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Jahrbuch für Volkskunde, 16.1993 N.F.

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Jahrbuch für Volkskunde, 16.1993 N.F.

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714807
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714807
Persistenter Identifier:
BV043853343
Titel:
Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften
Weitere Titel:
Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften
Erscheinungsort:
Greifswald
Verlag:
Abel
Erscheinungsjahr:
1902
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-710889
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-710889
Persistenter Identifier:
DE-11-002123471
Titel:
Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 7.1902
Erscheinungsjahr:
1902
Signatur:
LA 8100-7
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
7. Jahrgang 1902, Heft 5
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenrezension

Strukturtyp:
Zeitschriftenrezension
Titel:
324. J. Naue: Bronzegürtelschnallen der Völkerwanderungszeit aus Spanien. Prähistorische Blätter 1901. Bd. XII, No. 6 - J. Naue: Drei weitere Schnallen derselben Art. Präh. Bl. 1902. Bd. XIII, No. 2
Sonstige Person:
Walter
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 8.1865
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Vorwort: Vorwort
  • Leerseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Aus China durch die Mongolei nach Sibirien. II.
  • Ethnographische Schilderungen aus dem Gebiete des Amazonenstroms. II. Die Chontaquiros oder Piros
  • Willkomm, Moritz: Das Benedictinerkloster auf dem Monserrat
  • Die Erreichung des Nordpols
  • Schlagintweit, Emil: Geschichtliche Entwicklung des indischen Kastenwesens
  • Birnbaum, H.: Die neuesten Erfahrungen und Ansichten über die Ursachen der Stürme, über ihre Fortpflanzung und Vorausbestimmung
  • Lommatzsch: Ein Ausflug in den Kleinen Atlas und die Groߟe Kabylie. I.
  • Das südamerikanische Rindfleisch
  • Zeitschriftenrezension: Neue Bücher
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

