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Baessler-Archiv, 20=45.1973(1972)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Baessler-Archiv, 20=45.1973(1972)

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714790
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714790
Persistenter Identifier:
BV041717830
Titel:
Zeitschrift für Volkskunde
Weitere Titel:
Zeitschrift für Volkskunde
Erscheinungsort:
Münster [u.a.] ; München ; Berlin
Verlag:
Waxmann, Deutsche Gesellschaft für Volkskunde
Erscheinungsjahr:
1929
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-709973
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709973
Persistenter Identifier:
DE-11-001938287
Titel:
Zeitschrift für Volkskunde, 81/82.1985/86
Erscheinungsjahr:
1985
Signatur:
LA 8001-81/82
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Hinterer Buchspiegel

Strukturtyp:
Hinterer Buchspiegel
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Baessler-Archiv
  • Baessler-Archiv, 20=45.1973(1972)
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 20, 1972, Heft 1
  • Heintze, Beatrixe: Hermann Baumann. 9. 2. 1902 - 30. 06. 1972 [Nachruf]
  • Leerseite
  • Davenport, William: Social organization notes on the Nothern Santa Cruz Island: the outer reef islands
  • Leerseite
  • Wernhart, Karl R.: Gedanken um die Steinplastik "Spanier von Hawaii" im Museum für Völkerkunde zu Berlin
  • Leerseite
  • Helfrich, Klaus: Kurzgrammatik des Chol
  • Leerseite
  • Helfrich, Klaus: Sexualität und Repression in der Kultur der Maya
  • Leerseite
  • Trautmann, Wolfgang: Die Agrarregionen Mexicos vor der Conquista
  • Leerseite
  • Franz, Erhard: Zur gegenwärtigen Verbreitung und Gruppierung der Turkmenen in Afghanistan
  • Werbung
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 20, 1972, Heft 2
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt [sortiert nach Autoren]
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Baessler-Archiv, Neue Folge, Band XX (1972) 
111 
nicht lokalisieren. Das Chol-Gebiet umfaßt die Municipios Sabanilla 9 , Tila 10 , 
Túmbala, Salto de Agua 11 und Palenque 12 sowie den Nordteil des Municipio 
Yajalón (s. Karte); kleinere Gruppen, die weitgehend akkulturiert sind, leben 
in den Municipios Catazajá und La Libertad 13 , andere akkulturierte Gruppen 
bei Ocosingo. 
Das zu den Cholan-Sprachen 14 gehörende Chol zerfällt in zwei große 
Dialektgruppen, das östliche Tumbalteco und das westliche Tileco (vgl. Karte). 
Beide Gruppen grenzen sich stark gegeneinander ab 15 . Es gibt nach meiner 
Kenntnis nur zwei Rancherías, Potoja und Nichimja, in denen Angehörige 
beider Dialektgruppen beisammen wohnen. Durch Wanderbewegungen sind 
in neuerer Zeit Tumbalteco-Exklaven im nördlichen Tileco-Gebiet (nahe der 
Grenze zu Tabasco) und Tileco-Exklaven im östlichen Tumbalteco-Gebiet 
9 Moyos und Umgebung (s. Karte), das vor 30 Jahren noch zum Chol-Gebiet 
gehörte, wird heute von Tzotzil-Gruppen bewohnt. 
10 Im Gegensatz zu den in der Literatur zu findenden Angaben leben in Petalsingo 
(in Chol Kajol genannt) keine Chol, sondern Tzeltal. Befragungen alter Leute in 
Petalsingo ergaben, daß die Tzeltal seit mindestens vier Generationen diesen Ort 
bewohnen. Auch in verschiedenen Chol-Mythen werden die Bewohner von Kajol 
immer mit den Tzeltal identifiziert. Die Lage des Ortes — er befindet sich nahe 
dem Nordabhang des Ajcabalnä-Gebirges, das eine natürliche Barriere zwischen 
Chol- und Tzeltal-Territorium bildet - könnte die Vermutung nahelegen, daß 
Petalsingo vormals von Chol besiedelt war, die später von Tzeltal-Gruppen ver 
drängt worden sind. Die Tzeltal von Petalsingo und dem angrenzenden Gebiet 
von Yajalön weisen in ihrer materiellen Kultur (z. B. Hausbau, Tracht der 
Frauen) starke Chol-Einflüsse auf. 
11 In dem Ort Salto de Agua selbst leben neben Ladinos nur völlig ladinisierte Chol. 
12 Das eigentliche Chol-Gebiet reicht heute nur bis an den Ostabhang der Sierra de 
Palenque (s. Karte). Der östliche Teil des Municipio wird zum allergrößten Teil 
von Ladinos besiedelt; in ihm verstreut leben einige wenige, vor ca. 15 Jahren 
dorthin ausgewanderte Chol-Gruppen, die heute völlig ladinisiert sind. 
13 Es handelt sich um in jüngerer Zeit ausgewanderte Gruppen. Die wachsende 
Bevölkerungszahl im Chol-Gebiet und die Abnahme anbaufähigen Bodens wegen 
der rasch fortschreitenden Erosion zwingen immer mehr Chol zur Auswanderung 
aus ihrer alten Heimat. 
14 Zur Stellung des Chol innerhalb der Maya-Sprachfamilie vgl. u. a. Swadesh, 
1961; McQuown, 1956; McQuown, 1964; Gruhn, 1968. 
15 Zwischen beiden Gruppen bestehen gewisse Unterschiede im Phänotypus, in der 
modalen Persönlichkeit und der Kultur, doch überwiegen in den genannten 
Bereichen bei weitem die Gemeinsamkeiten. Aus möglicherweise politisch-histori 
schen Gründen herrschen zwischen Tumbaltecos und Tilecos ein tiefverwurzeltes 
Mißtrauen, zum Teil auch offene Feindschaft. Dementsprechend ist das tribale 
„Wir-Bewußtsein“ nur sehr wenig ausgeprägt. Man fühlt sich nicht als Chol, 
sondern als Tileco bzw. Tumbalteco.
	        

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