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Bibliographische Daten: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, 9.1899

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Schwartz : 
Harke stellte und die wir dann erst später selbst auch anderweitig legen konnten . 
Die weitere Untersuchung beginnt Herr Knoop nun mit einer dächtigung dieser [ seiner III . ] Frau Harke überhaupt , indem er sagt : , , nächst sei bemerkt , dass sich Sagen von dieser Frau Harke nicht vorfinden ; das beweist schon , dass ihr nicht recht zu trauen ist [ ! ] , sie muss im Volksbewusstsein „ recht geringen Halt“ gehabt haben , denn anders wäre es nicht möglich , dass sie , der ein so weites Gebiet zugewiesen wird , nicht in Sagen verflochten wäre . “ — Sagen , die Herr Knoop vermisst , sind ja aber da an den Stöllenschen wie an den Hellbergen , sie werden ja nur bei dem Teilungsverfahren des Herrn Knoop isoliert und ihr hang mit der von Herrn Knoop gesonderten I . und II . Frau Harke , geleugnet , knüpfen sich aber gerade höchst charakteristisch , wie ich noch nachträglich hervorheben will , wie bei der Frau Holle , „ an Berge“ , in denen beide wohnen sollten . Es ist nämlich im Mythos ursprünglich „ der Wolkenberg“ , aus dem die Sturmeswesen herausfahren und in dem sie wohnen sollten , sobald sie sich nicht bemerkbar machten , ebenso wie es auch von Wode gilt . Die Substituierung dann eines Berges , der den Leuten in der Nähe war , gehört erst der individuellen Lokalisierung der Sage an , ebenso wie beim Übersetzen der Harke und Berchte die Elbe , Saale u . s . w . die himmlischen Wasser vertritt . 
Doch gehen wir nun auf die Namen ein , die Herr Knoop einzeln behandelt und in seiner Weise deutet . Er greift nämlich unter den schiedenen Varianten die Formen Herken , Harre , auch die olle Haksch heraus , mit denen er sein Spiel treibt . Herken , welche Form , wie erwähnt , zuerst J . Grimm beigebracht hat , ist , wie Herr Knoop sagt , „ sehr einfach zu erklären ! Sie ist auf „ Herr“ zurückzuführen . Derjenige , der ursprünglich den faulen Spinnerinnen etwas Hässliches in den Wocken steckt , um sie für ihre Langsamkeit zu verhöhnen oder dem Spotte der übrigen auszusetzen , ist „ der Herr — Herke oder die Herrin , de Herrsch“ ! — 
„ Und so , “ heisst es weiter ganz ernsthaft , „ verdankt der Brauch einem Scherze [ ! ] seine Entstehung , wie das auch bei vielen anderen Gebräuchen der Fall ist , die mythologisch gedeutet zu werden pflegen . “ 
Die Frau Harre aber , bei der es noch besser kommt , hatte , wie ich schon erwähnt , mein alter Universitätsfreund E . Sommer im Jahre 1844 oder 45 bei Halle aufgefunden neben den auch in der Mark vorkommenden formen Frau Harfe und Frau Arche . Jene Form Harre aber , die Sommer aus Gutenberg anführt , hebt Herr Knoop besonders hervor und sucht sie in einer Weise zu beseitigen , dass ich schon in Hücksicht auf Sommer noch besonders darauf eingehen muss und , um keinen Zweifel an der Genauigkeit der Darstellung auf kommen zu lassen , am besten Herrn Knoop selbst , von Herrn Veckenstedt unterstützt , hier redend einführe .
	        
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