1.
Zeitschrift für Ethnologie 135 (2010)
ROSTOV
UKRAINE
Kertsch®
KRASNODAR KRAI
RU S SL
STAVROPOL‘ KRAI
A
N D
Krasnod-
Lazarevskoe
0 km
100 km
KABARDINO-
BALKARIEN
50 m
ea tarritorlal-administrative Grenze
| regionale Hauptstadt
Straße von Kertsch; Staatsgrenze
Ort, im Text erwähnt
Kartographie: Jutta Turner
Kartengrundlage: http:/ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A4%D0%B0%D0%B9%D0%BB:%D0%9A%D1%80%D0%B0%D1%81%D0%BD%D0%BE%DO%
34%D0%B0%D1%80%D1%81%D0%BA%D0%BE%DO%BI_%D0%BA%D1%80%D0%B0%D0%B9.png (21.07.2010)
© Max-Planck-Institut für ethnalanieche Farschrimm Halle/Saale. Deutschland
den, dabei auf historisches Recht und Unrecht verweisend. Diese neuerliche Anwesen-
heit von Repatrianten und Flüchtlingen wirkt auf die alteingesessene Bevölkerung wie
ein De&ja-vu-Erlebnis, das Erinnerungen an die in den 60er Jahren nur unvollständig
gelungene Wiedereingliederung der unter Chrusc&v rehabilitierten Völker weckt. Mit
den frischen Ansprüchen auf Reparation an Grund und Boden, den Forderungen nach
Wohnraum und Sozialleistungen reißen auch die alten Wunden wieder auf (Voskanjan
2004:102— 103, 108; Stadelbauer 1994:29—31).
Nationalistische Töne aus slawischem Munde vor allem der „Neu-Kosaken“ wur-
den seither laut und die Gebietsverwaltung sucht der Einwanderung durch eine re-
striktive Handhabung des Aufenthalts- und Melderechts Herr zu werden. Kommissio-