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Full Text : Zeitschrift für Ethnologie, 99.1974

 

  

Stammeskunst und Kunsthandwerk zwischen Kayes und Sofara

  
    
   
   
   
   
 
 
   
   
  
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
  
 

Lafitte, J. P.
1910 Les grottes peintes du Soudan, in: La Nature vom 9. 7. 1910.

Perois, Lieut.
1889 Les dessins rupestres du Point G à Bamako, in: Notes Africaines 74.

Szumowski, G.
1953 Notes sur la grotte prehistorique de Bamako, in: Notes Africaines 58.

Szumowski, G.

1955 Sur une gravure rupestre du Niger à Bamako, in: Bulletin de la Société de
Prehistoire Francaise 52.

Urvov, Y.
1938 Peintures rupestres de Takoutala, in: Jourral de la Société des Africanistes 8.

de Zeltner, Fr.

1910 Les grottes peintes du Soudan Français, in: Comptes Rendues de l'Academie
Scientifique.

de Zeltner, Fr.
1911 Les grottes rupestres du Soudan, in: L' Anthropologie 2.

de Zeltner, Fr.
1912 Les grottes à peinture du Soudan Français, in: L'Anthropologie 22.

Pyrogravierungen auf Kalebassen

Für die Herstellung dekorierter Kalebassen werden meist Früchte der Lagenaria
 vulgaris verwendet. Man bohrt in diese Früchte ein Loch, durch das
man Asche oder z. B. in Djenne einen Pflanzensaft ins Innere stopft, wodurch
das Faulen des Fruchtfleisches beschleunigt wird. Wenn der Fáulnisprozef abgeschlossen
 ist, kann man das Fruchtfleisch leicht entfernen. Für die endgültige
 Reinigung der Kalebassenschale verwendet man gewóhnlich eine Mischung
Von Pottasche und Tamarindenfrüchten sowie ein Spezialmesser mit gekrümmter
 Klinge. Die getrockneten Fruchtschalen werden manchmal mit Brandgravierungen
 bedeckt. Die Peul etwa hàngen solche Schmuckkalebassen an die Wand
dem Bett gegenüber.

Besonders interessant sind aber die sogenannten Hochzeitskalebassen,
"gita" oder ,konofle" genannt, die von den Bambara-, Bozo-, Malinke- und
Markaschmieden verfertigt werden: man halbiert zu diesem Zweck besonders
JroBe Kalebassen und dekoriert sie mit Glóckchen, Kauris bzw. Zeichnungen,
die Fruchtbarkeitssymbole, Szenen und Personen aus dem Schópfungsmythus
Wiedergeben. Die Mádchen stellen die Hochzeitskalebassen wáhrend bestimmler
 Phasen des Heiratsrituals und anderer Feste, an denen sie teilnehmen,
auf den Boden, schlagen sie mit beiden Händen und singen dazu. Manchmal
Werden die Hochzeitskalebassen, sobald die Festlichkeiten zu Ende sind, zerbrochen.

Dekorierte Kalebassen werden auch als Behälter für Nahrungsmittel und
andere Vorräte verwendet. Kleine halbierte Kalebassen mit Hals benützt man
als Löffel und Schöpfer.

Literatur:

Dieterlen, G., und Ligers, Z.
1952 Notes sur les tambours de calebasse en Afrique Occidentale, in: Journal de
la Société des Africanistes 32.

  
            
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