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ihrer Ausführung zu dem Schönsten gehören, was
in Gräbern dieser Art gefunden wurde. Mit Ausnahme
eines grösseren Henkeltopfes und eines
Napfes, welche weniger sorgfältig gearbeitet sind,
zeigen alle anderen, aus feinem Thon verfertigten
und ihren Dimensionen nach als klein zu bezeichnenden
Gefässe einen Graphitüberzug. In der kleinen Urne
befanden sich die Knochen eines Kindes. Die Kleinheit
und Zierlichkeit der Gefässe soll mithin hier
das Kindesgrab andeuten.
Kleine Henkelurne (restaurirt, Fig. 5a), mit hohem,
atwas geschweiftem Hals; an der nur schwach angedeuteten
Halseinschnürung mit zwei kleinen, dachförmigen Henkelchen.
Die Verzierung besteht in bandartigen Streifen, die durch
drei nebeneinanderlaufende Furchen gebildet werden. Ein
solcher läuft als Querband an der Halseinschnürung um das
Gefäss; von demselben laufen an sechs Stellen dieselben Verzierungen
als Längsbänder gegen den Bauch des Gefässes,
wo sie verschwinden. Zwei dieser Längsbänder sind kürzeı
als die anderen, und an dieselben schliessen sich ähnliche,
jedoch halbkreisförmig angeordnete, nach unten offene Verzierungen
an. Die Urne ist aussen mit Graphit überzogen
and in ihrer Form etwas unregelmässig. Unter den Kinderknochen,
die sie enthielt, befanden sich zwei Milchzähne. Auf
den Knochen lagen einige kleine Bronzefragmente (Bronzeplättchen
mit reihenweise angeordneten, kreisförmigen Eindrücken,
die auf der anderen Seite als Erhabenheiten hervortreten,
Fig. 5k) und Bruchstücke von Bronzenadeln.
H= 12, B= 145, hB= 4—45, b=4, m = 7—8
Kleines henkelurnenförmiges Gefäss (Fig. 5b),
in seiner Form dem vorigen ähnlich, der Halstheil ist jedoch
niedriger; die Henkel sind nur durch zwei ganz kleine Ansätze
markirt. Die Verzierungen sind auch ähnlich denen an
der vorigen Urne, nur enthalten die bandartigen Streifen
vier Furchen; auch in der Anordnung derselben macht sich
die Vierzahl bemerkbar, indem vier solche halbkreisförmige
Verzierungen und dazwischen vier Längsbänder vorhanden
3ind. Das Gefäss ist höchst sorgfältig gearbeitet und mit
äraphit überzogen.
H= 8, B= 11, hh= 3, b=3, m=7
Ganz kleineshenkelurnenförmiges Gefäss (Fig. 50),
zleicht in der Ausführung und den Verzierungen ganz dem
vorigen; innerhalb des durch die bandförmigen Streifen gebildeten
Halbkreises bemerkt man noch drei concentrische,
cippenartige Erhöhungen, die durch kleine, quergestellte
Kerben markirt sind. Ausserdem kommen am Halsgrunde
punktförmige Vertiefungen vor.
H= 5, B= 74, h3=2, b=2, m=5
Kleines henkelurnenförmiges Gefäss (Fig. 5d), den
beiden vorigen gleichend, nur noch reicher verziert, leider
fehlt der Rand; die Furchen sind noch von zu Linien anzeordneten
Kerben und Punkten begleitet; die Halbkreise
sind flacher und werden von drei concentrischen, ziemlich
scharf hervortretenden Rippen gebildet. Die Art und Weise
ler Ausführung ist eine sehr sorgfältige; die in dem Gefässe
’efindliche Erde enthielt einige kleine Bronzefragmente.
Höhe bis zur Einschnürung = 55, B = 10—10‘5,
hB= 25, bı = 25. Breite an der Einschnürung = 8.
Kleiner Henkelbecher (Fig. 5 e), der Henkel theilweise
ehlend: der eigentliche Rand durch kleine Einkerbungen
rerziert. Der Napf ist aussen und innen mit Graphit über-‚ogen;
enthielt einige kleine Bronzefragmente.
H = 4, B= 63, hB8B= 15, b=15
Schüssel (wahrscheinlich Deckschüssel für den Henkel-'opf,
restaurirt, Fig. 5f), mit kleinem, länglichem Henkel,
welcher schwach angedeutete Längsrippen trägt. Die Innenläche
mit Graphit überzogen.
H= 6, b=5, m = 16—17.
Flache Henkelschale (Fig. 5g). Mündung etwas oval
zeformt; aussen und innen mit Graphitüberzug versehen.
Der kleine Henkel überragt den Rand und trägt auf der
5beren Aussenseite vier deutlich ausgesprochene Längsrippen
als Verzierung.
H = 53, b= 28, m = 11—12-7,
Henkeltopf (theilweise restaurirt, Fig. 5h), aus röthlich
gebranntem Thon, mit zwei kleinen Henkeln, Die Wanlung
ist rauh; das Gefäss überhaupt gegenüber den früheren
wenig sorgfältig gearbeitet.
H = 16, B = 155—16°2, h3 = 8—9, b= 8, m = 16.
Napf (Fig. 5i), aus röthlichgebranntem Thon, einfach
gearbeitet, unverziert.
H = 7, B=106, h8=2—23, b=35, m= 95—10.
Grabfund VI.
(Taf. XV.)
Dieser Fund ist bemerkenswerth durch die geinge
Anzahl der Gefässe, die er enthielt. (3 Stück.)
Es fanden sich nebst diesen nur einzelne unbedeujende
Scherben. Aus den Knochen der Urne scheint
hervorzugehen, dass wir es hier mit dem Grabe
nes Erwachsenen und eines Kindes zu thun haben.
Grosse Topfurne (restaurirt, Fig. 6a), einfach gerbeitet,
die Oberfläche rauh. Derselbe enthielt viele Knochen
ınd unter denselben fanden sich etwa 30 Zähne und Zahnvurzeln
eines erwachsenen Individuums, sowie ein halber
Milchzahn eines Kindes.
I = 380—81, B= 26, hB =17—19, b= 12, m= 24,
Grosses Gefäss von der Form eines Henkelbechers
'restaurirt, Fig. 6b); die Wandung steigt von der breiten
Basis in sanft convex geschwungener Fläche bis zum Rande,
wo das Gefäss seine grösste Breite hat. Der Henkel ist über
4 cm. breit.
H =— 158—16'5, b = 115, m =— 23—25.
Kleines, urnenförmiges Gefäss (Fig. 6c), mit relativ
licker Wandung, etwas unregelmässig in seiner Form; aus
ziemlich feinem Thon gearbeitet und aussen etwas geglättet.
Die Kleinheit des Gefässes deutet vielleicht auf das in der
Urne mit beigesetzte Kind.
H= 55, B= 7%, hı = 2-25, b= 25, m= 5
Grabfund VII.
Dieser Fund zeichnete sich dadurch aus, dass er
nicht aus einem KEinzelngrabe, sondern aus drei
äräbern (worunter das eines Kindes), welche sich
ınmittelbar aneinander schlossen und nicht durch