Sitzung vom 20. Januar 1894.
Vorsitzender: Hr. R. Virchow.
siat ( Die Wahl der Mitglieder des Ausschusses für 1894 erfolgt in
Mika iger Weise. Die Abstimmung ergiebt die Wiederwahl der bisherigen
W ^ jeder. Der Ausschuss setzt sich demnach zusammen aus den HHrn.
App Wartz, Bastian, Deegen, E. Friedel, Joest, v. Kaufmann, Lissauer,
lus und von den Steinen. —
D. (2) Durch den Tod hat die Gesellschaft zwei ordentliche Mitglieder verloren.
A Awater, ein langjähriges Mitglied und ein geschätzter Arzt, hat leider unter
9m Druck quälender Seelenleiden selbst den Tod gesucht. Dr. S. Gutimann,
em Mann, der durch eigene Kraft und grosse Energie einen bedeutenden Einfluss
auf die Meinung der Collegen gewonnen und in der von ihm geleiteten Deutschen
Medieinischen Wochenschrift eines der bestimmenden Organe in der Tagespresse
seschaffen hatte, ist am 21. December, erst 54 Jahre alt, einer chronischen Erkrankung
?8$ Herzens und der Arterien erlegen. —
ein or Röwer, ein noch junger Arzt, der früher unser Mitglied war und hier
in lefes Interesse an ethnologischen Forschungen gewonnen hatte, ist vor Kurzem
"nn unglücklichen Duell gefallen. Er hatte schon früh, nach kaum be-
unis ener ürzülicher Prüfung, als Schiffsarzt grössere Reisen in tropische Regionen
"nommen und später als Regierungsarzt in Kamerun treue Dienste geleistet. —
den” Wir erfahren gleichzeitig den Tod mehrerer hochverdienter Forscher, —
N Wir eine Erinnerung schulden.
Sir om 30. December ist in Sandford (Devonshire) der berühmte Africa-Forscher
Quellen CL White Baker gestorben. Seine grosse Entdeckungsreise zu den Nil-
war de die von 1861—65 dauerte und die ibn bis an den Albert Nyanza führte,
am le Veranlassung, dass ihm 1869 der Khedive auf vier Jahre das Commando
Auf Een Nil übertrug. Die strenge Energie, mit der er diese schwierige
m »e erfüllte, ist im Lande ebenso wenig vergessen, als die Milde seiner
"a Frau, der die schwarzen Soldaten den Namen Njadne (Morgenstern) ge-
blige) Seine Arbeitskraft ist ihm bis in seine letzten Tage erhalten ge-
ha 8. Januar beschloss sein langes und arbeitsames Leben in Kiel P. W. Forch-
Nahe 92 Jahre alt. Der gelebrte Philologe stand uns in doppelter Beziehung
- Zunächst durch die selbständige und beharrliche Erforschung des Wesens
Yon Ü 3 ephson und Stanley, Emin Pascha und die Meuterei in Aequatorien. Deutsch
: V. Wobiser. Leipzig 1890. S. 61.