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mässig; schon bei dieser Ansicht kommt die Wölbung
des Occiputes in Sicht, indem der hintere Antheil des
Sontours ziemlich scharf gebogen ist. In der Ansicht
von der Seite steigt die Stirne zuerst fast steil auf,
nur bei den Stirnhöckern biegt sie sanft in den Scheitel
nach rückwärts, welcher seine grösste Erhebung in der
Nähe der Tubera parietalia besitzt; von hier fällt der
Contour zuerst rasch nach hinten ab, um sich bei der
Schuppe des Occiputes herauszuwölben. An der Stelle,
wo der Contour nach hinten zuerst rasch abfällt,
macht sich am Schädel eine Art Facette sichtbar. Das
Gesicht steht orthugnath, die Schläfengegenden sind plan
der mässig gewölbt. In der Ansicht von hinten ist
der Schädel fünfeckig und höher als breit; die Scheitelbeine
in grosser Ausdehnung sichtbar; zwei Seiten des
Tünfeckes, welche von den Scheiteltheilen der Ossa
oarietalia formirt werden, convergiren nach aufwärts
gegen die Saggitalnaht und erzeugen daselbst einen
leichten First. Das Foramen occipitale liegt hinter der
Mitte. Auf Taf. I, Nr. 7, 8, 9 ist die Abbildung
eines der schönsten Vertreter des dolichoiden Typus
Nr. 1 der Maass-Tabelle Nr. IX).
Nach dem Längenbreiten- und Längenhöhenindex
yruppiren sich die Schädel in folgender Weise:
Längenbreitenindex von 812 1 Schädel
32:6
33:9
34:9
67:9
{19
-72:9
74:6
77:6
Die wichtigsten Maasse sind:
Minimum Maximum Mittel
Länge . „174 185 180
Breite . . . . 146 152 1507
Höhe . . . . 125 135 131
Horizontalumfang 510 542 527
L.:B.0 2.20.00.0. 812 84:9 83:6
LH. 000000000. 679 77:6 72:9
B.:H. 00.0882 92:4 87:5
Die Schädel sind im Mittel orthocephal, was sie,
‚eder für sich allein betrachtet, mit Ausnahme von
zweien, wovon der eine chamäcephal, der andere
hypsicephal ist, auch sind; alle haben ein schmales
Obergesicht; 2 sind leptorrhin, 2 mesorrhin, 2 platyrrhin.
Mit Ausnahme eines einzigen, der mesokonch
'st, sind alle hypsikonch. Die 5 Hypsikonchen haben
änen Orbitalindex von
86:3 1 Schädel
883 2
92:5.926 2
Die Maasse der Orbitae sind:
Minimum Maximum Mittel
Breite . . . . 39 34 41:4
Höhe . . . . 36 38 37:4
Index . . 0... 863 92:5 89:6
Vergleicht man die Maasse mit dem Siontypus
und Disentistypus, so stehen die Schädel von Lermos
mehr oder weniger zwischen beiden.
Sion Lermos
1877 180
144-8 1507
(40:6 131
5319 527
IT2 83:6
74:9 72:9
{7:1 87:5
Disentis
170:6
147:6
139:6
5127
865
81:8
94:6
Schon bei den Brachycephalen finden sich Schädel
ror, welche Anklänge an die Hyperbrachycephalen
zeigen.
Sie sind von oben betrachtet stumpf eiförmig; der
hintere schwach gewölbte Antheil des Contours verräth
das abgeflachte, steile Hinterhaupt. In der Ansicht von
der Seite steigt die Stirne anfangs gewöhnlich steil
auf, um vor der Längenmitte der Schuppe in den Scheitel
überzugehen, welcher ziemlich lang und mässig gewölbt
ist. Der Scheitel fällt rasch in das steile oder nur
wenig convexe Hinterhaupt ab. Die Schläfen sind plan
>der mässig gewölbt. Das Foramen occipitale weit
hinten. Ansicht von hinten fünfeckig, sehr breit. Die
Iyperbrachycephalen ähneln zum Theil der sarmatischen
der sarmatisch-germanischen Mischform Hö1LDEr’s. Im
Disentistypus sind zahlreiche Vertreter. Die Schädel
ind mit kräftig entwickelten Arcus superciliares und
;tirnnasenwulst versehen. Auf Taf. II, Nr. 4, 5, 6
zebe ich die Abbildung eines Lermoser Hyperbrachyephalen
(Maass-Tabelle IX, Nr. 14).
Nach dem Längenbreiten- und Längenhöhenindex
ırdnen sich die zwölf Schädel (Nr. 7—18) folgender
Weise:
‚ängenbreitenindex von 85:2—85:7 4 Schädel
87:6—87'7
88:3—88:8
89:6
90-7
92:0
93:0
71:9
74:2—74:4
76:4— 76:6
772—77:4
78:0—78:3
II. Die Hyperbrachyecephalen.