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Baessler-Archiv, 6=31.1958

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Baessler-Archiv, 6=31.1958

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714809
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714809
Persistenter Identifier:
BV043891061
Titel:
Am Ur-Quell
Untertitel:
Monatschrift für Volkskunde
Weitere Titel:
Am Ur-Quell
Erscheinungsort:
Hamburg
Verlag:
Kramer
Erscheinungsjahr:
1890
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-710930
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-710930
Persistenter Identifier:
DE-11-002129402
Titel:
Am Ur-Quell, 4/6.1893/96
Erscheinungsjahr:
1890
Signatur:
Po 75279:4/6:F8
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Band 4, 1893, Heft 2
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Baessler-Archiv
  • Baessler-Archiv, 6=31.1958
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 6, 1958, Heft 1
  • Ditmer, Kunz: Die Methoden des Wahrsagens im Ober-Volta-Gebiet und seine Beziehung zur Jägerkultur
  • Konrad, W.: Beschneidung und Beschneidungsgerät der Salamet-Araber von Djimtilo (Tschadregion)
  • Zeitschriftenrezension: Meyer, Ernst: Rudolf Virchow
  • Westphal-Hellbusch, Sigrid: Tunnelhütten aus Schilf im Iraq
  • Körner, Brunhild: Die Brautkrone der Chinesen
  • Krickeberg, Walter: Menschendarstellungen der spätperuanischen Kleinplastik
  • Disselhoff, H. D.: Cajamarca-Kermik von der Pampa von San José de Moro (Prov. Pacasmayo)
  • Zeitschriftenrezension: Thurnwald, Richard: Grundfragen menschlicher Gesellung, Ausgewählte Schriften. Forschungen zur Ethnologie und Sozialpsychologie, Band 2
  • Hartmann, Horst: Nordamerikanische Museen im Jahre 1957
  • Zeitschriftenrezension: Vacano, Otto-Wilhelm von: Die Etrusker in der Welt der Antike. Rowohlts Deutsche Enzyklopädie
  • Zeitschriftenrezension: Müller, Werner: Die Religionen der Waldindianer Nordamerikas
  • Zeitschriftenrezension: Lips, Eva: Die Reisernte der Ojibwa-Indianer. Wirtschaft und Recht eines Erntevolkes
  • Zeitschriftenrezension: Lips, Eva: Das Indianerbuch
  • Zeitschriftenrezension: Leicht, Hermann: Indianische Kunst und Kultur. Ein Jahrtausend im Reiche des Mondkults
  • Zeitschriftenrezension: Bushnell, Geoffrey H. S.: Peru von den Frühkulturen zum Kaiserreich der Inka. - "Alte Kulturen und Völker."
  • Zeitschriftenrezension: Willcox, A. R.: Rock Paintings of the Drakensberg, Natal and Griqualand East
  • Zeitschriftenrezension: Zimmermann, Günter: Die Hieroglyphen der Maya-Handschriften. - Universität Hamburg. Abhandlungen aus dem Gebiet der Auslandskunde, Band 62 - Reihe B (Völkerkunde, Kulturgeschichte und Sprachen), Band 34
  • Zeitschriftenrezension: Ceram, C. W.: Götter, Gräber und Gelehrte im Bild
  • Zeitschriftenrezension: Bibby, Geoffrey: Faustkeil und Bronzeschwert
  • Nachtrag: Closing of the Department of Archaeology, Carnegie Institution of Washington
  • Werbung
  • Werbung
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 6, 1958, Heft 2
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt [nach Autoren sortiert]
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Werbung
  • Farbkeil

Volltext

Baessler-Archiv, Neue Folge, Band VI 
149 
übrigen unterscheiden sie sich untereinander und vom Spätchimu vor allem 
in der Art ihrer Bemalung. Der Kursive Stil zeigt, wie der Name sagt, auf 
einer ins Rötliche spielenden Lederfarbe rein dekorative, etwas flüchtige 
Muster aus dünnen schwarzen Linien und breiteren rötlichen Streifen. Beim 
Rot-weiß-schwarzen sind die beiden Farben auf einen schmutzig-weißen Grund 
viel lebhafter aufgetragen und passen sich mehr der Modellierung an; jedoch 
wurden auch im Kursiven Stil die Gesichter der Figuren und andere Körper 
teile durch rote oder schwarze Farbtupfen hervorgehoben. Was die Mo 
dellierung der Figuren anlangt, die zwar liebevoll auf Einzelheiten eingeht, 
aber, wie im Spätchimu, nicht besonders geschickt ist, steht der etwas besser 
ausgeführte Kursive Stil der älteren, der gröbere Rot-weiß-schwarze der 
jüngeren Recuay-Keramik (und zugleich dem Spätchimu) näher 109 . Ich werde 
bei den folgenden Beispielen nicht auf diese feinen Unterschiede eingehen 
und beide Stile lediglich als farbige Keramik von der schwarzen Spätchimü- 
Ware unterscheiden. 
Eine Sonderstellung in der schwarzen Chimü-Keramik nimmt die Provinz 
Lambayeque ein, über deren Kulturentwicklung erst Bennett im Jahre 
1936 durch ausgedehnte Grabungen Klarheit geschaffen hat 110 . Hier fällt 
die Blütezeit (Lambayeque I) in eine ältere Periode, in der die Keramik noch 
stärker von Mochica-Typen abhängig war, was sich unter anderem darin 
äußert, daß die Steigbügelhenkel noch frei von späteren Umwandlungen 
und Zutaten (Abflachung, Figürchen und Reliefen) sind. Dennoch überwiegen 
bereits die Charakteristika des Spätchimü-Stils, vor allem in den Gefäß- 
formen. Zwei im Spätchimu seltenere Haupttypen von Lambayeque I 
sind: 1) ein DS-Gefäß mit Ringfuß und bandförmig flacher oder viereckiger, 
wie ein Gewölbebogen gestalteter Brücke, 2) ein HJ, dessen Ausguß häufig 
als Menschenkopf gestaltet ist. Für beide Formen gibt es bereits Prototypen 
in der Keramik des Küsten-Tiahuanaco-Stils 111 . Die für Lambayeque be 
sonders bezeichnenden Elemente der Dekoration bestehen aus „Champ- 
leve“-Mustern auf dem Ringfuß (Flächenornamenten, die sich von einem 
vertieften Grund abheben) und aus plastischen Ansätzen in Gestalt von 
Menschenköpfen, Menschen- und Tierfiguren, die sich bei den DS-Gefäßen 
auf der Brücke, an der Basis der Ausgüsse und auf dem Gefäßkörper er 
heben, bei den HJ auf dem Henkel und beiderseits des Ausgusses auf dem. 
Gefäß. Diese stilisierten und sehr ornamental wirkenden Kleinplastiken 
haben nur geringe Ähnlichkeit mit den realistischen auf den Tongefäßen des 
109 Kroeber 1926, 32—34, 35/6, 41/2; Ders. 1930, 103/4. 
110 Bennett 1939, 94 ff., besonders 122 und 143. 
111 Schmidt 1929, 275 (3 und 4) zu 1, 280—282 zu 2.
	        

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