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zen, der natürlichen Mittel anstelle synthetischer,
chemischer Mittel, welche potentielle Gifte bedeu-
ten.
4) Führen wir den der Natur entfremdeten Men-
schen — also uns selber — zurück zur Erde, zum
Wasser, zum Feuer (Sonne) und zur Luft, zur
ongen Verbindung mit den Elementen. Zur Vor-
beugung und Heilung wenden wir Hydrotherapie,
Heilerde-Therapien (Schlamm oder Lehm) an.
5) Bewegung ist für den Menschen von heute, der
durch seine sitzende Lebensweise und durch Be-
wegungsmängel krank ist, sehr wichtig. Dieses
soll in Form von Turnübungen, Ausflügen,
Schwimmen, Joga, Akupressur, Massage, Fuß-
massage, Tai Chi, Chigong usw. erfolgen und nie
als Wettkampfsport.
6) Erholung. “Naturschlaf” (von 9-5 oder 10-6
Uhr), Entspannungsübungen, autogenes Training,
Heilighaltung des “siebten Tages”, die Kunst des
aktiven Entspannens — all dies muß der gehetzte.
von Schlaflosigkeit geplagte moderne Mensch
lernen. Machen wir uns bewußt, daß eine natürli:
che (Reform-)Ernährung und seelisches Gleichge-
wicht (durch Naturschlaf und Relaxation erreicht)
das Grundprinzip des natürlichen Lebens und
Heilens, das Rückgrat (die Achse) der Gesundheit
und Heilung sind, Darauf bauen die restlichen
Methoden auf.
7) Joga muß ein organischer Teil des natürlichen
Lebens und Heilens werden und zwar anhand der
gänzlichen Umprogrammierung der Persönlich-
keit, vom Hatha-Joga bis hin zur Meditation.
8) Schon das Joga ist nicht nur körperliche, son-
dern auch geistige Übung: wir müssen jedoch
noch durch weitere geistige Übungen jenes
gestörte Gleichgewicht wieder in Ordnung brin-
gen, welches in der Industriezivilisation auf Ko-
sten des seelisch-geistigen Lebens einseitig in
Richtung materieller Güter und körperlichen Le-
»ens hin verschoben wurde. Täglich müssen wir
Ins systematisch auf positive Gedanken konzentri-
eren; verwenden wir jedoch auch die Gesangs-
ınd Musiktherapie, Bibliotherapie, Tanztherapie
(Eurythmie) u.a., je nach unseren Fähigkeiten.
)) Nach der Ära des “Massenmenschen” soll nun
in der Epoche des Wassermanns jeder seine wahre
Dersönlichkeit zurückgewinnen und zwar durch
OLAF
schnittsmensch”, oder mit den Worten Herber!
Markuses zu sprechen, der “eindimensionale
Mensch” ist krank. Die Selbstverwirklichung ist
die Grundvoraussetzung der Gesundheit, des
natürlichen körperlich-geistig-seelischen Lebens.
Schlüssel der Persönlichkeitsentwicklung ist die
Entfaltung, besser gesagt Wiedergewinnung der
Kreativität. Dies ist wie eine nach Farben zerlegte
Brechung des weißen Lichtes des natürlichen Le-
bens- und Heilsystems. Es ist unsere Aufgabe, un-
sere Lebensmöglichkeit in dieser zerstörten, zer-
störerischen Welt die Möglichkeit den Vernich-
tungsprozeß aufzuhalten. .
Da dies wohl vielen zu abstrakt klingen mag.
möchte ich es in die Sprache der Realität überset-
zen. Einer meiner geheilten Patienten erzählt nun.
wie sein Gesundheitszustand sich geändert hat.
nachdem er zu einer vegetarischen Diät, einer
natürlichen Lebensweise übergegangen war:
“Mit 60 Jahre — das war vor 8 Jahren — bin ich
zur vegetarischen Diät übergegangen. Zuerst aß
ich 3 mal täglich, dann 2 mal täglich Obst- bzw.
Gemüse-Müsli und einfach gekochte Speisen, vor
allem Gemüse, braunes Brot, Brei usw. Vor zwei
Monaten habe ich nun, beeinflußt vom Buch
‘Körperkontrolle” begonnen, morgens Obst zu es-
sen. Die Umstellung auf eine vegetarische Diät
und der Konsum roher ungekochter Speisen hat
meinen Gesundheitszustand sehr positiv beein-
flußt. Im zweiten Jahr meines Übertretens ver-
schwand mein Magenkatarrh. Der weiße Belag auf
meiner Zunge verschwand gänzlich, ebenso die re-
gelmäßigen Magenschmerzen. Nur wer ein ähnli-
ches langwiereiges Leiden hatte, kann meine
Freude wirklich verstehen. Der Blutzuckerspiegel
(Hypoglykämie) normalisierte sich, Schwindel-
Schwäche- und Zitteranfälle verschwanden (An-
merkung des Autors: Von Zeit zu Zeit auftretender
zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) ist
eine ebenso verbreitete Krankheit wie der zu hohe
Blutzuckerspiegel, die Zuckerkrankheit, wird je-
doch viel seltener diagnostiziert. Der Grund ist die
gemischte Diät, der Zuckerkonsum.) Man hatte
mich oft an Fisteln operiert. Diese verschwanden
im dritten Jahr meines Übertritts gänzlich. Meine
Gelenke schmerzten, seitdem ich 40 Jahre alt war.
Nachdem ich aufgehört hatte, Fleisch zu essen,
besserten sie sich erheblich. In den letzten Jahren
habe ich auch diese Art Beschwerden schon ganz
vergessen. Ich rieche nicht nach Schweiß, das
Hemd, in welchem ich laufe, ist ganz geruchlos
Seitdem ich Rohkost esse. kenne ich keine Müdig
FY