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(5) Unser auswärtiges Mitglied, Dr. Friedr. Haacke in Stendal, dessen
Sympathische Persönlichkeit allen Theilnehmern an unseren altmärkischen Ex-
Cursionen erinnerlich sein wird, hat am 11. d. M. das 10. Lebensjahr erreicht. Bei
dieser Gelegenheit sind ihm grosse Ehren erwiesen worden, über welche eine mir
kürzlich zugegangene Beilage des ,Altmirkischen Intelligenz- und Lese-Blattes“
(Nr. 10) ausführlich berichtet. Ich hebe daraus hervor, dass er zum Geheimen
Sanitätsrath und zum Ehrenbürger der Stadt Stendal ernannt worden ist. Leider
haben wir erst nachträglich von dem feierlichen Ereigniss Kenntniss erhalten. So
Möge denn von dieser Stelle aus dem verdienten Manne nachträglich der herz-
liche Glückwunsch der Gesellschaft zugerufen werden! —
(6) Als neue Mitglieder werden angemeldet:
Hr. Braumeister D. Rück in Ansbach.
» Zeichenlehrer H. Ludwig in Berlin.
» Graf v. Schweinitz in Berlin.
. (7) Hr. Conwentz übersendet mit einem Schreiben aus Danzig, 19. Januar,
«nén von Dr, Lackowitz verfassten Bericht über die Feier des 150jührigen
Stiftungsfestes der Naturforschenden Gesellschaft zu Danzig am
2. und 3. Januar 1893. (Aus den Schriften der Naturf. Ges. N. F. VIIL 3) —
(8) Hr. F. W. Putnam, Vorsteher der Abtheilung fiir Ethnologie und
Archäologie in der World’s Columbian Exposition von Chicago, theilt unter dem
30. December mit, dass die von unserer Gesellschaft zu der Ausstellung gelieferten
Anthropologischen Gegenstände an diesem Tage zurückgesendet seien. Zugleich
dankt er auf das Herzlichste für das Interesse, das wir an dem Erfolge der Ab-
theilung bewiesen haben. —
. (9) Die schon in der Sitzung vom 28. October (Verhandl. S. 373) in einem
Briefe von Hrn. Kurtz in Córdoba an Hrn. R. Virchow angekündigte Sendung
Patagonischer Gräber-Schädel ist glücklich eingetroffen.
p Hr. R. Virchow behält sich für die grosse Zahl dieser Schädel eine spätere
JéSprechung vor, dankt aber schon jetzt dem Einsender sowohl, als Hm. Boden-
“ender, der dieselben ausgegraben hat, für die sehr werthvolle Gabe. —
(10) Hr, F. Blumeniritt berichtet aus Leitmeritz, Böhmen, über das
Museo- Biblioteca Balaguer in Spanien und Steingeráthe aus Uruguay.
ich 2 dem. ,Boletín de la Biblioteca Museo- Balaguer" (2. Época, nüm. 6) finde
g olgende, Sie gewiss interessirende Notiz, die ich im Folgenden, aus dem
Panischen übersetzt, mittheile.
Ob; „Dr. Don S. Manezat aus Villanueva y Geltrá hat dem Museum folgende
Jecte geschenkt:
hot Pfeilspitzen, geschnitzt aus Feuerstein von verschiedener Farbe —
Yon e orange, dunkelroth und grün, — wie solche in der prácolumbischen Zeit
De en OCharrüas-Indianern gebraucht wurden, welche das heute von dem
pr. ement Rocha der Republik Uruguay gebildete Territorium bewohnten; die
Sste dieser seltenen und schönen Pfeilspitzen ist 40 mm, die kleinste 25 mm lang.
Bia ner sechs runde oder eifgrmige Steine mit der entsprechenden circulären
brauch "ng ; Wie sie beim Jagen mit der Bola bei den Collas-Indianern im Ge-
waren. Diese Bolakugeln haben einen Durchmesser von 3—4 cm.