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Globus, 85.1904

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 85.1904

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714807
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714807
Persistenter Identifier:
BV043853343
Titel:
Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften
Weitere Titel:
Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften
Erscheinungsort:
Greifswald
Verlag:
Abel
Erscheinungsjahr:
1902
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-710889
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-710889
Persistenter Identifier:
DE-11-002123471
Titel:
Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 7.1902
Erscheinungsjahr:
1902
Signatur:
LA 8100-7
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Vorsatzblatt

Strukturtyp:
Vorsatzblatt
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 85.1904
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXXXV. Bandes
  • Korrekturen: Berichtigungen zum LXXXV. Bande
  • Leerseite
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 1. Januar 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 7. Januar 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 14. Januar 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 21. Januar 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 28. Januar 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 4. Februar 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 18. Februar 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 25. Februar 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 3. März 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 10. März 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 17. März 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 24. März 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 1. April 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 7. April 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 14. April 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 21. April 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 28. April 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 5. Mai 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 19. Mai 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 26. Mai 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 2. Juni 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 9. Juni 1904
  • Fischer, H.: Eine altmexikanische Steinfigur
  • Gessert, Ferdinand: Über Rentabilität und Baukosten einer Kunene-Ableitung. (Schluß)
  • Schnee: Zur Geologie des Jaluit-Atolles. (Fortsetzung)
  • Vierkandt, A.: Der Mimus. Eine Besprechung
  • Baron Tolls letzter Bericht
  • Nachruf: Henry M. Stanley [gest.]
  • Kleine Nachrichten
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 16. Juni 1904
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 23. Juni 1904
  • Sonstiges: [Inhalt, Eingesendete Neuigkeiten, Werbung]
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

