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Aäche, 85 mm lang und 50 mm breit; der dritte
siförmig, 95 mm lang und 65 mm breit. — Ein
Messer aus Carneol ist 90 mm lang und gegen
L0 mm breit.
Einige Bohrer geben wir unter Fig. 14, 15.
Die aus einheimischen Silikaten gefertigten Werkzeuge
sind mehrentheils Spähne und Messer von der
gewöhnlichen flach-prismatischen Form, einige gegen
lie Spitze hin zugeschärft, die meisten aber nur einfach
geschlagen, ohne weitere feinere Bearbeitung,
wozu der hiesige Mergeljaspis, Hornstein und Kieselschiefer
auch nicht recht geeignet sind. — Ein Messer
aus dem Hornstein vom Latzenhof hat die ansehnliche
Länge von 160 mm und ist 50 mm breit.
Verschiedene gänz durchglühte Quarzgerölle sind
wohl als Kochsteine gebraucht worden. Einige Stücke
Gneis, sicher bearbeitet, darunter eines vollkommen
scheibenförmig zugehauen, lassen uns im Unklaren
iber ihre Verwendung.
Sehr interessant ist ein Stück Gmneis, welches
nach den vorhandenen Spuren als Schleifstein diente.
2:5 mm breit; 2 andere sind fast ganz, aber nur 37 mm
ang und 2:3 mm breit; 4 etwa halbe Nadeln ohne
Spitze sind circa 30 mm lang; 10 zwischen 17 mm
ınd 48 mm lange Fragmente, meist fein geglättet,
>hne Oehr und ohne Spitze; ein keulenförmiges
Nadelchen von über 40 mm (vgl. die Fig. 18 und 19).
Fig. 16. !ha nn. Gr
Wo, 14.
4 N. Gr.
Kıo 15
auch eines aus Amphibol scheint gleichem Zwecke
zedient zu haben.
Ein Stück rothen Glaskopfes lag in einer Felsen-;palte
versteckt. Es ist 150 mm lang und war wahrzscheinlich
zum Bemalen (Schminken oder Tätowiren)
bestimmt *).
Auch ein Stückchen Harz fanden wir, womit die
Renthierjäger der Gudenushöhle wohl, gleich den
heutigen Wilden, Steinsplitter und andere Dinge
n Holzhefte eingekittet haben mögen.
Sehr wichtig, weil zugleich charakteristisch für
die Renthierperiode sind die Zahlreichen, in der Gudenushöhle
gefundenen Werkzeuge und Geräthe aus
Bein und Geweih.
So fanden wir zierliche Beinnadeln, deren Oehre
deutlich beiderseits mit einem Steininstrumente ausgebohrt
sind. Ein ganzes Stück ist 72mm lang und
1) Vergl. hiezu SzomsATEY’s Funde aus der Diravica in
Mähren in von HocHsTETTER's 4, Ber, der prähist. Commission
ler k. Akad. der Wiss. Wien, 1880 S. 27 und G, GrAr von
WUuRMBRAND 1. c. Seite 13.
Mittheilungen d. Anthrop. Gesellsch. in Wien. B. XIV. 1884.
Zur Fertigung der kürzeren Nadeln wurden Fibeln
z. B. vom Hasen verwendet. Zwei unserer Funde
beweisen jedoch nicht nur, dass die Nadeln ge-(egentlich
auch hier selbst fabricirt wurden, sondern
zeigen auch, dass das Hauptmateriale für die grossen
Fig. 17. %s n. Or.
x
schönen Nadeln die Schulterblätter (zumeist von Ren-;hier)
gaben, ja sie gestatten sogar, an den vorıandenen
Schnitten die einzelnen Phasen der Verertigung
zu beobachten (Fig. 16). Hiemit sei die
\ngabe DaAwzın’s erweitert. wornach die Beinnadeln
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Fig. 18 und 19. 34 n. Gr.
zus den dichten Mittelhand- und Fussknochen des
Renthiers und des Pferdes herausgesägt wurden }).
Auch wir fanden übrigens solche aus Röhrenknochen
herausgesägte Pfriemenfragmente.
Sehr instructiv ist in dieser Richtung ein 67 mm
langes, schönes Bruchstück einer Nadel, welches
wohl schon vor seiner Ausfertigung brach; dieses
1) B. Dawzın’s „Höhlen und Ureinw. Europas“ Seite 271.
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