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Sociologus, N.F. 1.1951

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Nutzungslizenz

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Bibliographische Daten

Objekt: Sociologus, N.F. 1.1951

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714789
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714789
Persistenter Identifier:
BV041701500
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Weitere Titel:
Anthropos
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul, Anthropos-Institut
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-710166
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-710166
Persistenter Identifier:
DE-11-001876592
Titel:
Anthropos, 45.1950,4-6
Erscheinungsjahr:
1950
Signatur:
LA 1118-45,4-6
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 45, 1950, Heft 4-6
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Sociologus
  • Sociologus, N.F. 1.1951
  • Zeitschriftenheft: 1. Jahrgang, 1951, Heft 1
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt / Contents
  • Anmerkungen: Einleitung / Introduction
  • Thurnwald, Richard: Der Wandel der Erscheinungen und Gedanken des Zusammenlebens (Schluß folgt)
  • Westermann, Diedrich: Kulturelle Wandlunsen und Anpassungen in Westafrika (Schluß folgt)
  • Wahle, Ernst: Typologisches und wirklichkeitsnahes Denken in der prähistorischen Forschung
  • Lehmann, F. Rudolf: Some Field Notes on the Nyakyusa. (Tukuyu District, Tanganyika Territory)
  • Baldus, Herbert: Indianerforschung in Brasilien
  • Zeitschriftenrezension: Nadel, S. F., A Black Byzantium. The kingdom of Nupe in Nigeria
  • Zeitschriftenrezension: Morran McCullock, The Southern Lunda and Related Peoples. Ethnographic Survey of Africa, West Central Africa Part I
  • Zeitschriftenrezension: Laura Thompson: "Culture in Crisis". A study of the Hopi-Indians
  • Korrekturen: Druckfehlerberichtigung Sociologus 1951 / Heft 1
  • Werbung
  • Zeitschriftenheft: 1. Jahrgang, 1951, Heft 2
  • Farbkeil

Volltext

Typologisches und wirklichkeitsnahes Denken 
in der prähistorischen Forschung 
Von Ernst Wahle 
Die frühgeschichtliche Forschung stellt zu Beginn des 19. Jahr 
hunderts in etlichen Teilen Europas ein selbständiges Arbeitsgebiet 
dar, welches dann unter dem Einfluß der Romantik eine feste Grund 
lage erhält. In der Folgezeit kommt es zu der Ausbildung einer typo- 
logisch orientierten Prähistorie, die während einer Reihe von Jahr 
zehnten dem Fach die Prägung gibt. Sie erwächst aus der Anwendung 
des Gedankens der Entwicklung auf einen Stoff, welcher in genügend 
reichem Umfange vorliegt und einen kontinuierlichen Werdegang ver 
anschaulicht. In der Zeit um die letzte Jahrhundertwende bestimmt 
dieses Kind der naturwissenschaftlichen Epoche das Antlitz der früh 
geschichtlichen Forschung. Doch stünde es schlecht um das Fach, wenn 
es nicht eine innere Weiterentwicklung zeigen würde. Tatsächlich hebt 
sich eine solche schon seit längerem ab, und ist es heute auch eindeutig, 
in welcher Richtung diese sich bewegt. Natürlich verharrt das typo- 
logische Denken auf der von ihm gewonnenen Position, und gilt es zu 
überlegen, innerhalb welcher Grenzen die Prähistorie seiner auch 
weiterhin bedarf. Die Fühlungnahme mit der Naturwissenschaft hatte 
für die frühgeschichtliche Forschung ein eigenartiges Ergebnis gezeigt: 
aus der Möglichkeit der Feststellung „natürlicher“ Entwicklungsvor 
gänge war eine Abkehr von dem Lebendigen und ein Suchen nach den 
Gesetzen des Werdens geworden. Für die Prähistorie stellt sich die 
Überwindung der Gedanken dieses Zeitalters einerseits als eine Her 
vorkehrung derjenigen geschichtlichen Gesichtspunkte dar, die sie 
niemals ganz vergessen hat. Anderseits sind neue Wissenschaften 
herangewachsen, und erhebt sich die Frage, was etwa sie auch der 
Prähistorie zu bieten haben. Tatsächlich ist heute die Fühlungnahme 
von Völkerwissenschaft und Soziologie auf sie so weit gediehen, daß 
die frühgeschichtliche Forschung in zunehmendem Maße von dem 
Streben nach historischer Kausalität erfaßt wird und die Einmaligkeit 
der von ihr erkannten Vorgänge sieht. 
I. Das typologische Denken entspringt einem Zusammenwirken be 
stimmter Voraussetzungen, welche in einem relativ kleinen Gebiet und 
auch nur zu einer gewissen Zeit gegeben sind. Eine sonst nicht wieder 
kehrende Konstellation in der Geschichte der Wissenschaften führt zu 
dem Aufbau des Gerüstes der Formenkunde (1), und hieraus ergibt sich 
die Frage nach der Gültigkeit der Typologie in der Zukunft (2).
	        

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