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Volltext: Curare, 16.1993

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zen, der natürlichen Mittel anstelle synthetischer, 
chemischer Mittel, welche potentielle Gifte bedeu- 
ten. 
4) Führen wir den der Natur entfremdeten Men- 
schen — also uns selber — zurück zur Erde, zum 
Wasser, zum Feuer (Sonne) und zur Luft, zur 
ongen Verbindung mit den Elementen. Zur Vor- 
beugung und Heilung wenden wir Hydrotherapie, 
Heilerde-Therapien (Schlamm oder Lehm) an. 
5) Bewegung ist für den Menschen von heute, der 
durch seine sitzende Lebensweise und durch Be- 
wegungsmängel krank ist, sehr wichtig. Dieses 
soll in Form von Turnübungen, Ausflügen, 
Schwimmen, Joga, Akupressur, Massage, Fuß- 
massage, Tai Chi, Chigong usw. erfolgen und nie 
als Wettkampfsport. 
6) Erholung. “Naturschlaf” (von 9-5 oder 10-6 
Uhr), Entspannungsübungen, autogenes Training, 
Heilighaltung des “siebten Tages”, die Kunst des 
aktiven Entspannens — all dies muß der gehetzte. 
von Schlaflosigkeit geplagte moderne Mensch 
lernen. Machen wir uns bewußt, daß eine natürli: 
che (Reform-)Ernährung und seelisches Gleichge- 
wicht (durch Naturschlaf und Relaxation erreicht) 
das Grundprinzip des natürlichen Lebens und 
Heilens, das Rückgrat (die Achse) der Gesundheit 
und Heilung sind, Darauf bauen die restlichen 
Methoden auf. 
7) Joga muß ein organischer Teil des natürlichen 
Lebens und Heilens werden und zwar anhand der 
gänzlichen Umprogrammierung der Persönlich- 
keit, vom Hatha-Joga bis hin zur Meditation. 
8) Schon das Joga ist nicht nur körperliche, son- 
dern auch geistige Übung: wir müssen jedoch 
noch durch weitere geistige Übungen jenes 
gestörte Gleichgewicht wieder in Ordnung brin- 
gen, welches in der Industriezivilisation auf Ko- 
sten des seelisch-geistigen Lebens einseitig in 
Richtung materieller Güter und körperlichen Le- 
»ens hin verschoben wurde. Täglich müssen wir 
Ins systematisch auf positive Gedanken konzentri- 
eren; verwenden wir jedoch auch die Gesangs- 
ınd Musiktherapie, Bibliotherapie, Tanztherapie 
(Eurythmie) u.a., je nach unseren Fähigkeiten. 
)) Nach der Ära des “Massenmenschen” soll nun 
in der Epoche des Wassermanns jeder seine wahre 
Dersönlichkeit zurückgewinnen und zwar durch 
OLAF 
schnittsmensch”, oder mit den Worten Herber! 
Markuses zu sprechen, der “eindimensionale 
Mensch” ist krank. Die Selbstverwirklichung ist 
die Grundvoraussetzung der Gesundheit, des 
natürlichen körperlich-geistig-seelischen Lebens. 
Schlüssel der Persönlichkeitsentwicklung ist die 
Entfaltung, besser gesagt Wiedergewinnung der 
Kreativität. Dies ist wie eine nach Farben zerlegte 
Brechung des weißen Lichtes des natürlichen Le- 
bens- und Heilsystems. Es ist unsere Aufgabe, un- 
sere Lebensmöglichkeit in dieser zerstörten, zer- 
störerischen Welt die Möglichkeit den Vernich- 
tungsprozeß aufzuhalten. . 
Da dies wohl vielen zu abstrakt klingen mag. 
möchte ich es in die Sprache der Realität überset- 
zen. Einer meiner geheilten Patienten erzählt nun. 
wie sein Gesundheitszustand sich geändert hat. 
nachdem er zu einer vegetarischen Diät, einer 
natürlichen Lebensweise übergegangen war: 
“Mit 60 Jahre — das war vor 8 Jahren — bin ich 
zur vegetarischen Diät übergegangen. Zuerst aß 
ich 3 mal täglich, dann 2 mal täglich Obst- bzw. 
Gemüse-Müsli und einfach gekochte Speisen, vor 
allem Gemüse, braunes Brot, Brei usw. Vor zwei 
Monaten habe ich nun, beeinflußt vom Buch 
‘Körperkontrolle” begonnen, morgens Obst zu es- 
sen. Die Umstellung auf eine vegetarische Diät 
und der Konsum roher ungekochter Speisen hat 
meinen Gesundheitszustand sehr positiv beein- 
flußt. Im zweiten Jahr meines Übertretens ver- 
schwand mein Magenkatarrh. Der weiße Belag auf 
meiner Zunge verschwand gänzlich, ebenso die re- 
gelmäßigen Magenschmerzen. Nur wer ein ähnli- 
ches langwiereiges Leiden hatte, kann meine 
Freude wirklich verstehen. Der Blutzuckerspiegel 
(Hypoglykämie) normalisierte sich, Schwindel- 
Schwäche- und Zitteranfälle verschwanden (An- 
merkung des Autors: Von Zeit zu Zeit auftretender 
zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) ist 
eine ebenso verbreitete Krankheit wie der zu hohe 
Blutzuckerspiegel, die Zuckerkrankheit, wird je- 
doch viel seltener diagnostiziert. Der Grund ist die 
gemischte Diät, der Zuckerkonsum.) Man hatte 
mich oft an Fisteln operiert. Diese verschwanden 
im dritten Jahr meines Übertritts gänzlich. Meine 
Gelenke schmerzten, seitdem ich 40 Jahre alt war. 
Nachdem ich aufgehört hatte, Fleisch zu essen, 
besserten sie sich erheblich. In den letzten Jahren 
habe ich auch diese Art Beschwerden schon ganz 
vergessen. Ich rieche nicht nach Schweiß, das 
Hemd, in welchem ich laufe, ist ganz geruchlos 
Seitdem ich Rohkost esse. kenne ich keine Müdig 
FY
	        
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