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H . Birnbaum : Die neuesten Erfahrungen und Ansichten über die Ursachen der ©türme 
treffen . Dieser stellte sich auch sehr bald ein und wüthete zwei volle Tage auf das Furchtbarste . Meistens zeigte sich während des Sturmes ein noch tieferes Fallen des Baro - meters , aber er hat auch zuweilen mitten im Ausbruch der größten Heftigkeit plötzlich wieder ein Steigen desselben beobachtet , woraus sich aber keiue bestimmte Folgerung ziehen ließ , denn die Dauer des Sturmes war nach einer solchen Wahrnehmung eben so oft knrz als lang . 
Am 2 . August 1837 kündigte der Hafenmeister von Puerto Rico um 4 Uhr Nachmittags den Führern der Schiffe an , sie hätten sich auf einen wahrscheinlich bald ein - treffenden starken Sturm gefaßt zu machen , denn das Ba - rometer sei plötzlich sehr bedeutend gefallen . Der mittlere Stand des Quecksilbers ist ain genannten Orte 337 Linien , gegen 8 Uhr Abends war er zu 333 , 28' " herabgesunken , um 11 Uhr zeigte er 329 , 9' " , und nun fiel er rasch ans 315 , 27 . Die vorläufige Warnung und der nachfolgende sorgenvolle Bericht über die weiteren Beobachtungen blieben natürlich nicht unbeachtet . Aber ungeachtet aller nur möglichen Vorsichtsmaßregeln brach dennoch das Unglück mit der furchtbarsten Wiith herein . Von den 33 vor Anker liegenden Schiffen konnte nicht ein einziges vom Untergänge gerettet werden . Die Gewalt des Sturmes war so groß , daß iu St . Bartholome allein 250 Ge - bände zerstört wurden . Noch schrecklicher war die Verwü - stnng auf St . Thomas ; hier sperrten die Trümmer von 36 gescheiterten Schiffen den Hafen , das Fort am Ein - gange desselben war zerstört , als wenn es ans das Furcht - barste mit schwerem Geschütze beschossen worden wäre ; die Wnth des Orkans war so groß gewesen , daß ein großes schö - nes Gebäude von seinem Fundamente losgerissen und mitten auf die Straße geschoben wurde , viele andere Häuser waren in sich zusammengestürzt , ans einander gerissen , andere umgeworfen und auf deu Kopf gestellt . Das furchtbarste Erdbeben hätte kaum eine schrecklichere Verwüstung ten können . 
Nach deu neuesten Forschungen wird es nun sehr wahr - scheinlich , daß die Sturmbewegungen den Charakter eines großartigen Wirbelwinds haben , wozu vorzugsweise iu der Region der Calmen vielfach die Veranlassung vorkommt . Die Erfahrung hat auch gelehrt , daß selbst kleiue leicht zu übersehende Wirbelwinde eine bedeutende mechanische Kraft ausüben können . So entstand am 8 . April 1833 zwischen Calentta und dem großen Salz - wafsersee , der ungefähr drei engl . Meilen östlich von der Stadt gelegen ist , eine solche kreisende Luftbewegung , welche in Zeit von vier Stunden nicht weniger denn 215 Men - schen tödtete , 223 verwundete und außer vielfachen ande - ren Verwüstungen 1239 Fischerhütten umwarf ; eiu langes Bambusrohr wurde durch einen fünf Fuß dicken Wall so hindurchgetrieben , daß die beiden Enden ans der Mauer - bekleidung hervorsahen , welche davon durchbohrt war . Der Herausgeber der India Review bemerkt dabei , daß kaum ein Sechspsünder eine ähnliche Wirkung habe hervorbringen können . — Am 25 . Oetober 1820 hatte man auf einer Bleiche zu Antsdorf in Schlesien so eben einige hnn - dert Schock weiße Leinwand , die auf derselben ausgespannt waren , begossen , und die Lente saßen eben bei Tische , als nach 12 Uhr ein stürmender Wirbelwind hereinbrach , der plötzlich so viel Staub aufwirbelte , daß sich das Tageslicht iu finstere Nacht verwandelte . Der Wirbelwind zerdrückte die Fenster des Bleichhauses , zerbrach unter fürchterlichem Krachen die Flügelthüren des Gebäudes und hob die Thüre aus ihren Angeln , so daß der Sturm quer durch das Haus hindurchfuhr und auf der andern Seite einen großen Lei - terwagen umstürzte , mit den Rädern nach oben gekehrt . 
Die Leinwand wurde vom Wiude losgerissen , in mehrere Knäule aufgewickelt , der größte Knänl hoch emporgehoben und 40 Fuß weit über das Bleichhaus hinüber fortgeführt , bis er in einer Entfernung von 150 Schritt zwischen Strauchwerk im Graben seinen Ruhepunkt gefunden hatte . Man hatte mehrere Stunden damit zu thun , um diese ganze in einander gefilzte Masse wieder zu entwirren ; sie bestand aus 27 Schock , wovon jedes 23 Pfund wog . In der Mitte dieses Knänls steckte ein 7 Fuß langes , 11 Zoll breites und 2V * Zoll dickes Brett , welches als Steg über einen nahen Graben gedient hatte . Dies furchtbare Er - eigniß war in Zeit von zwei Minuten durchgeführt worden . 
Die Wirbelwinde fallen mit dein Phänomen der Tromben zu Wasser und zu Lande in eins zusammen ; der Unterschied besteht blos darin , daß dort der Beobachter sich innerhalb der Peripherie der kreisenden Luftbewegung befindet , während er hier seinen Stand außerhalb des Wirkungskreises hat . Man weiß jetzt ziemlich gewiß , daß die Ursache zu dieser Klasse von Naturereignissen Haupt - sächlich in einer plötzlichen Störung des Gleichgewichts der Temperatur und der Elektricität der Atmosphäre ihren Grund hat . Die Phänomene ereignen sich gewöhnlich an windstillen heißen Tagen , wo die hochgehende Sonne mit ihrer ganzen Kraft den Boden erhitzt ; aussteigende Luft - ströme erzeugen dauu ein gar leicht zu störendes Gleichge - wicht , während die kältere Lnst von oben begierig ist ein - zudringen ; gelingt ihr dies , so entsteht aus beiden sich widerstrebenden und bekämpfenden Windbewegungen der Wirbelstnrm . Wo aber ungleich erwärmte Lnft mit ein - ander in Contact oder in Kampf geräth , fehlt die Ursache zur Elektricität nicht . Bruce hat diese Naturerscheinung in der nub ischen Wüste oft beobachtet . „ In der weiten wüsten Ebene " , erzählt er im IV . Bande seiner berühmten Reisen , „ von Westen nach Nordwesten sahen wir in ge - wissen Entfernungen eine Anzahl erstaunlich hoher Säulen von wirbelndem Sande , die sich bald sehr hurtig bewegten , bald mit majestätischer Langsamkeit fortrückten . Zuweilen dachten wir , sie würden uns in wenig Minuten überschüt - ten , und es flogen auch dann und wann kleine Quantitäten Sand zu uns herüber , bald zogen sie sich wieder zurück und kamen uns fast ganz ans dem Gesichte . " Mit Hülfe der Elektrisirmaschine lassen sich jetzt dieWasser - und Sand - hosen im Kleinen durch Versuche nachahmen . — Es bedarf wohl kanm der Erwähnung , daß in der Region der Eal - men zu Land und zn Wasser die eben erwähnte Voraus - setzung nicht blos sehr oft , sondern auch im großartigsten Maßstabe stattfindet , so daß es recht gut denkbar ist , wie daraus Wirbel entstehen können , welche große Länder - strecken und Meeresflächen zu überziehen im Stande sind . 
Was nun das Erforschen der Gesetze der großen Stürme betrifft , welche sich oft über Oceane und Welt - theile , ja zuweilen über die ganzeErde ausgebreitet haben , so haben Reid , Redfield , Manry , Fitzroy , Dove n . m . A . schon sehr erfreuliche Resultate zu Stande ge - bracht . Besonders ist ihnen die Seefahrtskunde zu großein Danke verpflichtet , weil sie zunächst den größten Gewinn davon eingeerntet hat . Sie sind allerdings noch nicht einerlei Meinung über die Ursachen und über die Art der Bewegung der Stürme , und es wird wohl noch einige Zeit darüber hingehen , bis dieser Ansichtenstreit ansgesochten ist ; aber darin haben sie sich jetzt alle geeinigt , daß diese Lnftbewegnng mit den Schwankungen des Barometers in innigster Beziehung steht , daß es sogar möglich sei , die Richtung der Sturmbewegung aus der Art der Barome - terschwanknngcn mit großer Wahrscheinlichkeit voraus zu bestimmen . Und gerade hierauf bezieht sich eine in Eng -
	        

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