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Globus, 6.1864

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Nutzungslizenz

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Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 6.1864

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714789
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714789
Persistenter Identifier:
BV041701500
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Weitere Titel:
Anthropos
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul, Anthropos-Institut
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-709673
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709673
Persistenter Identifier:
DE-11-001896199
Titel:
Anthropos, 47.1952
Erscheinungsjahr:
1952
Signatur:
LA 1118-47
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Farbkeil

Strukturtyp:
Farbkeil
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 6.1864
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis: Illustrationsverzeichnis
  • Leerseite
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Brinkmann, Friedrich: Nürnberg. I.
  • Bulmerincq, M. v.: Die Jahrmärkte Rußlands, insbesonderer jener von Nischni-Nowgorod
  • Brinkmann, Friedrich: Reisebilder aus dem Etschlande. (Mit einer Ansicht von Schloß Tyrol.) II. Meran
  • Brehm, A. E.: Eine Stadt in der afrikanischen Wüste. Mursuk in Fessán, dem Lande der alten Garamanten
  • Mittheilungen des Goldgräbers Karl Goltz aus Otago in Neuseeland. I.
  • Ein Ausflug nach den Faröern
  • Isleib, Ludwig: Die slavischen Bewohner an der südöstlichen Grenze des deutschen Bundes
  • Die Eingeborenen Algeriens unter der Herrschaft Frankreichs. I.
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Ein Ausflug nach den Färöern. 
309 
eine Niederlassung mit einer Art Kai, am obern Ende 
des Weihola-Sees, ist. Die Ladung wird dann wei 
ter mit Fahrzeugen nach den Tuapeka-Minen herausge 
schafft; dort sind über 10,000 Menschen zu verpro 
viantiern. Man findet dort außer den Goldmineuren die 
entsprechende Masse von Kaufleuten, Gasthof-Besitzern, 
Speisewirthen, Handwerkern aller Art und eine Menge 
deutscher wie polnischer Handelsjuden, wie überall in der 
Welt. 
Boden und Klima sind ausgezeichnet für die Kultur 
von Weizen, Gerste, Hackfrüchten, Klee und Gräsern, so 
wie für Gemüse aller Art. Ich habe hier die schönsten 
Kartoffeln nnd Mohrrüben gegessen. Wegen fast gänz 
lichen Mangels an Bäumen ist der Boden leichter zu 
bestellen, aber das Einzäunen kostet um so viel mehr; 
nnd hin und wieder sind weite Strecken mit dem soge 
nannten Spartogras oder neuseeländischen Flachs be 
wachsen. Derselbe hat lange, stechende, lanzettförmige 
Blätter, die für Reisende mit empfindlicher Schienbeinhaut 
etwas Unbequemes sind. Wo dieses Gras und die 
Farrenkrauter in Massen wachsen, da findet mau das 
wilde Schwein, welches nichts weiter ist, als ein seit etwa 
9O Jahren verwildertes, europäisches Hausschwein. Ka 
pitän Cook setzte davon mehrere auf jeder Insel ab nnd 
ließ von den Häuptlingen das „Tabu" auf die Thiere 
legen; sie wurden durch diese Ceremonie unantastbar ge 
macht und haben sich mit Beistand einer wilden Religion 
so vermehrt, daß sie besonders auf der nördlichen Insel 
den Schäfereien durch Auffressen der Lämmer vielen 
Schaden thun. Es ist nichts llngewöhnliches für einen 
Schäferknecht, im Laufe eines Jahres 4 bis 500 Stück 
Schweine todtzuschlagen, die er dann der Verwesung über 
läßt. Merkwürdig ist es, wie leicht diese Thiere 
wieder gezähmt werden können, wenn sie jung 
eingefangen werden. Sie verlassen nach einer Woche 
die Wohnung des Herrn nur, um ihm wie ein Hund zu 
folgen. 
Der neuseeländische Flachs sieht ganz wie Cal 
mas aus; er hat lange Frnchtstengel mit purpurrothen 
Blüthen. Der Blumenkelch ist voll einer krystallhellen, 
honigsüßen Flüssigkeit, Maoris-Honig genannt. Tie 
calmusartigen Blätter sind grün und unzerreißbar; sie 
enthalten in den Faltungen,' besonders nach unten zu, 
eine Art Gninmi, welches, wie ich erst vor ein Paar Ta 
gen erfuhr, bei den Maoris als Heilmittel gegen wund 
gelaufene Füße gebraucht wird. D ieses Gummi'war lange 
Zeit das Hinderniß, um diesen Flachs in irgend einen 
