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Volltext: Anthropos, 76.1981

Erdwälle und Gräben im Königreich von Benin 
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Karte 2: 
Das Königreich von Benin zu Beginn des 17. Jahrhunderts 
Edo-sprechende Völker 
mutmaßliche Grenzen des Reiches 
^°lke zugänglich gewesen sein. Die nicht unbeträchtliche Menge von Waren 
blieb wohl im Königspalast, der in Benin City gewaltige Ausmaße hatte. Es 
dürften sich gewiß 10-15 000 Würdenträger, Diener, Palastwachen und Ha- 
re msbewohnerinnen um den Herrscher gruppiert haben. (Legt man für das 
Mittelalterliche Augsburg eine Einwohnerzahl von etwa 30-40 000 zugrunde, 
So schneidet das damalige Benin City gewiß nicht schlecht ab!) Zu Beginn des 
Jh.s herrschte Esigie, der wiederum die Grenzen des Reiches nach Westen 
Mid Norden hin vorschob. Es ist außerdem sein Verdienst, eine der größten 
Drohungen für das Reich, den Angriff der Igala (Königreich Idah), abgewehrt 
Zu haben. 
Her Beginn des 18. Jh.s war für Benin mit einer Zeit des Niedergangs 
Ver bunden. Von europäischen Besuchern verzeichnete Bürgerkriege ver 
wüsteten das Land. Einer Zeit der Konsolidierung bis etwa zur Mitte des 19. 
~W' S folgte 1897 die Besetzung durch die Engländer. Die in Benin gefundenen 
r °nzekunstwerke versetzten damals alle Welt in Erstaunen.
	        
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