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Objekt: Centralblatt für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte, 2.1897

B. Referate. 3. Urgeschichte. 
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alte Umwallungen, welche, ursprünglich nur zum Schutze in Zeiten der 
Not angelegt, auch zur Sicherung der Heiligtümer benutzt wurden; Kohlen 
schichten mit Topfscherben als Überreste von Opferfesten; eigentümlich 
gekennzeichnete, als Altäre anzusprechende Steinplatten und Felsen; das 
Vorkommen von Gräbern in oder nahe bei den Umwallungen. Von Be 
deutung sind ferner alte christliche Kirchen und Kapellen, die vielfach auf 
heidnischen Tempeln innerhalb der Wälle errichtet wurden; die Namen 
der oft an Stelle heidnischer Götter getretenen Heiligen, denen sie geweiht 
waren; Wallfahrten an bestimmten Festtagen nach solchen im Mittelalter 
zu christlichen Wallfahrtsorten gewordenen Wallburgen, sowie der Nach 
weis, ob letztere später als Gerichtsplätze benutzt wurden. Grosser Wert 
ist zu legen auf Sagen, welche sich in oft gleichlautender Form an der 
artige Örtlichkeiten knüpfen. Jemehr solcher Merkmale an einem Orte zu 
finden sind, um so eher ist auf ein heidnisches Heiligtum daselbst 
zurückzuschliessen. 
Nach ausführlicher Besprechung dieser Kennzeichen behandelt der 
Verf. eingehend eine Reihe von Plätzen des nördlichen und mittleren 
Thüringens, die hiernach als Kultusstätten anzusehen sind und namentlich 
auf den Kultus des Wodan, des Donar und der Freia hindeuten, während 
sich für andere keine Beziehungen zu bestimmten germanischen Göttern 
nachweisen lassen. Dr. Deichmüller-Dresden. 
135. Alb. Schmidt; Vorhistorisches aus dem Fichtelgebirge. 
1. Bericht d. nordoberfränk. Ver. f. Natur-, Geschichts- und 
Landeskunde. Hof 1896, S. 1—12. 
Im Fichtelgebirge weisen zahlreiche Spuren auf einen in früh-, 
wenn nicht vorgeschichtlicher Zeit betriebenen ausgedehnten Bergbau auf 
Gold und Zinn hin, dessen Blüte bei Anfang der ältesten Geschichte 
bereits vorüber war. Derselben frühen Zeit scheinen auch die Überreste 
einer alten Glasindustrie am Ochsenkopf anzugehören, während die Aus 
beutung der Eisenerze des Fichtelgebirges erst viel später in Angriff 
genommen wurde. Unentschieden bleibt die Frage, ob die dort ziemlich 
häufigen alten Befestigungen und Wälle mit jenen Bergwerken Zusammen 
hängen, da die Gruben entscheidende Fundstücke nicht geliefert haben. 
Dr. Deichmüller-Dresden. 
136. C. Köhl: Neue prähistorische Funde aus Worms und 
Umgebung. Den Teilnehmern an der XXVII. allgemeinen 
Versammlung der deutschen anthropologischen Gesellschaft zu 
Speyer bei Gelegenheit des Besuches der Stadt Worms und ihres 
Paulusmuseums am 7. August 1896 überreicht vom Vorsitzenden 
des Wormser Altertumsvereines Major ä la suite Max von Heyl. 
Im Hauptabschnitt dieser Festschrift, S. 1—46, giebt Köhl einen 
umfassenden Bericht über die bisherigen Resultate der Ausgrabungen des
	        
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