a macionica namrskana Cela i krvave peCate po
abrazu.“ (Ich habe von alten HodZa’s und Kadi’s
öfters gehört, dass sich jede Walachin, sobald sie
las 40. Lebensjahr überschritten, dem Gottseibeliuns
‘neCastivomu) überliefert und eine Hexe (vjeStica),
ı>der zum mindesten eine zlokobnica oder macionica
wird. Eine echte Hexe trägt ein Kreuzeszeichen
ınter der Nase, jede zlokobnica hat einige Barthaare
ınd eine macionica hat die Stirne voll finsterer
7alten und Blutflecken im Gesichte.)
Die vjeStica hat auch den Namen „mora“ (die
Mar oder Trut), je nachdem sie als solche auftritt).
Für Zaubern ist der Ausdruck Caratı am gehräuchlichsten
%).
Sktst. kar machen, thun; Lt. kereti, kirti
zaubern); ahd. karawan, ags. gearvjan. Carati
‘ür hexen und zaubern (incantare, ueneficium facere)
kommt schon in den ältesten südslav. Wörterbüchern
7or. Im Volkssprichwort: Earala baba da ne bude
mraza a 8 jutra snieg do koljena. (Das alte Mütterchen
hexte, damit kein Frost eintrete, in der Früh aber
'ag der Schnee knietief.) Nadarati verzaubern;
zaEaratı Jemand durch Zauberei verblenden. Cär
ncantatio, altsl. Caratl; Sara strigamento, Zauberei:
ol. Earı, Zaubermittel ; Sarnik Zauberer, Carnica
Zaubererin; Garovnik magus; Carobija magia;
Saralija, Earolija Zauberei als Begriff, Sarka
Zauberei‘ in einem besonderen Falle, der vorliegt,
atwa Verzauberung (Caratan und Carataonik
Zauberer, Caratanı)a Hexerei, sind Lehnworte
zus dem Italienischen ciarlatano, frz. charlasan).
Nicht minder häufig gebraucht man für
zaubern Einiti. Der Grundbegriff ist derselbe
wie in Carati, der des Thuns, Machens, Snskst.
si, sammeln. Obö6&initi, poCiniti, uciniti bezaubern;
uCiniti se sich ın etwas verzaubern,
verwandeln; zaCiniti incantare; Ein, potin,
Zauberei, Verzauberung, pl. Eini. (Nachweise des
Vorkommens der angeführten Ausdrücke bei Schriftstellern
vergl. Kurenao und Danıcıe a. a. OO.)
Thun. machen bedeutete ursprünglich auch vraı)
Zeuge für die Crnagora G. Menaxovic in „Zivot i
»biGaji Crnogoraca“. U Novom Sadu 1860. $S. 183.
2) Eine ergiebige Zusammenstellung älterer und neuerer
züdslavischer Ausdrücke zur Bezeichnung von Hexen- und
sonstigem Aberglauben lieferte der bekannte kroatische Gelehrte
und Stilist Fran KureLac in den Sitzungsberichten der
Südslavischen Akademie. B. XXIV. 8. 57—79, Die Einleitung
3. 49—56 ‘gereicht ihrem Verfasser zu keiner besonderen
Rhre: denn sie jet unwissenschaftlich.
sati (vrgl. griech. F’epy) hexen, wahrsagen, heilen,
rragiti, medicari, 1zvraCiti herstellen, gesund
nachen; vra® Wahrsager, Hexenmeister; noch vor
ıundert und fünfzig Jahren allgemein in der Beleutung
medicus; die Neuslovenen gebrauchen noch
segenwärtig für Arzt den Ausdruck vraßGar;
7zraelja, mulier, quae sanat, im Wtb. bei STuLIG;
vracilja sanatrıx ı. W..bei HaAspeLi6; vracitel)
nedicus bei BzeLost. vracnik medieus. STuL. vVra-Sara,
vraGarica, Wahrsagerin; eine Frau, .die
Krankheiten zu heilen versteht. Vracba, vractvo
nedieina, Heilmittel; adj. vracan; vraßGl]iv melicabilis;
nevraGljiv immedicabilis (Belege bei
<ureLAC). Von derselben Wurzel auch vrag der Teufel,
igentlich der Arbeitende (vrgl. d. Werk). Die Vor-;tellung
von einem Teufel kam den Südslaven, sovie
den Slaven überhaupt erst durch die christliche
oehre; vra%ati so viel als Earati, ueneficia adılbere,
magicam artem exercere, vraZalac, vraZaijca,
vraZevnik Zauberer, fascinator; vragoduh
malogenio agitatus; vragometan a daemone obsessus,
HABDELIG.
Für Zaubern gibt es eine ganze Reihe von Auslrücken;
am gebräuchlichsten ist bajati (Sskst.
ha sprechen, griech. x, vrgl. odvar lat. fama):
zbajati durch Zauberei bewirken; obajati be-1exen;
zabajati incantare; bajitiı einen Kranken
legen; bajac, baja © Zauberer, incantator; bäsma,
Zauberspruch. Nur bei Mıicevie im Grasnık XXI.
ınd bei Vux im W. nachweisbar; daneben bäsna
Zauberspruch, Fabel, bajka fabella; bahati colere
ırtem magicam; bahalica maga; bahoriti
'ascinum depellere; bahoriti se sich heilen, curiren;
jahor, bahorac, bahorica, bahornik, bahoraica
Beschwörer und Beschwörerin; bahorija.
»ahorstvo Beschwörung.
Für Amulett ist der echtslavische Ausdruck
zapis, das Verschriebene. Skst. pis ritzen, kratzen;
ıamalija, welches gleichfalls Amulett bedeutet und
veit gewöhnlicher‘ als: das W. zapis gebraucht
wird, ist ein Lehnwort aus ‘dem Italienischen
ımmaliamento, lat. amuletum, frz. amulette.
Vrgl. Kurzer. a. a. O. S. 49.) Alle in der Sprache
vorkommenden Ausdrücke für Zaubern sollen in einem
»esonderen Capitel über Aberglauben und Zauberei
ıngeführt und besprochen werden. Hier schien es
:äthlich, die gewöhnlichsten Ausdrücke für Hexe und
Zauberei anzuführen und darzulegen, dass, wie es
sich aus ‚dem weiteren Verlauf dieser Abhandlung
noch ergeben wird. ursprünglich diesen Bezeich-