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Curare, 33.2010

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Curare, 33.2010

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-709566
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709566
Persistenter Identifier:
DE-11-001876980
Titel:
Globus, 53.1888
Erscheinungsjahr:
1888
Signatur:
3851 bb:53
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
No. 9. 1888
Sonstige Person:
Deckert, Emil
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Curare
  • Curare, 33.2010
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Zeitschriftenheft: Vol. 33 (2010) 1+2: AGEM 1970-2010: 40 Jahre Forschen im "Interdisziplinären Arbeitsfeld Ethnologie & Medizin". Rückblick und Ausblicke, Teil 1
  • Titelseite
  • Sonstiges: Zum Titelbild/Cover pictures 33(2010)1+2: Mensch und Tier / Man and Animal
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt / Contents Vol. 33 (2010) 1+2
  • Autorenindex: Die Autorinnen und Autoren in curare 33(2010)1+2
  • Vorwort: Geleitwort zu Curare 33(2010) mit Anmerkungen zum Thema Transkulturelle Psychiatrie
  • Vorwort: Editorial: AGEM 1970-2010. 40 Jahre Forschen im "Interdisziplinären Arbeitsfeld Ethnologie & Medizin" im Spiegel der Curare I. Ein Blick zurück
  • Sonstiges: Programm der 23. "Fachtagung Ethnomedizin" 2010
  • Sonstiges: Ein Gruß zum 91. Lebensjahr dem transkulturellen Erzpsychiater Alexander Boroffka
  • Sonstiges: Gruß und Dank an Frau Professor Katesa Schlosser aus Kiel zum 90. Geburtstag
  • Sonstiges: Ein Leben für die werdenden Mütter. Liselotte Kuntner zum 75. Geburtstag
  • Sonstiges: 30 Jahre Curare: Dokumentation Ausgewählte Titelseiten VI (Curare und AGEM vor 20 Jahren im Dialog mit dem Leser)
  • Jilek, Wolfgang G.: Culture - "Pathoplastic" or "Pathogenic"? A Key Question of Comparative Psychiatry [Reprint 1982]
  • Jong, Joop de: Hundertfünfzig Jahre Psychopathologie und Kultur: von den minderwertigen Frontallappen der Eingeborenen zur kulturellen Neurowissenschaft
  • Blankenburg, Wolfgang: Ethnopsychiatrie im Inland. Norm-Probleme im Hinblick auf die Kultur- und Subkultur-Bezogenheit psychiatrischer Patienten [Reprint 1984]
  • Weigl, Constanze: Empfängnisverhütung und Familienplanung muslimischer Frauen in Nordindien
  • Luig, Ute: Über das Erinnern von Gewalt und die Verarbeitung des Schmerzes am Beispiel von Flüchtlingen und Ex-Kämpferinnen der TPLF
  • Wangenheim, Huberta von: Der gesellschaftliche Diskurs des Phänomens der médium unidad, einer besonderen Form der Wahrnehmung, im Kontext afrokubanischer Religionen
  • Blessing, Bettina: Viehische Architektur im 18. und 19. Jahrhundert. Konzepte artgerechter Tierhaltung auf dem Land
  • Roy, Babul: Zeme Naga Ethno-medicine and Animal-related Medicinal Practice
  • Kosack, Godula: Den Geistern das Leben, den Menschen das Fleisch. Das Hühneropfer bei den Mafa in Kamerun
  • Lesoeurs, Guy: Limpia con cuy: Body and Soul Cleansings (limpia and soplada) by Ecuadorian Shamans
  • Pongombo Shongo, Célestin: Von der tierärztlichen Ethnomedizin zur angewandten Ethnopharmakologie in der Region der Großen Seen Afrikas. Ein Überblick
  • Sterly, Joachim: Zum Terminus "Ethno-Biologie" und zur Onomasiologie des Wortes "Leben" in Ozeanien [Reprint 1978/79]
