Bibliographie.
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wo es den „Verfasser des Aithasästra“ selbst, seine Vorlagen, seine Urheberschaft angeht.
Es ist ihm unvorstellbar, daß Cänakya keine historische Persönlichkeit gewesen sein soll
(S. XXI ff.), ihm vielmehr „erscheint das ganze Werk als aus einem Guß entstanden, als
das Erzeugnis eines Mannes, des Iti-Kautilya oder des Ego ipsissimus“ (S. XLIX) und
die „Verfasserschaft durch Visnugupta Kantilya aus der Zeit des ersten Maurya“ (S. LI)
steht ihm fest. Ich kann mich in all diesen Punkten von Meyer’s scharfer Polemik gegen
J. Jolly, M. Wini ernitz u. a. nicht überzeugt bekennen. Im Gegenteil, der Verfasser
urteilt zu se r und unbedenklich aus abendländischem Individualismus und vergißt zu
schnell die großen, ewigen Kräfte der Autorität und Tradition, welche Indien von An
beginn seiner Geistesgeschichte tyrannisch beherrscht haben. Und wenn Kantilya. wie
Me^ek wi ( . I), „ein brahmanischer Pandit war“, dann haben wir erst recht keine
Veranlassung, diese Bildungskräfte auszuschalten. Spätere werden dies klarer erkennen.
Was a r le egenwart schon jetzt verstattet, das ist der ehrliche Dank für die Leistung,
die uns J. J. eier mit seiner Kauti/y¿¡-Übertragung geschenkt hat.
Univ.-Doz. Dr. Walther Wüst—Solln vor München.
lespersen Otto, Dr. Die Sprache, ihre Natur, Entwicklung und Ent
stehung. Vom Verfasser durchgesehene Übersetzung aus
von Dr. Rudolf Hittmar und Dr. Karl Waibel. ei e ^
Karl Winter’s Universitätsbuchhandlung. (Indogei mamsce 1 ' 7
IV. Abteilung: Sprachgeschichte, 3.) XVI + 440 S. Preis: geh. Mk. 14.70,
geb. Mk. 16.50.
Mit diesem Buche besitzen wir nun auch eine Übersetzung ms Deutsche^
auf Grund der Kleinschreibung der Substa * tiva ¿” S A JLXTdurch einige Zusätze und
Gegenüber dem englischen Originall ist die> deutsc sich , ^ ^
Ergänzungen, auch solche seitens der ^ einmal ausführlich zu besprechen,
langem bekannte und allgemein hochgewertete Gegenstand der Zu-
Die meisten Gedanken des großen Werkes siifd in den Kreisen
Stimmung oder der Diskussion geworden d ^ Ausgabe ist zu begrüßen, weil
der Sprachwissenschaftler längst bekannt. Die J Qri - al und wei l auch Kreise,
sie doch etwas leichter zugänglich ist als das g benützen können.
d enen das Englische nicht so geläufig .st “ D „ Einfluß der Kinder-
Einige kleine Randbemerkungen nio J. en g . als etwas gar zu bedeutsam ange-
sprache auf die Sprache der Erwachsenen dur e g hen durch isolierte Kinder ge
nommen sein, vor allem aber der Gedanke, da freigebigen und milden Natur und
schaffen werden. Das Beispiel Kaliformens nmden meiste „ der bisher
seiner Sprachzersphtterung ist stark Anknüpfung an außerkalifornische
iür isoliert gehaltenen Sprachen Kal.form nicM anders untersch eiden, als auc h
Sprachfamilien gefunden wurde, von denen s ^ Irrtum is , es _ wenn vo „
sonst dies Einzelsprachen einer Familie t• ^ Anf Austra)ien wUrde viel eher
einer sprachlichen Einheit Australiens gespro
das zutreffen, was Jespersen von Kalifornien sag .
Dr. Dominik Josef Wölfel —Wien.
Meier John. Deutsche Volkskunde. Insbesondere zum Gebrauch der Volks
schullehrer, im Aufträge des Verbandes deutscher Vereine für Volkskunde
herausgegeben. Berlin u. Leipzig 1926. Walter de Gruyter & Co. 344 S.
Der Verband deutscher Vereine für Volkskunde und der Herausgeber haben sich
mit diesem Buche ein großes Verdienst erworben. Gerade heute angesichts des jo -
ständigen Verfalles unserer deutschen, ja aller europa,sehen Kultur in den Großstädten,