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Der Erdball, 5.1931

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Der Erdball, 5.1931

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714807
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714807
Persistenter Identifier:
BV043853343
Titel:
Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften
Weitere Titel:
Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften
Erscheinungsort:
Greifswald
Verlag:
Abel
Erscheinungsjahr:
1902
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-710889
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-710889
Persistenter Identifier:
DE-11-002123471
Titel:
Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 7.1902
Erscheinungsjahr:
1902
Signatur:
LA 8100-7
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
7. Jahrgang 1902, Heft 6
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenrezension

Strukturtyp:
Zeitschriftenrezension
Titel:
Kekulé von Stradonitz: Ober die Untersuchung von Vererbungsfragen und die Degeneration der spanischen Habsburger. Arch. f. Psychiatrie, 1902. Bd. XXXV, Heft 3.
Sonstige Person:
Kellner
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Der Erdball
  • Der Erdball, 5.1931
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis. Jahrgang V, 1931
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 2
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 3. Afrika-Sondernummer
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 4
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 5
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt von Heft 5
  • Werbung
  • Milacsek, J. F.: Die Internationale Persische Kunstausstellung in London. Mit 7 Abbildungen auf Tafelseite 45-47
  • Ahmad, H. Manzooruddin: Kastenjoch in Indien. Mit 3 Abbildungen auf Tafelseite 48
  • Wallisch, Friedrich: Kairuan. Die heilige Stadt der Afrikaner. Mit 4 Abbildungen auf Tafelseite 49-50
  • Peßler, Wilhelm: Kulturkreis und Kernland Niedersachsen, ihre Bedeutung und Erforschung. Mit 4 Abbildungen auf Tafelseite 51-52
  • Wirth, Kurt: Chilenen und Argentinier
  • Leisegang, Herbert: Robinson Crusoe und Daniel Defoe. (Eine Würdigung des englischen Schriftstellers zu seinem 200. Todestag am 26. April 1931.)
  • Frobenius, Leo: Des Menschen Schicksal auf dieser Erde. (Schluß.)
  • Steinen, Helmut von den: Indien und England. Zum Gedenken an Josef Horovitz
  • Zeitschriftenrezension: Gotha, Das Buch einer deutschen Stadt. Herausgegeben von Kurt Schmidt. Heft IV
  • Zeitschriftenrezension: Handbuch der Geographischen Wissenschaft, Die Länder der Erde in Natur, Kultur und Wirtschaft. Herausgegeben von Fritz Klute. Lieferung 1: Afrika, Heft 1 von Fritz Klute. Lieferung 2: Australien, Heft 1 von Walter Geisler. Lieferung 3: Südamerika, Heft 1 von Otto Maull
  • Zeitschriftenrezension: Walter Mittelholzer, Kilimandjaro- Flug
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 6
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 7
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 8
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 9
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 10
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 11
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 12
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

194 
Tod noch eine Vernichtung gibt, die 
somit nur als eine solche geordneten 
und ununterbrochen geregelt vor sich 
gehenden Wandels, d. h. als „Wirk 
lichkeit“ gedacht werden kann. Die 
Menschheit dieser Kultur wird ge 
tragen vom Sinn des Lebens, dem 
sie sich fast widerstandslos hingibt. 
Von dieser muß sich wohl die an 
dere Kultur (die der Magie) in sehr 
früher Zeit abgezweigt haben, und 
zwar als Ergebnis einer Verödung der 
Umwelt, die die Menschheit in den 
Daseinskampf zwang. Ein Kampf mit 
der Tierwelt, der sich mit Steigerung 
der Naturverarmung für jeden bis 
zum Sein oder Nichtsein verschärfte. 
Auf ihr Wesen paßt die Denkweise 
eines Darwin. Daseinskampf und Aus 
wahl. An Stelle des Traumlebens im 
Sinne der Pflanzenwelt die Ekstase 
des Blutrausches und das Denken im 
Tierbild. Die Natur wird in dieser 
Kultur der Magie zu einer Welt der 
Tatsachen. Die Gestalt des Lebens 
löst sich auf in eine Gesamtheit der 
Formen und isolierter Geschicke. 
Es spaltete sich also in dieser 
zweiten Periode die „Natur“ im 
Kulturwerden für die Menschheit in 
„Wirklichkeit“ dort und „Tatsachen“ 
hier, wobei Lebensverschmelzung mit 
dem Schicksal Pflanze die Verein 
seitigung der ersteren, die mit dem 
des Tieres die der letzteren bedingte. 
Kein Zweifel, daß das Kulturwerden 
der ältesten Zeit gleichsinnig ist dem 
vereinseitigenden „Erlebnis der 
Haupterscheinungen organischen Le 
bens auf der Erdoberfläche“: pflan 
zenhaft wird das eine, tierhaft das 
andere. Damit gewannen Mystik und 
Magie als Urkulturen Gestalt. 
Die dritte Kulturperiode zeigt den 
Einfluß des Blickfeldes, den die Him 
melswelt darstellt. Die Gestirne wer 
den zu Erziehern. Auch für den 
Gestaltwandel in dieser Kulturperio 
de erschließt sich uns das Verständnis 
leicht, wenn wir den Satz bedenken, 
daß der aktive Mensch zum ersten 
stets von einer Notwendigkeit erfüllt 
ist, sich irgendeiner Einstellung be 
vorzugt hinzugeben, daß er zweitens 
diesem jeweiligen Hauptinteresse alles 
früher bevorzugt Beachtete unter 
ordnet und daß er drittens endlich 
sich dem Dienste der jeweilig domi 
nierenden Idee bis zur völligen Selbst 
identifizierung mit ihr hingibt. — Also 
die Kultur gestaltet sich nunmehr ent 
sprechend den Phänomenen, die die 
vom menschlichen Auge ehrfurchts 
voll beobachteten Gestirne ausstrah 
len. Der Wandel der Gestirne be 
stimmt die „Zeitformen“ (ein aus 
gezeichneter Ausdruck Dacques) der 
Kulturen dieser dritten Periode. Die 
Vorstellungswelt der Menschheit 
wandelt deren Bahnen, deren Verlauf 
nun zum Symbol alles Lebens, somit 
auch des eigenen, des menschlichen, 
wird. Der Bilderreichtum der 
mythologischen Kultur entsteht. 
Wiederum im Sinne der Polarität, 
denn die lunaren Kulturen (bevor 
zugte Beobachtung des Nachthim 
mels und des Mondes) und die solaren 
(Beobachtung der Sonne und des 
Taghimmels) stellen sich ihrem inner 
sten Sinne nach als Spaltungsergeb 
nisse dar, wie Mystik und Magie, sind 
also Vereinseitigungen wie Patriar 
chat und Matriarchat. Diese Aus 
wirkung der Polarität in Spaltungs 
erscheinungen (wie sie ja auch in der 
organischen Welt in der Ausbildung 
der Geschlechter wesensbestimmend 
ward) scheint mit der astralen Kul 
turperiode ihre Gestaltungshöhe 
überschritten zu haben. Ihr letzter 
Ausdruck leitet die vierte Periode 
der als altgeschichtlich faßbaren Kul 
turen ein. 
Die Zeitformen der vierten Kultur 
periode unterscheiden sich von den 
vorherigen dadurch, daß der Mensch 
selbst zum Interessengebiet wird.
	        

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