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Bibliographische Daten

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Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714791
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714791
Persistenter Identifier:
BV042275036
Titel:
Deutsches Jahrbuch für Volkskunde
Weitere Titel:
Deutsches Jahrbuch für Volkskunde
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Akad.-Verl., Institut für Deutsche Volkskunde, Berlin, Ost
Erscheinungsjahr:
1955
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-709742
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709742
Persistenter Identifier:
DE-11-001911661
Titel:
Deutsches Jahrbuch für Volkskunde, 6.1960
Erscheinungsjahr:
1960
Signatur:
LA 2200-6
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Der Pirol im märkischen Volksmund Ein Beitrag zur volkssprachlichen Urschöpfung
Sonstige Person:
Bretschneider, Anneliese
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Ethnographie in der DDR
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Abbildung: Ute Mohrmann mit Leonore Scholze-Irrlitz und Studierenden 2017 im Oderbruch. Foto: Sarah Etz.
  • Sonstiges: Die ausgewählten Texte entstanden in der Zeit von 1986 bis 2018 [...]
  • Kapitel: Berliner Blätter, Heft 79, 2018
    Kapitel: Berliner Blätter, Heft 79, 2018
  • Kapitel: Einleitung
  • Kapitel: Statement einer (DDR-) Volkskundlerin aus der BRD
  • Abbildung
  • Kapitel: Briefdokument: Redaktion »Pöbel!« an Ute Mohrmann vom 12.11.1990
  • Kapitel: Die Abwicklung: »In der Tat unglaublich«
  • Kapitel: Sorge um Erneuerung und Fortexistenz der Volkskunde in Berlin. Offener Brief an die Fachöffentlichkeit vom Januar und Information zur Situation am Bereich Ethnographie vom September 1991
  • Kapitel: Volkskundliche Universitätsausbildung für Museumspraktiker der DDR. Zum 100jährigen Jubiläum des Museums für Volkskunde der Staatlichen Museen zu Berlin
  • Kapitel: Eröffnung des Ehrenkolloquiums für Wolfgang Jacobeit
  • Kapitel: Wegmüssen: Entsiedlung im Kohlerevier. Versuch einer Wahrnehmung laufender Ereignisse
  • Abbildung
  • Kapitel: Blick-Wechsel Ost-West. Beobachtungen zur Alltagskultur in Ost- und Westdeutschland
  • Kapitel: Volkskunde in der DDR während der fünfziger und sechziger Jahre
  • Kapitel: »roundabout 638«. Zur DDR-Volkskunde Ende der sechziger und während der siebziger Jahre
  • Kapitel: Volkskunde in der DDR vor ihrem Ende
  • Kapitel: Fachfrauen - Frauen im Fach. Ostdeutsche Volkskundlerinnen
  • Kapitel: Vier Jahrzehnte Ethnographie an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Kapitel: Berliner Ethnographentreff. Bilanz der Jahre 1978 bis 1989
  • Abbildung
  • Kapitel: Museen und Volkskunde der DDR im kulturpolitischen Kontext
  • Kapitel: Ländliche Kulturen im Visier. Wissenschaftsgeschichtliche Tendenzen in der DDR-Volkskunde
  • Kapitel: Großstadt als volkskundliches Forschungsfeld? Eine Frage im wissenschaftsgeschichtlichen Kontext der DDR-Volkskunde
  • Kapitel: »Volkskunst« - die Basiskultur von damals? Wolfgang Steinitz und die kulturelle Praxis
  • Abbildung: Paul Nedo. 1908-1984
  • Kapitel: Paul Nedo und seine Berliner Jahre
  • Abbildung: Wolfgang Jacobeit, 1921-2018
  • Kapitel: Prof. em. Dr. Wolfgang Jacobeit (1921-2018). Worte des Gedenkens
  • Literaturverzeichnis: Textnachweise
  • Literaturverzeichnis: Verzeichnis der Schriften von Ute Mohrmann
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Von der Ergologie zur historischen Alltagsforschung 
Die von der DDR-Volkskunde initiierte und 1955 in Berlin stattgefundene inter- 
nationale Tagung »Agrarethnographie« hatte zu einer weitgehenden Akzeptanz 
des bisher marginalisierten Forschungsbereichs der bäuerlichen Arbeit und 
Wirtschaft geführt. Zu den ersten Anliegen historischer Dorfforschung in der 
DDR gehörten die vom Berliner Akademie-Institut für Volkskunde unmittel- 
bar nach seiner Gründung aufgenommenen Inventarisationen von Arbeits- 
geräten der bäuerlichen Wirtschaft, der Fischerei, des Weinbaus und des Trans- 
portwesens sowie eine weitflächige Bestandsaufnahme dörflicher Altbauten. 
Wolfgang Jacobeit und Rudolf Weinhold hatten daran entscheidenden Anteil. 
Die wissenschaftliche Analyse führte im Laufe der sechziger Jahre von der 
Geräteforschung zu ethnographischen Studien einer Geschichte der agraren 
Produktivkräfte.* Für das Forschungskonzept leistete Wolfgang Jacobeit mit der 
1965 publizierten historiographischen Darstellung zur bäuerlichen Arbeit und 
Wirtschaft einen grundlegenden theoretisch-methodologischen Beitrag.“ Zu- 
dem hatte er schon Anfang der sechziger Jahre eine breite historische und ter- 
titoriale Zusammenhänge ausweisende Monographie über Schafhaltung und 
Schäfer in Zentraleuropa bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts eingebracht.” Die 
Untersuchung anderer nichtbäuerlicher Schichten des Dorfes, insbesondere 
der Landarbeiter, aber auch sächsischer Bergleute und Spielzeugmacher, nicht 
zuletzt die Abhandlung über die Bauernhäuser und die Wohnweise der unteren 
Schichten der Dorfbevölkerung bildeten das Fundament der weitergeführten 
agrarethnographischen Forschung.‘ 
In der Folkloristik wurde mit umfangreichen Untersuchungen zur sozial- 
kritischen Volksdichtung, die konzeptionell auf dem Steinitzschen Verständnis 
von den antifeudalen und demokratischen Traditionen in der geistigen Kultur 
gründeten, ein in der bisherigen Forschung vernachlässigter Teil historischer 
ländlicher Kulturen erschlossen. Dem »sozialkritischen Gehalt und der sozia- 
len Funktion« der Lieder, Märchen, Sagen und Schwänke galt das wissenschaft- 
liche Interesse von Wolfgang Steinitz, Doris und Erich Stockmann, Ingeborg 
Weber-Kellermann, Waltraud Woeller, Gisela Burde-Schneidewind, Hermann 
Strobach und Siegfried Neumann.’ 
Die Profilierung der DDR-Volkskunde insgesamt vollzog sich allerdings in 
einem längeren, nicht konfliktlos verlaufenen Prozeß. Er führte seit den sieb- 
ziger Jahren zu einer konsequenten Historisierung und zunehmenden Gegen- 
wartsbezogenheit des Faches im allgemeinen und der Dorfforschung bzw. 
Agrarethnographie im besonderen. Fortan realisierte die Volkskunde mit pro- 
tunden Einzeluntersuchungen ihren eigenen konzeptionellen Anspruch einer 
komplexen sozial- und kulturgeschichtlichen Sicht auf Lebensweise und Kul- 
tur der »werktätigen Dorfbevölkerung vor allem im Feudalismus und in der 
Übergangsperiode zum Kapitalismus«. An exponierter Stelle standen der von 
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