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Bibliographische Daten: Anthropos, 9.1914

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A. Lafeber, 
Die Verbal-Partikeln, welche er aus Ambon anführt, sind allenthalben 
in Indonesien (und auch auf den Philippinen, z. B. in Inibaloi und Igorot) zu 
finden. Man sehe hierüber Prof. Jonker’s Abhandlung in Bijdragen Koninklijk 
Instituut. Also auch hier ist die Vergleichung mit Ambon aus Indonesien allein 
verfehlt. 
In dem vergleichenden Wörterverzeichnis, welches den Hauptbeweis für 
die Herkunft der Melanesier aus Ceram abgeben soll, vermag ich gar keinen 
Beweis zu erblicken. Wenn wir die zahlreichen Fälle, welche wohl die 
meisten sind, ausnehmen, wo Melanesisches und Indonesisches unrichtig ver 
glichen wird, dann sind die übrigen Vergleichungen meist derart, daß sie seit 
dem Erscheinen von Prof. Kern’s „Stammland“ als Allgemein-M.-P. erkannt 
sind, und man wird dieselben Worte allenthalben im M.-P.-Gebiet wieder 
finden. Was die Form anbelangt, in welcher die Worte Vorkommen, so ist die 
ceram-ambonesische Form weiter entfernt von der melanesischen, als die übrigen 
indonesischen es sind. 
Was bleibt nun noch von dem ganzen Beweisapparat, der in seiner 
Laienhaftigkeit nur unvorsichtige Ethnologen blenden kann? 
Wir wollen die Liste jetzt Wort für Wort durchgehen. Auf das viele Un 
richtige in dem ersten Teil seiner Arbeit oder auf die Anmerkungen zur Liste 
wollen wir weiter unsere Aufmerksamkeit nicht richten. Es ist in diesem Buch 
unmöglich, alle Fehler herzunehmen. Auch von dieser Liste haben wir haupt 
sächlich nur die Ambon-Ceram- und die Barriai-Reihe hier unten behandelt. 
Aber auch die anderen Reihen sind voller Fehler. 
Nr. 1. „Abend“: Barriai Lailai , Nakanai lavilavi. Von diesem Wort gibt 
Verf. keine indonesischen Äquivalente an. Es ist aber zu verbinden mit Bisaya 
gabii, Ponosakan gowii, Sangir hebt, Talaut räbbi, Tagalog, Bisaya, Ibanak, 
Magindanaw gabt, Inibaloi adawi, Pangasinan labi, Iloko rabii, Igorot (Seiden 
adel) laß, Sambali, Mangyan yabi, Mandaya gabi, Ginaan labii , Negrito (Mari- 
veles) yabi , Tarakan d’davi , Gorontalo hui , Bunda gubi, Palu awi, alles in 
der Bedeutung „Nacht, Abend“, Bare’e owi „vorher“, lawi „früher“, Tara owi 
„gestern“, Gayo ewe, we, öwe, öe, wen, ewen, öwen, Karo rebih, nderbi, rebi, 
Toba robi, Nias owi, Lampong kebiyan, dibi, ’ibi, Bali ibi, Sasak uwiq, rubin, 
djunmbin, Bima awi-n „gestern“, Tagalog kagab’i, Sulu kawii, Sangir kahebi, 
Talaut arabbi, Bantik kahibi, Toumbulu’ kahawii, Tounsea kaawii „gestern“, 
To-Bungku kindiwia, To-Kulawi kinowia „Nachmittag“. Busang levt’ „Nacht“, 
Parigi manggowi, Leti oniwl „gestern“, Timor aß usw. in Indonesien und 
z. B. Motu ado-rahi, Maiwa ravi, Mono lafilafi, Gazelle-Halbinsel rawien, 
Samoa afi-aß, afe , Maori ahiahi, Mallikollo rabrab usw. im Pazifischen Gebiet. 
Auch Mota ravrav gehört wohl hierher. Die Vertretung des Pepet ist in diesem 
Wort sowohl auf den Philippinen als in der Südsee etwas unregelmäßig, nur 
Subanun hat gebi. Man konnte angesichts der süd-indonesischen Formen im 
Barriai, z. B. *loi erwarten, denn M.-P. Pepet wird hier o, siehe z. B.: ton 
(M.-P. TEWU), ulo (Altjav. kuren), lelo (Jav. lateng), lano (Karo taneh, Sunda 
tanöh), pou (M.-P. PENYU). Vielleicht war aber das Pepet sekundär, enstanden 
durch das doppelte i am Ende, wodurch die erste Silbe mit schwächerem 
Akzent gesprochen wird. Wären die philippinischen Formen nicht, so könnte
	        
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