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Volltext: Zeitschrift für Ethnologie, 58/59.1926/27

Vergleichbarkeit und Alter der deutschen paläolith. Artefakte. 
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Abb. 6. Messerspan mit Kratzerende, 
gefunden an der bezeichneten Stelle d der Abb. 3. 
  
Abb. 7. Messerspan, gefunden an der in Abb.4 bezeichneten Stelle. 
  
Abb. 8. 1 Abb. 9. 
Artefakte aus dem oberdiluvialen Geschiebesand von Michaelisdonn. 
Abb. 9 gefunden an der in Abb. 9 bezeichneten Stelle. 
Zu diesem Fund sagt Wiegers (a. a. O. S. 58): ,Die sicheren 
Werkzeuge lassen einen zwingenden Schluß auf eine bestimmte 
Kultur nicht zu, doch kann es sich sehr wohl um Magdalenien 
handeln.“ Da nun aber das französische und schweizerische Magda- 
lenien lange nach dem Höhepunkt der letzten Vereisung, nach der 
Ablagerung der inneren oberdiluvialen Endmoräne zu setzen ist, so 
stammen also diese Artefakte von Michaelisdonn entweder nicht aus 
dem Magdalenien, oder das „Magdalenien“ hat in Norddeutschland 
sehr viel früher eingesetzt, als in Südfrankreich und in der Nord- 
"schweiz! 
Diese Funde von Michaelisdonn entsprechen in ihrem geologischen 
Alter wohl ziemlich genau der wundervollen Elfenbeinspeerspitze 
von Datteln, die kürzlieh hier an dieser Stelle beschrieben und ab- 
gebildet wurde (d. Z. 1925, Heft 1—2, S. 7/7—81) und die ihre Analoga 
in dem süddeutschen Hôhlen-Aurignacien hat. 
Etwas jünger als diese Funde von Michaelisdonn ist die wunder- 
volle Flintspitze?), die unten im Dryas-Ton von Nusse, etwa 1!/, m 
unter dessen Oberfläche und dicht über dem Oberen Geschiebe- 
mergel gefunden ist, und ebenfalls von durchaus vertrauenswürdiger 
Seite, die ich eindringlichst auf die Wichtigkeit der Sache auf- 
merksam gemacht habe!! Mir ist die genaue Fundstelle, nicht so 
0 C. Gagel: a. a. O. Jahrb. 1920, S. 409-412 und Erläut. zur geol. Karte von 
Preußen, Blatt Nusse, Lief, 168, Taf. 3. 
 
	        
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