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Anthropos, 45.1950,4-6

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Bibliographische Daten

fullscreen: Anthropos, 45.1950,4-6

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714789
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714789
Persistenter Identifier:
BV041701500
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Weitere Titel:
Anthropos
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul, Anthropos-Institut
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-710166
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-710166
Persistenter Identifier:
DE-11-001876592
Titel:
Anthropos, 45.1950,4-6
Erscheinungsjahr:
1950
Signatur:
LA 1118-45,4-6
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 45, 1950, Heft 4-6
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Nachruf

Strukturtyp:
Nachruf
Titel:
In Memoriam † Leopold Walk, 1885 - 1949
Sonstige Person:
Koppers, W.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Anthropos
  • Anthropos, 45.1950,4-6
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Zeitschriftenheft: Bd. 45, 1950, Heft 4-6
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Index [für die Hefte 1 - 6 des Jarganges 45]
  • Wahle, Ernst: Geschichte der prähistorischen Forschung
  • Müller-Lisowski, Kate: Social Counter-Currents, Reflected in Old Norse Traditions
  • Drabbe: Talen en Dialecten van Zuid-West Nieuw-Guinea. Deel I
  • Routil, Robert: Ein papuanisches Zwillingspaar beim Stamm der Tanggum in Neuguinea
  • Bulck, V. van: La stratification culturelle de l'Afrique d'après H. Baumann
  • Verri, Sisto: Saggio di Comparazione Lessicale fra il Cunama e le Lingue Bari e Lotuxo
  • Laufer, Carl: Die Taulil und ihre Sprache auf Neubritannien
  • Worms, Ernest Ailred: Djamar, the Creator. A Myth of the Bad (West Kimberley, Australia)
  • Estreicher, Zygmunt: Die Musik der Eskimos. Eine vergleichende Studie
  • Estermann, C.: Le bétail sacré chez quelques tribus du sud-ouest de l'Angola
  • Gehberger, Johann: Aus dem Mythenschatz der Samap an der Nordostküste Neuguineas. (Schluß.)
  • Aufinger, Albert: Mythological Fragments from the Small Islands near Madang (New Guinea)
  • Frick, Johann: Magische Schutzmittel für Kinder aus dem Westtal von Sining
  • Hentze, Carl: Zur ursprünglichen Bedeutung des chinesischen Zeichens t'ôu = Kopf
  • Loeb, E. M.: Courtship and the Love Song
  • Henninger, Josef: Analecta et Additamenta
  • Nachruf: In Memoriam † Leopold Walk, 1885 - 1949
  • Miscellanea
  • Literaturverzeichnis: Bibliographie
  • Literaturverzeichnis: Eingesandte Literatur. - Publications received
  • Literaturverzeichnis: Zeitschriftenschau. - Review of Reviews
  • Werbung
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Analecta et Additamenta. 
869 
IN MEMORIAM 
f Leopold Walk, 1885 - 1949. 
Am 1. November 1949 starb Professor Dr. L. Walk eines allzufrühen Todes. 
L. Walk war in Wien am 13. November 1885 geboren. Er war Titularprofessor (mit 
Lehrauftrag) an der katholischen Theologischen Fakultät der Universität Wien und 
hat dort von 1929 bis 1949, ausgenommen die Jahre 1938-1945, vergleichende Religions 
wissenschaft vorgetragen. Nicht nur die Theologische Fakultät, sondern darüber hinaus 
ein weiter Kreis der in Betracht kommenden Fachgelehrten trauert um den Heim 
gegangenen, dessen Tod eine Lücke riß, die auf längere Sicht nicht zu füllen ist. Nicht 
zuletzt steht trauernd an seinem Grabe der „Anthropos“, dem L. Walk durch Jahr 
zehnte hindurch ein ebenso treuer wie wertvoller Mitarbeiter gewesen ist. Es ist daher 
nur billig und recht, daß an dieser Stelle seiner in Dankbarkeit und Anerkennung 
gedacht wird. 
Im Jahre 1924 begann L. Walk, der damals noch als Religionslehrer an einem 
Wiener Gymnasium wirkte und das theologische Doktorat schon früher erworben hatte, 
sich mit all der Energie, die ihm eigen war, dem Studium der Völkerkunde und verwandter 
Wissenschaften zu widmen. 1926 promovierte er bei dem Schreiber dieses auf Grund 
der These „Die ersten Lebensjahre des Kindes in Südafrika“, die 1928 im „Anthropos“ 
erschien. Weitere Studien und Publikationen zur Pädagogik der Primitiven schloß 
er 1934 ab mit dem grundlegenden Beitrag „Die Erziehung bei den Naturvölkern“ im 
„Handbuch der Erziehungswissenschaft“ ; vergleiche im übrigen die Bibliographie. 
Um 1930 wandte sich L. Walk’s Aufmerksamkeit einem neuen Gebiete zu, dem 
der vergleichenden Mythologie. Er begann, dazu angeregt durch den bekannten Berliner 
Astronomen Prof. Dr. J. Riem, mit der Bearbeitung von Sintfluterzählungen, deren 
Riem viele gesammelt und L. Walk in freundlicher Weise übergeben hatte. Aber bald 
stellte der methodisch geschulte Ethnologe und Religionsforscher fest, daß mit jenem 
Material, so wie es lag, nicht allzuviel anzufangen war. Einerseits zeigte sich, daß der 
Sintflut-Mythenstoff nicht isoliert, sondern in seiner kulturgeschichtlichen Einbettung 
und Verwurzelung behandelt werden muß, um befriedigende Ergebnisse erzielen zu 
können. Anderseits ergab die Vertiefung in diese Materialien, daß vieles von dem, was 
unter der Flagge „Sintflutmythen“ segelt, in den älteren und ursprünglicheren Kreis 
der Schöpfungsmythen hineingehört. 
Zu diesem Themenkomplex hat nun der Verstorbene durch die folgenden Jahre 
hindurch ein wahrhaft riesiges Material gesammelt, und zwar säuberlich gesammelt 
und geordnet, wie das seinem Wesen und seiner Persönlichkeit entsprach. Soweit 
menschenmöglich, befleißigte er sich dabei einer vollkommenen Universalität : nicht 
nur die Primitiven, sondern auch die älteren Stufen der Kulturvölker (der Chinesen, 
Inder, Griechen, Römer) wurden miteinbezogen, immer aber die gesamten kultur 
geschichtlichen Verhältnisse mit zu würdigen und zu berücksichtigen versucht. Teil 
ergebnisse seiner umfassenden Forschung schenkte uns L. Walk in einzelnen Abhand 
lungen, deren letzte posthum in den „Mitteilungen der Wiener Anthropologischen Gesell 
schaft“ unter dem Titel „Das Flutgeschwisterpaar als Ur- und Stammelternpaar der 
Menschheit. Ein Beitrag zur Mythengeschichte Süd- und Südostasiens“ erschienen ist. 
Teilergebnisse bieten auch die zahlreichen Besprechungen einschlägiger Fachwerke, 
Besprechungen, die vielfach außergewöhnlich lehrreiche und profunde Auseinander 
setzungen repräsentieren und von bleibendem Werte sind. Ein Großteil davon konnte 
im Laufe der Jahre der „Anthropos“ veröffentlichen. 
Doch das, was er hoffte noch der Wissenschaft schenken zu können und worauf 
namentlich in den letzten Jahren sein ganzes Sehnen und Trachten gerichtet war : eine 
zwei Bände umfassende Publikation über die Schöpfungsmythen und ein Handbuch 
der vergleichenden Mythologie — ein moderner „Ehrenreich“ —, das zu vollbringen,
	        

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