fall) fast senkrecht abfallen, wenn
Jie Schuppe nicht ausgebogen wäre, Das Hinterhaupt-‚och
liegt weit rückwärts. Die Muskelleisten sind wohlyebildet.
Die Augenhöhlen weit.
Die Schädel gleichen den hyperbrachycephalen
Oberau’s und Auffach’s; zwei haben entschieden den
‚ein sarmatischen Typus an sich, bei zweien dürfte
Jie sarmatisch-germanische Mischform HöLDEr’s zur
Charakteristik dienen.
Nach den Längenbreitenindices und Längenhöhenindices
rangiren die Schädel folgender Weise:
Längenbreitenindex von 86°0—86:8 2 Schädel
S76 1
913 1
719 1
737 1
753 1
77:6
Die wichtigsten Maasse derselben sind
Minimum Maximum Mittel
Länge . . 170 182 1745
Breite .. . + L47 160 153
Jöhe: . . 123 137 130
Torizontalumfang . 505 545 522
L:B0 20200000000. 860 91:3 87:9
De 77:6 74:6
BB -H 80-6 88:5 84:8
Diese Schädel zeichnen sich durch ihre grosse
3reite aus (147, 149, 158, 160); nach dem Mittel
les Längenhöhenindex wären sie orthocephal, was
aber nur 2 sind, weil 2 hypsicephal sind. 2 Schädel
ı1aben ein schmales Obergesicht, bei den anderen
2 war der Index nicht bestimmbar; 1 Schädel zeigt
L,eptorrhinie, die 3 übrigen Mesorrhinie. Nr. 14 und
15 sind hypsikonch (90:2, 85:0), Nr. 16 und 17
mesokonch (82:9 und 81:4).
Die Hypsikonchen zeigen folgende Maasse:
Minimum Maximum Mittel
Breite. .... . 40 41 40:5
Höhe. . . . 34 37 35:5
Index . 85:0 90:2 87:6
Aruppirt man die Maasse der:
Mesosephalen
Brachy- Hypersephalen
brachyceph
185 179:5 1745
144 147 153
134 130 130
530 525 522
707 81:9 876
72:3 72:9 74:6
93:0 88:2 84:8
Länge .
Breite . .
Höhe. . .
Horizontalumfang .
L.:B. . ..
a
B H.
;o ergibt sich, dass die Hyperbrachycephalen in der
That kürzer und breiter als die Dolichoid-Brachy-;‚ephalen
sind. Von den Dolichoiden ausgegangen,
’allt die Länge gegen die Hyperbrachycephalen ab,
lie Breite steigt, die Höhe fällt; der Horizontal-'ang
desgleichen. Der Numerus der Längenhöhenndices
steigt ebenfalls von den Dolichoiden gegen
lie Hyperbrachycephalen, während der Breitenhöhenndex
fällt. Von den in Alpach vorhandenen Schädeln
nd also die Hyperbrachycephalen die kürzesten,
jreitesten und ärmsten an Umfang und relativ höchsten
Schädel; in Beziehung auf den Breitenhöhenndex
stehen sie zuletzt.
Die Angabe über das Verhältniss der Höhe
nuss wohl mit Reserve aufgenommen werden, indem
Jer gemittelte Längenhöhenindex in Beziehung auf
änzelne Schädel täuscht.
Vergleicht man die Verhältnisse der Maasse der
Jrbitaleingänge bei den Hypsikonchen, so zeigt sich:
Meso- Brachy- Hypercephal
cephal brachyceph
Breite . ... 2 40:2 40:5
Höhe. ..... 59 3573 355
RB:H 99R 87:5 ST 6
Jass die Hypsikonchie der Brachycephalen und Hyper-)rachycephalen
fast gleich gross und dass die Hypsizonchie
in den Mesocephalen gegen die Hyperbrachy-;ephalen
bedeutend abnimmt, so dass letztere engere
Jrhitae besitzen als erstere.
4. Mals.
Die Zahl der in der Capelle von Mals vorfindlichen
Schädel beläuft sich auf 21 Stück. Zur