  • Protokoll: First Meeting of the EASA Medical Anthropology Student Network in Berlin
  • Protokoll: MEDICA VII International Interdisciplinary Conference. People vs the Natural and the Artificial: Power relationships, 09-10 April 2010, Tartu, Estonia
  • Protokoll: Bericht von der 6. MAAH (Medical Anthropology at Home) Konferenz, Abbaye de Royaumont, Frankreich, 7.-9. Mai 2010
  • Nachruf: Nachruf auf Dr. Arnold Radtke (1914-2008)
  • Nachruf: Nachruf auf Professor Hans Schadewaldt (1923-2009)
  • Nachruf: Trauer um Kurt F. Richter (1943-2009)
  • Nachruf: Trauer und Dank. Zum Tod von Paul Parin (1916-2010)
  • Nachruf: Nachruf auf Charles Leslie (1924-2009)
  • Nachruf: Unterwegs ins Offene. In Erinnerung an Professor Erich Wulff (1926-2010)
  • Nachruf: Nachruf auf Prof. Metin Özek (1930-2010)
  • Mitteilungen der Arbeitsstelle für Ethnomedizin (AfE) Hamburg No. 1, Oktober 1969 - No. 2, Februar 1970 - No. 3, September 1970
  • MAGEM Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin e.V. Nr. 22/1993 [Reprint]
  • Résumés des articles de Curare 33(2010)1+2
  • Zeitschriftenheft: Vol. 33 (2010) 3+4: AGEM 1970-2010: 40 Jahre Forschen im "Interdisziplinären Arbeitsfeld Ethnologie & Medizin". Rückblick und Ausblicke II: Anwendungen
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

was in der Regel bei mediums espirituales der Fall 
ist. Sie betont, sie wisse nicht, was geschehe unc 
sei daher nicht für das Geschehen verantwortlich, 
da ja nicht sie es sei, die agiere, sondern der Geist. 
Manchmal erschrecke sie das, denn sie habe keiner: 
lei Kontrolle über die Situation. So schildert auch 
die von Feraudy Espino interviewte, in Puerto Rico 
lebende kubanische espiritista und santera Irna: 
Durante el trance a uno se le queda la mente en 
blanco, es el espiritu el que actüa sobre tu cerebro, 
sobre ti, se apodera de tu consciencia e impone la 
suya. (Während der Trance verliert man das Be- 
wusstsein, es ist der espiritu, der durch dein Gehirn, 
durch dich agiert, der sich deines Bewusstseins 
bemächtigt und seins über deins stellt.) (FERAUDY 
EsPINO 2002: 38) 
Wenn Elsa spiritistisch arbeitet, ruft sie die 
muertos ihres cuadro espiritual und der Situation 
entsprechend manifestiert sich der Geist, der sich 
angesprochen und für das konkrete Problem zustän- 
dig fühlt. Wenn Menschen Trost suchen, erscheint 
eine Nonne, deren Name Sol Consuelo ist. Sehr 
häufig kommen Pa Francisco und Ma Francisca, 
zwei sehr alte afrikanische Geister, die viel /uz be- 
sitzen und dadurch über große Heilkräfte verfügen. 
Wenn eine Person unter einem muerto oscuro lei- 
det, erscheint Sabukenke, ein Geist, der der regla de 
palo entstammt. 
Anhand der Schilderung einer Situation, in der 
sie die Tochter einer Freundin mit Hilfe dieses Geis- 
tes heilte, veranschaulicht Elsa ihre Art und Weise, 
spiritistisch zu arbeiten. Die Freundin bittet sie um 
Hilfe für ihre Tochter, deren Haut von einem un- 
erklärlichen Ausschlag befallen ist. Das Mädchen 
wird von der Großmutter zu Elsa gebracht. „Seit 
acht Tagen schlief das Mädchen nicht mehr“, er- 
zählt Elsa, „sie war überall verfault“. Zunächst be- 
tet Elsa zu San Läzaro, dem Santo der Krankheiten. 
