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Zeitschrift für Volkskunde, 83.1987

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Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

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Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Zeitschrift für Volkskunde, 83.1987

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714790
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714790
Persistenter Identifier:
BV041717830
Titel:
Zeitschrift für Volkskunde
Weitere Titel:
Zeitschrift für Volkskunde
Erscheinungsort:
Münster [u.a.] ; München ; Berlin
Verlag:
Waxmann, Deutsche Gesellschaft für Volkskunde
Erscheinungsjahr:
1929
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-709974
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709974
Persistenter Identifier:
DE-11-001938290
Titel:
Zeitschrift für Volkskunde, 83.1987
Erscheinungsjahr:
1987
Signatur:
LA 8001-83
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis
Titel:
Inhalt
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Anthropos
  • Anthropos, 61.1966
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Index Auctorum
  • Inhaltsverzeichnis: Index Geographicus
  • Inhaltsverzeichnis: Index Rerum
  • Inhaltsverzeichnis: Index Illustrationum
  • Zeitschriftenheft: Bd. 61, 1966, Heft 1-2
  • Burgmann, Arnold: Sechzig Jahre Anthropos
  • Pinnow, Heinz-Jürgen: Einige Züge indianischen Denkens dargelegt an den Sprachen der Athapasken
  • Clemhout, Simone: The Psycho-Sociological Nature of Nativistic Movements and the Emergence of Cultural Growth
  • Fischer, Hans: Cargo-Ideen
  • Rudy, Zvi: Die Piktographie mit besonderer Berücksichtigung der Völkerschaften Sibiriens
  • Guerry, Vincent: La mort chez les Baoulé
  • Pollak-Eltz, Angelina: Die Paraujano, ein arawakischer Fischerstamm in der Laguna de Sinamaica, Estado Zulia, Venezuela
  • Rosner, Victor: Fire-Walking the Tribal Way
  • da Silva, Alcionilio Brüzzi Alves: Estrutura da Tribo Tukano
  • Eder, Matthias: Der Buddhismus in der japanischen Kulturentwicklung
  • Kochar, V. K.: Village Deities of the Santal and Associated Rituals
  • Hentze, Carl: Die Regenbogenschlange. Alt-China und Alt-Amerika
  • Schröder, Dominik: Die Puyuma von Katipol (Taiwan) und ihre Religion. Ein Kurzbericht aus dem Felde
  • Burgmann, Arnold: Heinrich Maurers Grammatik der Tangga-Sprache (Melanesien) (Micro-Bibliotheca Anthropos, Vol. 39)
  • Burgmann, Arnold: K. Neuhaus' Wörterbuch der Pala-Sprache (Neuirland) (Micro-Bibliotheca Anthropos, Vol. 40)
  • Hermanns, Matthias: Analecta et Additamenta
  • Miscellanea
  • Literaturverzeichnis: Bibliographia
  • Literaturverzeichnis: Publicationes recentes
  • Literaturverzeichnis: Periodica
  • Autorenindex: Mitarbeiter dieses Heftes. Auteurs de ce fascicule. Contributors to this issue
  • Zeitschriftenheft: Bd. 61, 1966, Heft 3-6
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Cargo-Ideen 
53 
wo eigentlich die Güter (Cargo) der Weißen herkommen, wird hier nicht ein 
deutig beantwortet. Jedenfalls werden sie nicht hergestellt, weder von den 
Weißen, noch von den Totengeistern. Sie werden von letzteren im Land der 
Weißen nur auf Schiffe verladen und nach Neuguinea geschickt. Auch die 
Präge, warum nur die Weißen alle Güter haben, Eingeborene aber nicht, wird 
unterschiedlich beantwortet. Während Kereson sagt, die Weißen hielten alles 
von den Eingeborenen zurück, erzählt Poatra die Geschichte von einem Baum, 
durch den die Aufschriften an den Kisten geändert werden. Dziru scheint der 
Meinung zu sein, daß die Voraussetzung für Besitz der christliche Glaube an 
Gott sei. — Für dieses Gebiet eigentümlich scheint die Betonung des Geldes zu 
sein. Man will viel häufiger einfach Geld statt der Güter selbst. Auch hier wird 
behauptet, man folge dabei den Methoden der Weißen. In dieser Richtung geht 
a uch die Beobachtung, daß Cargo-Ideen sehr häufig mit Geschäftsuntei- 
uehrnungen Zusammenhängen (auch in anderen Gebieten Melanesiens findet 
sich diese Verquickung). Von den geschilderten Fällen hängt einer mit Kopra- 
pflanzungen, ein anderer mit Goldwäschen zusammen (beide in Mare). Die 
Männer Waibong und Abram hatten kleine Läden. Auch die jüngere Atsong 
spricht in ihrem zweiten Text von Pflanzungen, um die sich die Totengeistei 
kümmern. Die Vorstellung, daß aller Reichtum in Wirklichkeit von den Geistern 
stammt (und geschäftliche Unternehmungen nur ein Mittel zum Zweck sind), 
wird deutlich genug ausgedrückt. 
Zu einem eigentlichen Cargo-Kult scheint es nur in Mare gekommen zu 
se in. In allen anderen Fällen werden zauberische Praktiken durchgeführt, um 
Geld durch den Kontakt mit Totengeistern zu erhalten. Die hierbei benutzten 
Hilfsmittel (Ingwerwurzeln, Menschenknochen, Lianen, Rinde) sind sämtlich 
in der alten Kultur begründet, ebenso die Ideen vom Wesen und Aussehen der 
Totengeister (Erscheinen als Leuchtkäfer, Verständigung durch Pfeifen). Man 
Wendet sich an die Geister großer, bedeutender Männer, die vor nicht allzu- 
langer Zeit verstorben sind. Sie müssen offenbar nicht unbedingt direkte Vor 
fahren sein. Die Idee, daß Geister in Menschen eingehen (Besessenheit durch 
Geister), ist in diesem Gebiet ebenfalls alt. Hier tritt sie uns in zwei Formen 
en tgegen: In einigen Praktiken wird der Geist aufgefordert, in einen Men 
schen einzugehen, in den anderen Fällen (Atsong, Tim, Tsarara) scheint dei 
Geist von sich aus in den Menschen einzugehen, um durch ihn zu sprechen. 
Die Medien gehören allen Altersstufen an, es scheinen abei häufiger jüngeie 
Personen zu sein (Tsarara ca. 7, Gafen ca. 13, Atsong ca. 23 Jahre alt). Wie 
mehrere Informanten berichteten, finden sich diese Medien in allen Dörfern 
der Wampar. Hervorgerufen werden die Anfälle häufig durch äußcit Anlässe 
(die jüngere Atsongi ein Hubschrauber, meine Anwesenheit, Tsaraia. Bau 
des Flugplatzes). 
Für alle diese Angaben muß berücksichtigt werden, daß die Kenntnis- und 
Glaubensunterschiede innerhalb des Stammes sehr groß sind. "\ on dem Inhalt 
dessen, was ein Medium spricht, wissen meist nur einige wenige Personen des 
Dorfes. Und diese Kenntnis wird (wohl auch aus ganz praktischen Gründen 
der Geheimhaltung gegenüber Kirche und Verwaltung) selbst auf Nachfrage 
von anderen Dorfbewohnern nicht immer weitergegeben. Weder der Missionar
	        

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