brauchbaren Handelsartikel zu verwandeln; es ist jetzt 
längst beseitigt. Der neuseeländische Flachs wächst bis 
12 Fuß hoch, auf hohem trocknem Lande, aber auch auf 
etwas feuchtem Boden; sein tiefer Wurzelstock muß aus 
gegraben werden, wie die Pfahlwurzel eines Baumes. 
Ein A u s f l u g nach den Färöern. 
Thorshaven. — Leben auf den Inseln. — Der Vogelfang. 
Mit deni Dampfer Arctnrus hatten wir Leith, den 
Hafen Edinburgs, verlassen. Die bergigen Landschaften 
am Firth of Forth eiltschwanden unseren Augen, wir er 
reichten die offene See, und am Morgen des vierten Ta 
ges waren die Färöer in Sicht. Tie grauen mit grü 
nen Flecken bedeckten Trappfelsen lagen vor uns, und wir 
konnten die Schafe an den Bergen unterscheiden, welche 
den Inseln deil Namen gaben. Seevögel umschwärmten 
unsern Dampfer und tauchten in die'Wellen, die zahl 
reiche Boote trugen, in welchen die kräftigen Insulaner 
iil ihrenl selbstgesponnenen Wadnlal standen. In einem 
dieser Boote, welches 12 kräftige Bursche ruderten, lan 
deten wir im Hafen voll Thorshaveil. Das Städt 
chen ist rund um die Bucht herum gebaut, in die 
Höhllingen hinein, welche die Wogen in den Trappfelsen 
ausgefressen haben. Die Häuser sind meist aus Holz, 
die engen Straßen ziehen bergauf, bergab; große Stücke 
Walfischfleisch hängen in ihnen zum Trocknen alls. 
Unsre Freunde in Thorshaven waren begierig, die 
neuesten Nachrichten vom Festlande zu erfahren; wir er 
zählteil ihnen und lvurdeir dafür wieder mit Insel-Neuig 
keiten beglückt: daß die See ruhig sei, daß der Fischfang 
glücklich ablief, aber daß die Wale immer seltener 
würden und daß im letzten Jahre nur 2OO gefangen 
wurden. Daun dreht sich das Gespräch um den Vogel 
fang, der eine der Haupt-Beschäftigungen und ergiebigsten 
Erwerbsquellen für die Insulaner ist. Puffins und 
Guillemots sind die wichtigsten Vögel der Inseln. 
Die Guillemots, die man als dumme Thiere betrautet, 
sind in manchen Stücken doch sehr klug; denn zu tausen 
den brüten sie auf den Klippen der Inseln, legen ihre 
Eier auf den nackten Stein, und doch kennt jeder Vogel 
seine eigenen. Am 29. Juli, dein St. Olafs Tage, zie 
hen die Guillemots (Oolymdus grylle, die sogenannte 
„grönländische Taube") gen Süden und kehren ^erst am 
— Eine Walstschjagd. — Fahrt nach den Shetlandinseln. 
29. Januar, St. Pauls Tag, zurück. Fleisch und Federn 
dieser Thiere liefern dem Insulaner Nahrung und Han 
delswaare, und was an Fleisch nicht frisch verzehrt lvird, 
salzt man ein. Ter jährliche Fang beträgt etioa 55,000 
Stück; dabei läuft viel Gefahr mitunter, und die Kühn 
heit, mit der Männer und Knaben auf den Klippen den 
Vögeln nachgehen, erregt Bewunderung. Am leichtesten 
erlangt man die auf den uilteren Klippen brütenden Vö 
gel mit Böten von der See aus; viel schwieriger ist die 
Art des Fairges, welche auf den Inseln „Figling" ge- 
nannt wird. Von oben herab wird ein lvvhl hundert 
Faden langes starkes Seil an den Klippen niedergelassen, 
an den: ein Mann so befestigt ist, daß er Beine und 
Arme frei bewegeil kann. Ist er ein guter Vogelfänger, 
so darf er nie das Seil mit den Händen berühren und 
muß seine Beine so gebrauchen, daß er die Klippeil und 
mit ihnen die Vögel stets im Gesichte behält.. Fünf 
Männer halten oben das Ende des Seiles, das über 
Walzen bis znm Abhange der Klippen läuft, damit es 
von diesen nicht durchschnitten wird. Der iinten aber 
hat über sich den blauen Himmel, unter sich die schäu 
menden Wogen, vor sich die belebten schwarzen Klippen; 
Furcht und Schwindel darf er nicht kennen. Diese Art 
des Vogelfanges findet meist Mitte Juni statt, wenn die 
jungen Guillemots ansgebrütet und die Alten nicht sehr 
scheu sind. Ein guter Vogelfänger kann etwa 1000 
Guillemots in einem Tage fangen, aber er darf sie an 
ihren Brntplätzen nicht ganz ausrotten nnd muß vor 
Allem dafür sorgen, daß die Klippen nicht mit dem Blute 
der Vögel bespritzt werden, denn sonst kommen sie nicht 
wieder an diese Stelle. 
Der Hauptvogel der Färöer ist aber der Puff in, 
Fratercula aretica, von dem etwa 235,000 jährlich ge 
fangen werden. Er kommt um Mitte April und beginnt 
sogleich die Erdlöcher im weichen Grase von den Steinen
	        

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