Dann weist sie ihre Freundin an, ihr, wenn es dem 
Mädchen nach dem Gebet besser gehe, einige Dinge 
wie Heilkräuter zu besorgen, mit denen sie es heilen 
werde. Am nächsten Tag kehrt die Großmutter mit 
dem Mädchen zu Elsa zurück. Sie berichtet ihr, dass 
es nach dem Gebet die ganze Nacht durchgeschla- 
fen habe. Als Elsa daraufhin ihre spiritistische Be- 
handlung beginnt, fällt sie in Trance und wird von 
ihrem muerto Sabukenke besessen. 
Das, was passiert ist, kann ich nicht genau er- 
klären, denn ich verliere manchmal das Bewusst- 
sein. Es arbeitete ein Geist, der sich Sabukenke 
32 
HUBERTA VON WANGENHEIM 
nennt. Der muerto arbeitete, er sagte uns, was wir 
tun sollten. Ich tat, was er sagte. 
Es gelingt Elsa, das Mädchen, das unter einem 
muerto oscuro leidet, der ihr von einer anderen Per- 
son mittels brujeria angehext worden ist, zu heilen. 
Kurze Zeit später bringt die Mutter das Mädchen 
aber erneut zu Elsa und bittet sie, ein Reinigungs- 
ritual durchzuführen, da es wieder erkrankt sei, 
angeblich durch verdorbenes Dosenfleisch. Elsas 
Freundin wagt nicht, den wahren Grund ihres Be- 
suchs auszusprechen, nämlich die Annahme, ihre 
Tochter sei wieder ein Opfer von Hexerei gewor- 
den, vermutlich da ihr Mann, der Stiefvater des er- 
krankten Mädchens, ein hochrangiger Politiker ist. 
Elsa fordert sie auf, später wiederzukommen und 
albahaca, eine Heilpflanze, für die Zeremonie zu 
besorgen. 
Als die Mutter mit dem Mädchen zurückkam, be- 
gann ich zu arbeiten und empfing einen muerto. Die 
Mutter sagte mir, dass es sich bei ihm um eine Frau 
handelte, die sagte, dass sie als Lebende Kinder ge- 
habt hätte. Und sie sei vom Friedhof geholt worden, 
um ihr zu schaden, aber wer das Böse aufnahm, war 
die Tochter. Sie sei ihr von einer Frau geschickt wor- 
den, die in der Nachbarwohnung lebte, eine kleine, 
dicke Frau mit einer Plastikbrille. Sogar die Farbe 
der Brille sagte sie mir, ich kann mich nicht mehr an 
sie erinnern. Später erklärte mir die Mutter, dass sie 
vorher mit dieser Frau aneinander geraten sei. Und 
der muerto oscuro, der ihr geschickt wurde, wer ihn 
aufnahm, war die Tochter. Der muerto sagte: „Geh 
nach Hause und auch wenn du siehst, dass drau- 
ßen die Welt untergeht, geh nicht auf die Straße. 
Ich selbst werde dorthin gehen und die Leute fertig 
machen“. 
Ich sagte ihr daraufhin: „Geh nach Hause, bevor 
es zwölf wird, und wenn du ankommst, schüttest du 
etwas Wasser von deiner Haustür auf die Straße“. 
Die Frau machte es genau so. Dann blieb sie wach 
und wartete, denn der muerto hatte zu ihr gesagt: 
„Zünde mir eine Kerze an, erleuchte mich, ich brau- 
che /uz, denn sie haben mich vom Friedhof geholt, 
um Schaden anzurichten‘“. Und dann, um fünf nach 
zwölf, hörte sie etwas, aber sie ging nicht hinaus. 
Dann hörte sie den Krach, die Hilferufe der Nach- 
barn: „Hilfe, Hilfe, schnell“. 
Der Sohn der Nachbarin fiel in einen Zustand, 
als sei er tot, als bekäme er keine Luft mehr, so dass 
man nicht weiß, ob es sich um einen Infarkt han- 
delt. Und sie brachten ihn auf die Intensivstation, 
VWB -— Verlag für Wissenschaft und Bildung
	        

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