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Volltext: Zeitschrift für Ethnologie, 26.1894

(39) 
(5) Unser auswärtiges Mitglied, Dr. Friedr. Haacke in Stendal, dessen 
Sympathische Persönlichkeit allen Theilnehmern an unseren altmärkischen Ex- 
Cursionen erinnerlich sein wird, hat am 11. d. M. das 10. Lebensjahr erreicht. Bei 
dieser Gelegenheit sind ihm grosse Ehren erwiesen worden, über welche eine mir 
kürzlich zugegangene Beilage des ,Altmirkischen Intelligenz- und Lese-Blattes“ 
(Nr. 10) ausführlich berichtet. Ich hebe daraus hervor, dass er zum Geheimen 
Sanitätsrath und zum Ehrenbürger der Stadt Stendal ernannt worden ist. Leider 
haben wir erst nachträglich von dem feierlichen Ereigniss Kenntniss erhalten. So 
Möge denn von dieser Stelle aus dem verdienten Manne nachträglich der herz- 
liche Glückwunsch der Gesellschaft zugerufen werden! — 
(6) Als neue Mitglieder werden angemeldet: 
Hr. Braumeister D. Rück in Ansbach. 
» Zeichenlehrer H. Ludwig in Berlin. 
» Graf v. Schweinitz in Berlin. 
. (7) Hr. Conwentz übersendet mit einem Schreiben aus Danzig, 19. Januar, 
«nén von Dr, Lackowitz verfassten Bericht über die Feier des 150jührigen 
Stiftungsfestes der Naturforschenden Gesellschaft zu Danzig am 
2. und 3. Januar 1893. (Aus den Schriften der Naturf. Ges. N. F. VIIL 3) — 
(8) Hr. F. W. Putnam, Vorsteher der Abtheilung fiir Ethnologie und 
Archäologie in der World’s Columbian Exposition von Chicago, theilt unter dem 
30. December mit, dass die von unserer Gesellschaft zu der Ausstellung gelieferten 
Anthropologischen Gegenstände an diesem Tage zurückgesendet seien. Zugleich 
dankt er auf das Herzlichste für das Interesse, das wir an dem Erfolge der Ab- 
theilung bewiesen haben. — 
. (9) Die schon in der Sitzung vom 28. October (Verhandl. S. 373) in einem 
Briefe von Hrn. Kurtz in Córdoba an Hrn. R. Virchow angekündigte Sendung 
Patagonischer Gräber-Schädel ist glücklich eingetroffen. 
p Hr. R. Virchow behält sich für die grosse Zahl dieser Schädel eine spätere 
JéSprechung vor, dankt aber schon jetzt dem Einsender sowohl, als Hm. Boden- 
“ender, der dieselben ausgegraben hat, für die sehr werthvolle Gabe. — 
(10) Hr, F. Blumeniritt berichtet aus Leitmeritz, Böhmen, über das 
Museo- Biblioteca Balaguer in Spanien und Steingeráthe aus Uruguay. 
ich 2 dem. ,Boletín de la Biblioteca Museo- Balaguer" (2. Época, nüm. 6) finde 
g olgende, Sie gewiss interessirende Notiz, die ich im Folgenden, aus dem 
Panischen übersetzt, mittheile. 
Ob; „Dr. Don S. Manezat aus Villanueva y Geltrá hat dem Museum folgende 
Jecte geschenkt: 
hot Pfeilspitzen, geschnitzt aus Feuerstein von verschiedener Farbe — 
Yon e orange, dunkelroth und grün, — wie solche in der prácolumbischen Zeit 
De en OCharrüas-Indianern gebraucht wurden, welche das heute von dem 
pr. ement Rocha der Republik Uruguay gebildete Territorium bewohnten; die 
Sste dieser seltenen und schönen Pfeilspitzen ist 40 mm, die kleinste 25 mm lang. 
Bia ner sechs runde oder eifgrmige Steine mit der entsprechenden circulären 
brauch "ng ; Wie sie beim Jagen mit der Bola bei den Collas-Indianern im Ge- 
waren. Diese Bolakugeln haben einen Durchmesser von 3—4 cm.
	        
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