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fullscreen: Zeitschrift für Ethnologie, 30.1898

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ED. SELER: 
directe Parallele der Fig. 3 sich dadurch kundgiebt, dass sie ebenfalls 
von einer Schlange begleitet ist, deren Vorderleib über dem Kopfe der 
Figur, deren Schwanzende vor. dem Unter- 
schenkel sichtbar wird, während der 
iibrige Theil des Leibes auf dem schmalen 
Pfeiler nicht mehr zur Anschauung ge- 
bracht werden konnte. Die Kopfbinde 
aus Türkis- Mosaik ist hier genau in der 
Art der mexikanischen Konigskrone :xiu- 
huitzolli) gebildet, mit dreieckigem Stirn- 
blatt. Das cozeapetlatl, der Gürtel und 
der Kreuzspiegel sind die gleichen, wie in 
der Fig. 3. Und auch der Oberarmring 
mit den lang herabhangenden Federn fehlt 
nicht. Die linke Hand hilt auch hier ein 
Speerbiindel. Und in der rechten Hand 
ist das Wurfbrett schön deutlich. Ich füge 
zum Vergleich noch in Fig. 5a die Bilder 
der Wurfbretter hinzu, die man an zwei 
anderen Pfeilerfiguren dieses Tempels sieht. 
Demselben Tempel gehórt auch der 
 schôn geschnitzte Deckbalken an, von dem 
Charnay einen Abklatsch gemacht hat. 
der auf demselben Blatt (Samml. Charnay 
Nr. 15) von ihm copirt worden ist. Ich 
gebe dieses Bild in der Fig. 6 wieder. 
Hier sieht man,von zwei gähnenden Reptil- 
rachen eingefasst, zwei sitzende Figuren. 
Zur Rechten erkennt man unschwer wieder 
den Mann mit der Schlange. Der rechte 
Arm liegt vor der Brust, und die rechte 
Hand hält ein Wurfbrett, dessen Ende über 
der linken Schulter sichtbar ist. Ihm 
gegenüber sitzt in einem Sonnenbilde- 
das ganz an die Art erinnert, wie in den 
mexikanischen Bilderschriften die Sonne 
dargestellt zu werden pflegt, eine Gestalt, 
vor deren Kopfe man, ähnlich wie in Fig. 4 
frei angebracht ein besonderes Gebilde 
sieht, das aber hier deutlich als ein, wenn 
auch immer noch stark stilisirter, cipactli- 
Raehen erkennbar ist.
	        
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