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schmelzbare, von den Römern viel begehrte Material
zu dessen lohnender Gewinnung auf. Schon in dem
westlichen, nur eine Stunde vom Fröger Grabfelde
"ernen Rudnik (slovenisch: Erzberg), wo noch vor
wenigen Decennien der Bleibau vom Staate betrieben
wurde, lag früher das hellblinkende Metall am Tage,
wenn auch nicht in so reichen Ausbissen, wie am
Villacher Bleiberge, wo solche noch heute, wie mir
Herr Director MaAxuc versicherte, bis zu 25 Kilo
mit 35—70°/, Reingehalt vorkommen. Schwieriger
nüttenmännischer Vorkehrungen zum Ausschmelzen
der Fundstücke bedurfte es ja in prähistorischer
Zeit auch nicht. Man schmolz sie gleich am Orte,
wobei es manchmal vorkam, dass das heissflüssige
Blei durch die Lehmfütterung der Grube in tiefer
liegende Baumwurzeln drang. Derartige Naturselbstabgüsse,
von wohl auch aus römischer Zeit stammenden
primitiven Schmelzstätten, bewahrt das Bleiberger
montanistische Museum. Vergebens forschte
ich dort aber nach prähistorischen, beim Erzabbau
gebrauchten Werkzeugen, wie sie im benachbarten
Raibler Bleiwerke gefunden worden sind. Vielleicht
stiess man früher auf solche, schenkte ihnen aber
nicht genügende Beachtung; war dies ja auch in
‚em von Dr. Mvcm eingehend beschriebenen Kupfer-‚au
bei Bischofshofen der Fall.
Ich schliesse diese Skizze über den Rosegger
Bleiwagen, welcher, nun thunlichst restaurirt, als ein
verthvolles Vermächtniss aus der vorgeschichtlichen
Julturepoche Kärntens im Klagenfurter Museum
eine Aufbewahrung finden wird, mit dem lebhaften
Vunsche, dass die durch Herrn Baron Hauser, dem
ıätigen Secretär dieses Instituts, mit Unterstützung
{er k. k. Central-Commission f. Erf. u. Erh. d. Kunstınd
Baudenkmale zu Wien und des kunstsinnigen
iosegger Schlossherrn, Fürst FrRieDricH LIECHTENSTEIN,
erner durch die Anthropologische Gesellschaft in
Vien fortgesetzten Ausgrabungen auf dem Fröger
irabfelde auch ferner Resultate liefern mögen, welche
ınsere Kunde der vorgeschichtlichen Culturverhältılsse
zu erweitern geeignet sind. Vielleicht gelangt
labei noch ein zweites Wagenmodell zu Tage, das
lie Construction unseres prähistorischen „Hausvagens“
voll vergegenwärtigt, der nun als vierte
Species zu den bisher gekannten „Kessel-, Plattenınd
Deichselwagen“ aus vorgeschichtlicher Zeit hinzutritt.
Wien, im Mai 1884.
Die Gudenus- Höhle,
eine Renthierstation im niederösterreichischen Kremsthale
P. Leopold Hacker.
von
Am 27. September 1883 vereinigten sich Herr
Ingenieur FerD. Brunn und Herr Oberlehrer W. WERNER,
Beide von Kottes, mit dem Berichterstatter zur Durch-‘orschung
der Höhlen des Kremsflussgebietes in präıistorischer
Beziehung, nachdem wir bereits 1882
and früher theils einzeln, theils in Gesellschaft diese
Jmgebung unserer jetzigen Heimstätten durchstreift
und so ein allgemeines Bild der hiesigen Terrainverhältnisse
gewonnen hatten.
Letztere lassen, wie Herr Brun in einer geologischen
Skizze darüber bemerkt, „das von uns durchtorschte
Gebiet als eine Hochebene erscheinen, welche
'angsam gegen Osten zu abfällt und ihren höchsten
Punkt mit 705 m. über dem Meeresniveau wohl bei
\lbrechtsberg hat. Durchschnitten wird dieses hügelige
Iochland durch die Flussthäler der grossen und der
zleinen Krems, und geben uns diese Einschnitte ein
<lares Bild sowohl über die geologische Formation,
ıls auch über die Höhlen und deren Bildung selbst.
In geologischer Hinsicht gehört diese Gegend
ler krystallinischen Formation an und treten neben
ineiss hauptsächlich krystallinischer Kalk, Glimmerchiefer,
Thonschiefer und Augitgestein auf; die vorıerrschende
Streichung ist von Süd nach Nord
zerichtet und zeigt ein Östliches Einfallen. Unterge-»rdnet
erscheinen: Quarzlager, Kieselschiefer, Amphivolschiefer,
Hornblende und Schörlgranit. Serpentin
ınd Hornstein treten bei Latzenhof auf und durchziehen
das ganze von uns besprochene Gebiet. Sie