GLOBUS . 
ILLUSTRIERTE ZEITSCHRIFT FÜR LÄNDER - und VÖLKERKUNDE . 
VEREINIGT MIT DEN ZEITSCHRIFTEN : „ DAS AUSLAND“ UND „ AUS ALLEN WELTTEILEN“ . 
HERAUSGEGEBEN VON H . SINGER UNTER BESONDERER MITWIRKUNG VON Prof . Dr . RICHARD ANDREE , 
VERLAG von FRIEDR . VIEWEG & SOHN . 
Bd . LXXXV . Nr . 22 . BRAUNSCHWEIG . 9 . Juni 1904 . 
Nachdruck nur nach Übereinkunft mit der Verlagshandlung gestattet . 
Eine altmexikanische Steinfigur . 
Von H . Fischer . Stuttgart . 
Mit 5 Abbildungen nach Aufnahmen des Verfassers . 
In Kunst - und Alterturnssammlungen finden sich weilen , versteckt in der Fülle des heimischen Materials , Stücke , die ihrer Herkunft nach in ein ethnographisches Museum gehören , und die oft lange unbeachtet bleiben , bis ein glücklicher Zufall sie ihrer Vergessenheit entreißt . Nicht selten sind diese Stücke von großer ethnographischer Bedeutung . 
Auch in den Beständen der Stuttgarter sammlung fand sich manch kostbares Stück dieser Art . Graf Karl von Linden , dem rührigen Vorstand des Württembergischen Vereins für Handelsgeographie und dem Schöpfer des Museums für Völker - und Länderkunde in Stuttgart , ist es gelungen , die im Museum für ländische Altertümer aufbewahrten Gegenstände graphischen Charakters , die in der Fülle des dortigen Materials so gut wie keine Beachtung fanden , für die ethnographische Sammlung zu gewinnen , wo sie mit Wahrung des Eigentumsrechts aufgestellt sind . 
Unter diesen Sachen befinden sich nun einige recht seltene und alte Stücke , die es verdienen , allgemein bekannt zu werden . Stammt doch ein Teil der lungen noch aus der alten fürstlichen Raritätenkammer , deren Bestände schon sehr lange im Besitz des bergischen Fürstenhauses sind . 
Bei genauer Durchsicht der Altertumssammlung fand sich eine Reihe hochinteressanter alter Stücke der schiedensten Herkunft , von denen ich heute eine geradezu wundervolle Steinfigur aus dem alten Mexiko greifen möchte . Es ist eine Darstellung des Quetzal - couatl , des Windgottes der alten Mexikaner , die , was das Material wie die Feinheit der Arbeit betrifft , zu den besten Stücken der altmexikanischen Zeit zu rechnen sein dürfte . 
Das Material ist ein nephritoides Gestein von grüner Farbe mit lichtgrauen Bändern und gesprenkelten Schlieren . Die etwas körnige Struktur ist sehr schön homogen und hat überall eine feine Politur angenommen . Aus diesem harten Stein ist die Figur mit großer Sorgfalt und fein künstlerischem Verständnis herausgearbeitet . Sie mißt in der Höhe 297 mm und ist an der Brust 123 mm breit und 83 mm dick . 
Auffallend ist vor allem die eigenartige , von den meisten Darstellungen ganz abweichende Gestalt des Gottes . Ist er doch , wie aus Abb . 1 hervorgeht , weise als Skelett dargestellt . 
Globus LXXXV . Nr . 22 . 
In Mund und Wangen sind rotgefärbte stückchen eingesetzt , auch in der Nase steckt noch ein gelbes , wahrscheinlich aus einem Zahn geschliffenes Fragment , das zweite ist leider ausgefallen . Diese Farbenzusammenstellung entspricht der Gesichtsbemalung des Gottes in den Bilderschriften . 
Eigenartig sind auch zwei Löcher , die von vorn in die Steinfigur gebohrt sind . Das eine derselben geht halb des Brustbeines ungefähr in einem Winkel von 45 Grad nach oben gerichtet 80 mm tief in die Figur , das andere führt etwa von der Stelle des Nabels in einem schwachen Winkel nach oben 40 mm tief in die Figur . Das obere Loch ist annähernd rund und hat einen Durchmesser von 16 mm , in seinem Anfang ist es 5 mm tief auf ungefähr 22 mm erweitert . Das zweite , tiefer sitzende Loch ist oval mit einem Längsdurchmesser von 18 mm und einem Querdurchmesser von 11 , 5 mm . Auch dieses Loch ist in seinem Anfang erweitert , und zwar auf 28 mm Durchmesser bei einer Tiefe von nicht ganz 10 mm . Der Zweck der Löcher ist schwer zu sagen . Vielleicht waren früher , wie im Gesicht , farbige Steine oder Muschelstücke eingesetzt . 
Wenn auch die Figur infolge ihrer eigenartigen stellung nicht leicht als Quetzalcouatl zu erkennen ist , so geben uns Tracht und Attribute des Gottes , die sehr charakteristisch ausgeführt sind , sofort darüber schluß . 
Kopf - und Schambinde haben die eigentümlichen runden Enden , die auch die Darstellungen des gottes in den Handschriften zeigen . Die Kopfbinde ist auf dem Scheitel zu einem niederen , länglichen Knoten geschlungen und hängt zu beiden Seiten des Kopfes in je zwei Bändern herunter , die mit einer Reihe von Symbolen in erhabener Arbeit geschmückt sind . 
Auf der rechten Seite ( Abb . 2 ) ist die oberste stellung des vorderen Bandes das Symbol ehecatl ( Wind ) , das zweite Tageszeichen . Das zweite Symbol ist calli ( Haus ) , das dritte Tageszeichen , und das letzte Symbol des ersten Bandes ist das Zeichen des Abendsterns , ein Schädel mit der Hieroglyphe der Venus . Das zweite Band der rechten Seite beginnt oben wieder mit calli ( Haus ) , dann folgt ogomatli ( Affe ) , das elfte zeichen , und am Ende wieder das Zeichen des sterns . 
Auf der linken Seite ( Abb . 3 ) ist das obere Zeichen des 
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