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fullscreen: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, 35/38.1927/28

Notizen. 
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Parallelen: S. 174 Erk-Böhme, Liederhort Nr. 418 (‘Mit Lust tät ich ausreiten’); 
S. 184 ebd. 460 (der unbeholfene Liebhaber); S. 191 ebd. 1298 (‘Ei du feiner Reiter’; 
doch sind die Rollen von Mädchen und Liebhaber vertauscht); S. 243 ebd. 8 (die 
verwunschene Tochter); S. 259 ebd. 1748b (verschiedene Instrumente); S. 126 
(Bruder und Schwester) oben 28, 72; S. 246 (Mädchen als Krieger) R. Köhler, 
Kl. Sehr. 3, 221; S. 253 Tod und Jedermann (oben 26, 181 x ); S. 255 (Streit von 
Leib und Seele) H. Jantzen, Das dt. Streitgedicht 1896 S. 13. 56; S. 301 (Jägers 
Begräbnis) M. v. Schwind, Die guten Freunde (Münchner Bilderbogen 44). — (J. B.) 
Franz M. Feldhaus, Ka-Pi-Fu und andere verschämte Dinge. Ein fröhlich 
Buch für stille Orte mit Bildern. Berlin 1921. Privatdruck. 320 S. Ganzleinen 
6 M. ( Quellenforschungen zur Geschichte der Technik, Berlin-Tempelhof, Sachsen 
ring 26/27.) — Die Ausführungen A. Martins über den Abtritt (oben 36, 189) geben 
Veranlassung auf dieses Buch hinzuweisen, das als Privatdruck wenig bekannt 
geworden ist. Obwohl seiner Anlage nach für leichte Unterhaltung bestimmt, 
enthält der schmucke Band eine große Zahl verläßlicher Abbildungen und Be 
schreibungen von Abortanlagen der ältesten Zeit bis auf die Gegenwart. Daneben 
werden behandelt: Klystiere, Nachtgeschirr, Bettflaschen, Straßenschmutz, 
Flohfallen, Keuschheitsgürtel u. a. m. Peinlich genaue Quellenangaben und ein 
Schlagwortverzeichnis beweisen, daß der Verf. doch nicht nur der Unterhaltung 
dienen wollte. — (Oskar Ebermann.) 
Hans Findeisen, Kinderleben bei einem sibirischen Polarvolk. S.-A. aus 
,,Erdball“ Nr. 3, 8 S. mit 4 Abb. Nach Sjeroschewskijs Werk über die Jakuten 
(Petersburg 1896). — Zur Landeskunde der Mongolei. S.-A. aus „Koloniale Rund 
schau“ Jahrg. 1927. H. 4/5. 7 S. — Landkarten der Naturvölker. Die Karto 
graphie bei den amerikanischen und nordasiatischen Polarvölkern. Nach В. I. 
Adler, Karty perwobytnich narodow (Petersburgl910). ,,Der Stein der Weisen 4, 2. 
A. H. Francke, Geistesleben in Tibet, (2. Heft der Allgemeinen Missions 
studien, hrsg. von J. Richter und M. Schiunk). 24 Abb. auf Tafeln. Gütersloh, 
Bertelsmann 1925. 80 S. 4 M. — Die neue Schrift, die uns dieser unser bester 
deutscher Tibetkenner geschenkt hat, stellt einen Typus in der deutschen Tibet 
literatur dar, wie er bisher noch nicht vertreten ist. Frei von jedem wissenschaft 
lichen Ballast führt uns der Verf. in angenehmem Plauderton die geistige Kultur 
der Tibeter vor Augen und belebt seine Darstellung durch Auszüge aus Berichten 
und Übersetzungen von Missionaren der Brüdergemeinde, die seit mehr als siebzig 
Jahren in W 7 esttibet tätig ist und sich um die Erforschung der dortigen Literatur 
und Kultur große Verdienste erworben hat. Verf. hat im Verlauf seines vierzehn 
jährigen Aufenthaltes in Leh, der Hauptstadt des ehemaligen westtibetischen 
Reiches, das bis zum Dograkrieg (1834 — 1841) bestand, gute Gelegenheit gehabt, 
das echte tibetische Volksleben in all seinen Äußerungen zu studieren; und während 
die meisten der Tibetisch treibenden Gelehrten nur am Buddhismus interessiert 
sind, hat Francke vor allem die nicht-buddhistischen Seiten des tibetischen Lebens 
zum Gegenstand seines Studiums gemacht. Durch das vorliegende Buch, das mit 
wohlgelungenen Aufnahmen und Zeichnungen geschmückt ist, erhalten wir einen 
zuverlässigen Überblick über Schrift und Sprache, Geschichtsschreibung, l bei- 
setzungsliteratur, Volksepen, Bon-Religion, etwas über die buddhistische Literatur, 
Volkskunde und über die Literatur der christlichen Missionare. Ich kenne keine 
andere Schrift, die so geeignet ist, auch in weiteren Kreisen eine verläßliche \ oi- 
stellung von der geistigen Kultur der Tibeter zu geben, wie die vorliegende. 
(Walter Fuchs.) 
Jorge M. Furt, Arte Gauchesco. Motivos de Poesia. Buenos Aires, J. Rol 
dan у Cia. 1924. 203 S. — Eine Blütenlese volkstümlicher argentinischer Dichtung, 
nach Motiven geordnet, In deren Mittelpunkt steht die Liebe, in den verschiedenen 
Tonarten der Werbung, des Besitzes, der Treue, der Kampflust, der Trennung, 
der Verlassenheit, der Trauer, der Verachtung. Dazu gesellen sich die Motive 
der Schelmerei und des Spottes sowie der weisen Lehre. Den bescheidenen ,c ü' 
umschlingt anmutige Plauderei, die aus der Landschaft, aus den Situa lonen e^. 
ländlichen Lebens, aus der Blutmischung des Gauchos das Besondere diesei pimu- 
tiven poetischen Gattung ableitet. Der Verfasser stützt sich dabei au c le v on 
ihm in zwei Bänden herausgegebene Gaucholiedersammlung ‘Cancioneio popu ai 
rioplatense’, Buenos Aires 1923L, ohne sonst irgendwie auf Literatur und I oi schung 
Bezug zu nehmen. — (E. L. Schmidt.) 
Gerhard Gesemann, Studien zur südslawischen Volksepik. Erste Folge. 
Veröffentlichungen der Slawischen Arbeitsgemeinschaft an der deutschen Uni-
	        
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